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	<title>Digitaler Film &#187; Technologien</title>
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	<description>Film und Fernsehen im digitalen Rauschen.</description>
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		<title>HbbTV auf dem PC oder Mac empfangen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 09:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktives TV]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade wurde auf der CES die <a href="http://www.engadget.com/2012/01/11/samsung-smart-interaction-gesture-controlled-hdtv-demo-video/">neuste Generation der Connected Devices</a> vorgestellt. Von Sprach- und Gestensteuerung (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=5C1nADiC6OE&#038;v=5C1nADiC6OE&#038;gl=US">Video</a>) über <a href="http://www.engadget.com/2012/01/07/always-innovating-hdmi-dongle-android-tv-video/">Android auf HDMI-Sticks</a> bis hin zu großen Partnerschaften von <a href="http://www.bloomberg.com/news/2012-01-13/google-lg-said-to-be-in-talks-to-collaborate-on-new-tv-service.html">Google mit LG und Samsung</a> wurde viel verkündet. Doch eine simple Lösung um auch auf dem PC die Services der Connected Devices zu nutzen fehlt bisher und das obwohl nahezu alle diese Services über das Internet frei zugänglich sind und als Webapplikationen laufen. Kennt man somit den Link kann man theoretisch HbbTV und andere Services auch im Browser nutzen. </p>
<p><strong>Allerdings trifft man dabei auf drei Probleme:</strong>
<ol>
<li>
<strong>User-Agent Filter</strong>.<br /> Einige Services filtern den User Agent des Browsers und zeigen die TV-Version nur auf Fernsehern und anderen Connected Devices an.</li>
<li>
<strong>Content-Type Header und Plugins</strong>.<br /> Viele HbbTV-Applikationen senden einen Content-Type als Header mit, den der Browser mit einem Download identifiziert. (Beispiel: <a href="http://cehtml.arte.tv/">http://cehtml.arte.tv/</a>) Die Seite wird somit heruntergelanden anstatt angezeigt zu werden. Des Weiteren verfügen viele Browser nicht über die notwendigen Plugins um die Videos in den HbbTV-Applikationen darzustellen.</li>
<li>
<strong>Bedienprobleme</strong>.<br /> Fast alle HbbTV-Applikationen greifen auf die Farbtasten der TV-Fernbedienung zurück. Diese Tasten existieren nicht auf dem PC und somit lässt sich die Applikation im Browser nicht bedienen.
</li>
</ol>
<h3>Erste Lösungsansätze</h3>
</p>
<p>Für das Problem des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/User_agent">User Agents</a> gibt es eine einfache Lösung. Die meisten modernen Browser erlauben es den User Agent zu wechseln. Im Firefox zum Beispiel über die Erweiterung <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/user-agent-switcher/">User Agent Switcher</a>. Im Safari kann man den User-Agent über das <a href="http://docs.info.apple.com/article.html?path=Safari/5.0/de/ibr1185.html">Entwickler Menü einstellen</a>. Weitere Anleitungen: <a href="http://whatsmyuseragent.com/SwitchingUserAgents.asp">Internet Explorer, Opera</a>, <a href="http://techdows.com/2011/12/google-chrome-now-has-built-in-user-agent-switcher.html">Chrome</a></p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/user-agent-switcher.jpg" alt="" title="user-agent-switcher" width="550" height="201" class="alignleft size-full wp-image-2645" /><br />
Es ist also lediglich notwendig einen der folgenden TV User Agents einzutragen:<br />
<strong>User Agent Philips NetTV 1:</strong><br />
<code>Opera/9.80 (Linux mips ; U; hbbtv/1.1.1 (;Philips;;;; ) CE-HTML/1.0 NETTV/3.0.0; en) Presto/2.6.33 Version/10.70</code><br />
<strong>User Agent Philips NetTV 2:</strong><br />
<code>Opera/9.80 (Linux armv6l ; u ; CE-HTML/1.0 nettv;;en) Presto/2.6.33 Version/10.60</code><br />
<strong>User Agent GoogleTV 1:</strong><br />
<code>Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US) AppleWebKit/533.4 (KHTML, like Gecko) Chrome/5.0.375.127 Large Screen Safari/533.4 GoogleTV/ 162671</code><br />
<strong>User Agent GoogleTV 2:</strong><br />
<code>Mozilla/5.0 (X11; U; Linux i686; en-US) AppleWebKit/533.4 (KHTML, like Gecko) Chrome/5.0.375.127 Large</code></p>
<p>Mit dem neuen User Agent lassen sich die meisten Apps überlisten, die eine Abfrage darauf laufen haben.  Damit ist jedoch noch nicht das Problem mit den Content-Types und Plugins gelöst. Im Firefox lassen sich <a href="http://kb.mozillazine.org/File_types_and_download_actions">zusätzliche File-Types definieren, die ein Herunterladen verhindern sollten</a> (habe ich nicht getestet), so dass man das Problem umgehen könnte. Allerdings ist diese Lösung aufwendig und löst immer noch nicht das Problem mit der Bedienung.</p>
<h3>Die Lösung: Opera TV Emulator</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/virtualbox_opera_tv_emulator.jpg" alt="" title="virtualbox_opera_tv_emulator" width="550" height="168" class="alignleft size-full wp-image-2651" /></p>
<p>Die beste Lösung um HbbTV-Applikationen und andere TV optimierte Applikationen auf dem PC darzustellen ist der <a href="http://www.opera.com/business/tv/emulator/">Opera TV Emulator</a>. Um den Emulator zu nutzen muss man zuerst die VirtualBox installieren. <a href="https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads">Download hier</a>.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/opera_tv_emulator.jpg" alt="" title="opera_tv_emulator" width="550" height="219" class="alignleft size-full wp-image-2646" /></p>
<p> Ist die VirtualBox installiert lädt man den <a href="http://www.opera.com/business/tv/emulator/">TV-Emulator herunter</a> und entpackt das VirtualBox Image. Mit einem Doppelklick lässt sich dann der Opera TV Emulator starten. Beim ersten Start fragt der Emulator ob zusätzlich noch MPEG Support installiert werden soll, was sich angesichts der Codierung mancher Videos anbietet. Alles in allem ist die Installation mit zwei Downloads und wenigen Mausklicks erledigt und der TV Emulator einsatzbereit. <a href="http://dev.opera.com/articles/view/opera-tv-emulator-getting-started/">Eine ausführliche Anleitung zur Installation gibt es bei Opera</a>. </p>
<h3>Erste Schritte mit dem TV Emulator</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/fernbedienung_hbbtv_opera_tv_emulator.png" alt="" title="fernbedienung_hbbtv_opera_tv_emulator" width="550" height="291" class="alignleft size-full wp-image-2647" /></p>
<p>Läuft die VirtualBox kann man über die F1-Taste die Adressleiste aufrufen und dort die URL einer HbbTV-Applikation eintragen z.B. <code>cehtml.arte.tv</code>. Der Browser lädt die HbbTV-App und stellt sie dar. Um die Applikation per Fernbedienung zu steuern muss man einen lokalen Browser außerhalb der VirtualBox öffnen und dort <code>http://localhost:5555</code> aufrufen. Unter dieser Adresse wird eine Fernbedienung dargestellt, mit deren Hilfe man die HbbTV-App innerhalb der VirtualBox fernsteuern kann.</p>
<p>Funktioniert der TV Emulator soweit kann man beliebige HbbTV-Applikationen aufrufen indem die jeweilige URL eingibt und anschließend die Applikationen fernsteuert. Das funktioniert nicht bei allen Applikationen gleich gut. Bei machen Apps lassen sich Videos trotz Emulation nicht laden. Im Großen und Ganzen ist es jedoch eine gangbare Lösung um sich am PC einen Eindruck von verschiedenen HbbTV-Applikationen zu verschaffen und so an die Inhalte zu kommen.</p>
<h3>Kleine Linkliste mit HbbTV Applikationen</h3>
<p>Hier eine kleine, unvollständige Liste mit HbbTV-Applikationen, die man im TV Emulator aufrufen kann.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/hbbtv_applikationen.jpg" alt="" title="hbbtv_applikationen" width="550" height="482" class="alignleft size-full wp-image-2644" /><br />
<strong>Mediatheken</strong><br />
Arte+7 <a href="http://cehtml.arte.tv/">http://cehtml.arte.tv/</a><br />
ZDF Mediathek <a href="http://itv.mit-xperts.com/zdfmediathek/">http://itv.mit-xperts.com/zdfmediathek/</a><br />
NDR Mediathek <a href="http://hbbtv.ndr.de/home/index.html">http://hbbtv.ndr.de/home/index.html</a><br />
ARD Mediathek <a href="http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-ard/mediathek/">http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-ard/mediathek/</a><br />
Sat.1 Mediathek <a href="http://hbbtv.sat1.de/videocenter/">http://hbbtv.sat1.de/videocenter/</a><br />
Radio Bremen Mediathek<br />
<a href="http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-radiobremen/mediathek/">http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-radiobremen/mediathek/</a><br />
RBB Mediathek <a href="http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-rbb/mediathek/">http://hbbtv.ardmediathek.de/hbbtv-rbb/mediathek/</a></p>
<p><strong>Verlage</strong><br />
WELT Online <a href="http://welt.nettv.bitwerft.com/">http://welt.nettv.bitwerft.com/</a><br />
BILD <a href="http://json.bild.de/tv/cehtml.cehtml">http://json.bild.de/tv/cehtml.cehtml</a><br />
Kicker <a href="http://cetv.kicker.de/">http://cetv.kicker.de/</a>
</p>
<p>
<strong>TV Programm</strong><br />
TV Movie <a href="http://tvmovie.nettv.xooz.de/">http://tvmovie.nettv.xooz.de/</a><br />
TV Digital <a href="http://ce-html.tvdigital.de/">http://ce-html.tvdigital.de/</a><br />
ARD EPG <a href="http://itv.ard.de/ardepg/index.php">http://itv.ard.de/ardepg/index.php</a></p>
<p><strong>TV Sender</strong><br />
Das Erste <a href="http://hbbtv.daserste.de">http://hbbtv.daserste.de</a><br />
Sat1 <a href="http://hbbtv.sat1.de/">http://hbbtv.sat1.de/</a><br />
ProSieben <a href="http://hbbtv.prosieben.de/">http://hbbtv.prosieben.de/</a><br />
RTL <a href="http://digitaltext.rtl.de/start.php">http://digitaltext.rtl.de/start.php</a><br />
ZDF <a href="http://itv.mit-xperts.com/zdfstart/index.php">http://itv.mit-xperts.com/zdfstart/index.php</a>
</p>
<p>
<strong>Interaktive Formate</strong><br />
Voice of Germany<br />
<a href="http://p7connect2.sim-technik.de/cellular/smarttv/">http://p7connect2.sim-technik.de/cellular/smarttv/</a><br />
ZDF Heutejournal Plus<br />
<a href="http://itv.mit-xperts.com/zdfhjplus/">http://itv.mit-xperts.com/zdfhjplus/</a><br />
Tagesschau <a href="http://www.tagesschau.de/hbbtv">http://www.tagesschau.de/hbbtv</a><br />
Welt der Wunder<br />
<a href="http://hbbtv.weltderwunder.de/">http://hbbtv.weltderwunder.de/</a></p>
<p>
<strong>Portale</strong><br />
MySpass <a href="http://philips.hybridtv.myspass.de/philips">http://philips.hybridtv.myspass.de/philips</a><br />
Maxdome <a href="http://mini.maxdome.de/mini-2.0/default">http://mini.maxdome.de/mini-2.0/default</a><br />
Videoweb <a href="http://portal.videoweb.de/home/myindex2/">http://portal.videoweb.de/home/myindex2/</a><br />
IRT Linkliste <a href="http://tv-html.irt.de/">http://tv-html.irt.de/</a>
</p>
<p><strong>Musik</strong><br />
PutPat <a href="http://www.putpat.tv/cehtml/v1/index.cehtml">http://www.putpat.tv/cehtml/v1/index.cehtml</a><br />
tunein <a href="http://ce.radiotime.com/">http://ce.radiotime.com/</a><br />
Yavido <a href="http://nettv.yavido.de">http://nettv.yavido.de</a>
</p>
<p>
<strong>Sonstige</strong><br />
Telekom Mediencenter <a href="http://mcontv.telekom.de/">http://mcontv.telekom.de/</a><br />
Wetter.com <a href="http://hbbtv.wetter.com">http://hbbtv.wetter.com</a><br />
IRT HbbTV Tests <a href="http://tv-html.irt.de/hbbtv/tests/">http://tv-html.irt.de/hbbtv/tests/</a></p>
<p>Hinweise und Links zu weiteren interessanten HbbTV-Applikationen sind sehr willkommen.</p>
<h3>HbbTV Performance-Probleme. Ist HTML5 die Zukunft?</h3>
<p>Interessanterweise sind die HbbTV-Applikationen innerhalb der Emulation auch nicht wirklich schneller als auf dem TV-Gerät. Viele der Applikationen reagieren langsam bis schwerfällig, was keine wirkliche Freude bei der Bedienung aufkommen lässt. Dies ist noch eine der größten Hürden für die Akzeptanz der Angebote. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von GoogleTV und weiteren TV-Geräten, die auf HTML5 anstatt CE-HTML setzen, erwarte ich, dass wir in Zukunft mehr TV-optimierte Webseiten wie <a href="http://www.youtube.com/leanback">youtube.com/leanback</a>, <a href="http://tv.clicker.com/">tv.clicker.com/</a> oder <a href="http://vimeo.com/couchmode">vimeo.com/couchmode</a> sehen werden. Diese Angebote schöpfen die Möglichkeiten von HTML5 voll aus und bieten eine schnelle und hochwertige User Experience ohne auf Farbtasten zurückgreifen zu müssen. Sie sind somit auch einfach vom PC aus bedienbar und vor allen Dingen schnell.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sprachsteuerung: TV-Programm auf Zuruf fördert die Disaggregation</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2012/sprachsteuerung-tv-programm-auf-zuruf-fordert-die-disaggregation.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2012/sprachsteuerung-tv-programm-auf-zuruf-fordert-die-disaggregation.html#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktives TV]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[TV-Sender verlieren an Bedeutung. Programmhighlights gewinnen weiter an Wert. Durchschnittliche Sendungen und der Rest verlieren und werden fast bedeutungslos. Die Disaggregation des TV-Programms könnte massive Auswirkungen auf die TV-Unternehmen haben, da sie die Mischkalkulation &#8211; gelegentliche Highlights zusammengehalten von viel Füllmaterial und Standardprogrammen &#8211; gefährdet. Bis jetzt haben die Fernsehsender erfolgreich eine Disaggregation verhindert indem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>TV-Sender verlieren an Bedeutung. Programmhighlights gewinnen weiter an Wert. Durchschnittliche Sendungen und der Rest verlieren und werden fast bedeutungslos. Die Disaggregation des TV-Programms könnte massive Auswirkungen auf die TV-Unternehmen haben, da sie die Mischkalkulation &#8211; gelegentliche Highlights zusammengehalten von viel Füllmaterial und Standardprogrammen &#8211; gefährdet. Bis jetzt haben die Fernsehsender erfolgreich eine Disaggregation verhindert indem sie den Zugang zu ihren Inhalten kontrollieren und nur behutsame Experimente im Netz unternehmen. Diese Strategie droht zu scheitern, denn Sprachsteuerung, Suche und Apps werden TV-Programme aus ihrem linearen Kontext reisen.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/apple_siri_tv.jpg" alt="" title="apple_siri_tv" width="550" height="377" class="alignleft size-full wp-image-2590" /></p>
<p> Wenn es <a href="http://allthingsd.com/20111215/with-siri-tv-apple-will-dismantle-the-tv-networks/">einen Effekt gibt</a>, den das Internet bis jetzt auf alle Medienbranchen hatte, dann ist es die Dissaggregation einhergehend mit einem Unbundling. Das bedeutet direkter Zugang zu fast unendlich vielen Inhalten jederzeit und überall. Die Musikindustrie hat den Übergang vom Album zum einzelnen Songdownload und nun zum Streaming erlebt und die TV-Sender werden den Übergang vom linearen Programm zum Video erleben. Dieser Übergang ist ein Prozess, der sicher nicht über Nacht passieren wird, doch er könnte von einer unerwarteten Seite beschleunigt werden, die außerhalb der Kontrolle der Sender liegt. Neue Interaktionskonzepte für Fernseher dank Sprachsteuerung, Suche und Apps bevorzugen das Programm vor dem Sender.</p>
<h3>Sprache als Fernbedienung</h3>
<p>
In letzter Zeit wird viel darüber spekuliert, dass <a href="http://online.wsj.com/article_email/SB10001424052970204791104577106531093742246-lMyQjAxMTAxMDEwODExNDgyWj.html">Apple einen eigenen Fernseher auf den Markt bringt</a> und versucht den iPhone Erfolg auf dem TV-Markt zu wiederholen. Während über die Strategie und das Launchdatum verschiedenste Meinungen existieren sind sich die meisten Experten einig, dass Apple Siri als Sprachsteuerung auf den Fernseher bringen wird und das könnte massive Auswirkungen auf die TV-Sender haben.</p>
<p> Eine Sprachsteuerung bedeutet im ersten Schritt <a href="http://allthingsd.com/20111215/with-siri-tv-apple-will-dismantle-the-tv-networks/">Zugriff auf beliebige Sender losgelöst von Programmplätzen</a> <em>&#8220;Siri – RTL&#8221;</em>. Im nächsten Schritt können die Nutzer aber auch genauso einfach auf einzelne Programme zugreifen <em>&#8220;Siri &#8211; X-Factor&#8221;</em> und müssen nicht einmal mehr wissen auf welchem Sender das Programm läuft. Besitzt der Fernseher einen Festplattenrecorder, dann spielt selbst die Sendezeit bei dieser Anfrage keine Rolle. In einem letzten Schritt eröffnet die Sprachsteuerung natürlich auch den Zugang zu ganz anderen Inhalten als den klassischen TV-Programmen. YouTube- und Internet-Inhalte – <em>&#8220;<a href="http://www.youtube.com/clixoom">Siri – Clixoom</a>&#8221; </em>– stehen damit auf einer Stufe mit den TV-Inhalten und -Sendern. Das Schöne an dieser neuen Logik ist, dass der Wettbewerb plötzlich auf einer Inhaltsebene stattfindet und nicht mehr auf Regulierungsebene wo es um Sendelizenzen und Programmplätze geht.</p>
<h3>Suche als Fernbedienung</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/tv_search_lost.jpg" alt="" title="tv_search_lost" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-2584" /></p>
<p>Google hatte etwas ähnliches im Sinn als es 2010 <a href="http://www.google.com/tv/">Google TV</a> einführte. Nur sollte bei Google TV die Suchmaske diese Aufgabe übernehmen. Mittlerweile wurde die Suche zwar etwas dezenter gestaltet und steht nicht mehr so im Mittelpunkt des Produkts, doch die Intention und die Herangehensweise bleibt bestehen. Über eine Suchmaske lassen sich beliebige Video-Inhalte finden, die nicht zwangsläufig an einen TV-Sender gekoppelt sein müssen. </p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/universal_search_tv.jpg" alt="" title="universal_search_tv" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-2579" /></p>
<p>Auch Microsoft geht bei der <a href="http://www.xbox.com/en-US/Live/Entertainment">XBox live und der Kinect</a> so vor. Wird dort nach Bewegtbildern gesucht wird im Ergebnis nicht nach Quellen unterschieden. So stehen Video-on-Demand-Inhalte neben Videos aus Apps neben TV-Inhalten aus dem live Programm. Verfügen also Fernseher in Zukunft über eine Suchmaske ist davon auszugehen, dass die Nutzer nicht nach Sendern sondern nach Inhalten suchen werden und diese dann ohne direkte Referenz auf den zugehörigen Sender angezeigt bekommen. </p>
<h3> Smartphones und Tablets als Fernbedienung</h3>
<p>Neben der Logik, die direkt in den Fernseher implementiert wird, bieten sich Smartphones und Tablets für die Auswahl von Inhalten auf dem Fernseher an. Noch erinnern die meisten Apps der Fernsehhersteller an die klassischen Fernbedienungen, doch die ersten Hersteller beginnen damit <a href="http://www.ifa.philips.com/pressreleases/Philips_Smart_TV/">EPGs in ihre iPad-Apps</a> zu integrieren. Spannender sind jedoch die Schnittstellen, die die Hersteller bereitstellen. Über die <a href="http://www.engadget.com/2012/01/03/samsungs-smart-tv-sdk-30-usb-advertisements/">jeweiligen SDKs können App-Entwickler</a> selbst den Fernseher fernsteuern und zum Umschalten bewegen. <a href="http://zeebox.com/tv/guide">ZeeBox</a> kann mit seinem neuen Service bereits einige Set-Top-Boxen fernsteuern und weitere sollen folgen.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/remote_apps.jpg" alt="" title="remote_apps" width="550" height="334" class="alignleft size-full wp-image-2596" /></p>
<p>Letzten Endes wird es in nicht allzu ferner Zukunft darauf hinauslaufen, dass mehr oder weniger jede Web-Applikation den heimischen Fernseher fernsteuern kann. <a href="http://www.vprt.de/thema/marktentwicklung/marktdaten/mediennutzung/tv-nutzung/content/parallele-nutzung-von-tv-und-onli?c=2">Angesichts von über 50% Parallelnutzung von Internet und Fernsehen in Deutschland</a> wird in Zukunft über den Browser, das Smartphone oder das iPad entschieden werden was auf dem Fernseher läuft. Schlaue Applikationen, die sich darauf spezialisieren den Nutzern Programmempfehlungen zu bieten, beeinflussen dann die Programmwahl – klassische TV-Guides werden nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.</p>
<h3>Sendungen gewinnen an Gewicht – TV-Sender suchen nach ihrer Rolle</h3>
<p>Diese Entwicklung, die Maßgeblich von der Geräteindustrie vorangetrieben wird, erlaubt Nutzern den einfacheren Zugriff auf Inhalte über alle Quellen hinweg. Dabei gewinnen Programmmarken oder Sendungstitel an Bedeutung, da sich diese besser in die neuen Interaktions- und Navigationskonzepte integrieren lassen. Zudem werden alternative Inhalte mit dem linearen TV gleichgestellt. Sender wiederum bieten in diesem Kontext für die Navigation nur noch bedingt einen Mehrwert. </p>
<p>
Der vereinfachte Zugriff auf die verschiedenste Inhalte über Sprachsteuerung, Suche und Apps losgelöst vom Programmschema forciert die Dissaggregation des linearen Programms. Das muss jedoch nicht zwangsläufig zu einem Problem der TV-Sender werden. Noch haben sie genügend Zeit um Antworten auf diese Herausforderung zu finden und sich über Audienceflows in on demand Umgebungen Gedanken zu machen genauso wie sie sich überlegen können wie sie ihre Programmmarken so stärken, dass sie von Nutzern abgerufen werden. Auch die Mischkalkulation kann noch überdacht werden oder die Sender finden neue Wege um Zuschauer unweigerlich mit ihrem Programm in Kontakt zu bringen. </p>
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		<title>Videotechnologien im Kontext</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 19:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Videos im Netz sind zum Standard geworden. Doch während es etwas stiller um die Videoseiten wird ergeben sich immer neue Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen im Videobereich. Video wird immer mehr zu einer Basis-Technologie auf die andere Dienste und Angebote aufsetzen. Daraus ergeben sich Geschäftsfelder, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt haben. Allen voran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Videos im Netz sind zum Standard geworden. Doch während es etwas stiller um die Videoseiten wird ergeben sich immer neue Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen im Videobereich. Video wird immer mehr zu einer Basis-Technologie auf die andere Dienste und Angebote aufsetzen. Daraus ergeben sich Geschäftsfelder, die in den letzten Monaten für viel Furore gesorgt haben. Allen voran die Videokommunikation, die durch Apple einen deutlichen Push bekommen hat, außerdem haben auch andere Felder wie das Screensharing, die Videotranscodierung oder die Videomanipulation neue Impulse bekommen.</p>
<h3>Videokommunikation</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Videocalls1.jpg" alt="Videocalls" title="Videocalls" width="550" height="296" class="alignleft size-full wp-image-1369" />
<p>Mit dem bevorstehenden Wechsel auf <a href="http://www.google.de/search?q=4g+sprint&#038;hl=en&#038;safe=off&#038;client=safari&#038;rls=en&#038;prmd=nv&#038;source=lnms&#038;tbs=nws:1&#038;ei=Q9owTPilN4_QjAfylaSWBg&#038;sa=X&#038;oi=mode_link&#038;ct=mode&#038;ved=0CAsQ_AU">4G Technologien im Mobilfunk</a> stellt sich natürlich die Frage nach dem Killerfeature. Nachdem sich das Mobile Internet als 3G Treiber erwiesen hat müssen bandbreitenintensivere Dienste für den Abverkauf bei 4G sorgen. Diese Überlegungen hat sich auch <a href="http://www.sprint.com/">Sprint</a> gemacht, die ihre WiMax Initiative mit dem <a href="http://reviews.cnet.com/smartphones/htc-evo-4g-black/4505-6452_7-34026334.html">HTC EVO 4G</a> vorantreiben. Dabei bietet das Gerät zwei wichtige Komponenten, die Video ins Zentrum rücken: Erstens eine Frontkamera zur <a href="http://qik.com/">Videokommunikation über Qik</a> und zweitens einen HDMI Ausgang, der es erlaubt das Gerät direkt an den Fernseher anzuschließen. Diese Features erlauben es mit dem Handy Videocalls zu tätigen und seinen Fernseher bequem und einfach mit Medien zu bespielen indem man das Handy als Set-Top-Box-Ersatz nutzt.</p>
<p>Auch Apple geht mit dem neuen <a href="http://www.apple.com/iphone/">iPhone 4 in diese Richtung</a>. Die Frontkamera ist der zentrale Unterschied zum iPhone 3 und mit <a href="http://www.apple.com/iphone/features/facetime.html">Facetime</a> will Apple der Videokommunikation (endlich) zum Durchbruch verhelfen. Dieses Anliegen hat auch Skype. Mit seiner neuen <a href="http://gigaom.com/2010/07/01/can-skype-pull-a-netflix-for-tv-video-chat/">Plattformstrategie will Skype</a> nicht mehr nur auf dem PC präsent sein sondern versucht direkt auf Consumer Electronic Geräten vorinstalliert zu werden. Dazu wird natürlich auf dem Fernseher die HD-Videochat Funktionalität in den Vordergrund gerückt.</p>
<p>All diesen Entwicklungen liegt eine robuste Videotechnologie zugrunde. Ohne die Fortschritte der letzten Jahre wäre keiner dieser Anwendungsfälle denkbar. Jede dieser Anwendungen benötigt eine schnelle und vor allem hochwertige Videocodierung. Zudem muss der Austausch der Videoinformationen quasi in Echtzeit erfolgen, Latenzzeiten sind vor allem bei Videokommunikation nicht akzeptabel, so dass die Video-Daten nicht nur schnell (de-)codiert werden müssen sondern auch noch schnell übertragen.</p>
<h3>Screensharing</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/onlive.jpg" alt="onlive" title="onlive" width="550" height="343" class="alignleft size-full wp-image-1364" /></p>
<p>Screensharing wäre eigentlich streng genommen ein Unterpunkt der Videokommunikation. Angesichts der Möglichkeiten bietet es sich jedoch an noch einmal tiefer darauf einzugehen. Screensharing erlaubt es den Bildschirminhalt als Videostream an einen anderen Rechner zu übertragen. Die einfachste Form davon ist das klassische Screensharing, wie es zum Beispiel in <a href="http://www.skype.com/intl/de/features/allfeatures/screensharing/">Skype</a> auch <a href="http://www.apple.com/macosx/what-is-macosx/ichat.html">iChat</a> implementiert ist. Mit Hilfe dieser Tools kann man seinen Bildschirm an einen anderen Nutzer übertragen. Doch das ist erst der Anfang.</p>
<p>Richtig Interessant wird es, wenn man Screensharing mit Services in der Cloud kombiniert. Das beste Beispiel dafür ist <a href="http://www.onlive.com/">OnLive</a>. Onlive erlaubt es auf so gut wie jeder Hardware extrem rechenintensive Spiele zu spielen indem der lokale Rechner lediglich den Input weiterreicht und den Videofeed des Servers darstellt. Natürlich ist der Service damit nicht an den Rechner gebunden sondern kann auf so gut wie jeder Plattform, die in der Lage ist Signale zu senden und Videos zu encodieren, genutzt werden. <a href="http://www.gamepro.com/article/news/214111/onlive-demoed-on-stage-on-iphone/">Crysis auf dem iPhone</a> wird so ebenso Realität wie das gleiche Spiel auf dem Fernseher ohne Konsole lediglich mit einer <a href="http://www.onlive.com/service/microconsole">kleinen günstigen Videobox</a>.</p>
<p>Cloud-Gaming ist nicht das einzige Einsatzgebiet für Screensharing. Jede Anwendung, die enorme Rechenpower benötigt und gleichzeitig ein detailreiches Interface anbieten muss kann mittels Screensharing in die Cloud verlagert werden. Wichtig ist dabei natürlich, dass die Latenzen enorm gering sind, so dass zwischen Eingabe und Anzeige höchstens 250ms vergehen. Um das zu gewährleisten hat Onlive extra einen besonderen Videocodec entwickelt, der nicht auf einer <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Group_of_pictures">Group of Pictures</a> Kompression beruht (Spiele lassen sich nicht vorhersagen) und somit jederzeit aktuelle Bilder liefert.</p>
<h3>Videotranscoding und -delivery</h3>
<p>Das Anbieten von Videos im Internet wird im Moment nicht einfacher sondern zunehmend komplizierter. Anders als in der Vergangenheit, wo sich irgendwann ein Format gegen das andere durchgesetzt hat (z.B. VHS vs. Betamax)  ist eine solche Entwicklung im Internet (noch?) nicht abzusehen. Viel mehr noch könnte es passieren, dass immer mehr Formate, Plattformen und Geräte bedient werden müssen. <a href="http://www.theora.org/">Ogg Theora</a>, <a href="http://www.webmproject.org/">WebM</a>, <a href="http://www.divx.com/">DivX</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/H.264/MPEG-4_AVC">H.264</a> sind nur vier der möglichen Videoformate. Hinzu kommen verschiedenste Plattformen für Handys, Fernseher, DVD-Player und Spielekonsolen, die alle bedient werden wollen. Diese Komplexität wird in nächster Zeit noch weiter steigen bevor es besser wird.</p>
<p>Der &#8220;Plattformkampf&#8221; zwischen HTML5 und Flash hat gerade erst eine neue Wendung genommen. Zuerst sah es so aus als sei sich die <a href="http://www.techradar.com/news/internet/web/is-flash-dead-the-future-of-adobe-s-plug-in-692523">Internetgemeinde einig und Flash dem Untergang geweiht</a>. Doch nachdem <a href="http://apiblog.youtube.com/2010/06/flash-and-html5-tag.html">YouTube gerade erklärt hat, warum HTML5 Flash in den nächsten Jahren nicht ersetzen wird dürfte klar sein</a>, dass jeder Publisher von Videoinhalten mindestens zwei Plattformen wenn nicht sogar mehr unterstützen muss, will er dass seine Videos auf allen Geräten abspielbar sind. Das Bedeutet nicht nur, dass Videos zunehmend in unterschiedlichen Formaten vorliegen müssen sondern auch, dass die gesamte Logik um Videos wie Player, Tracking, AdServing und Streaming für jede Plattform aufbereitet werden muss.</p>
<p>Während dies eine schmerzhaft Entwicklung für Videoproduzenten ist, ist sie Vorteilhaft für alle Anbieter von Whitelabel Videolösungen. Nicht umsonst sind <a href="http://www.ooyala.com/">Ooyala</a>, <a href="http://www.brightcove.com/en/">Brightcove</a> und <a href="http://zeec.de/">Co.</a> ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht Videos und Werbung in<a href="http://www.brightcove.com/en/video-platform/solutions/html5"> HTML5 auszuliefern</a> oder Videos auf das iPhone oder Android zu bringen. Je Komplexer die Technologie wird umso mehr werden Videoanbieter versuchen sich externes Know-How und fertige Lösungen einzukaufen um nicht für jede Plattform und jedes Format selbst tätig werden zu müssen.</p>
<h3>Videomanipulation und -analyse</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/augmented_reality.jpg" alt="augmented_reality" title="augmented_reality" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-1365" /></p>
<p>Während es bei der Videokommunikation und beim Screensharing vor allem auf die schnelle Übertragung von Videos ankommt liegt der Fokus bei der Videomanipulation auf der Bildmanipulation und -analyse. Dienste wie YouTube <a href="http://www.youtube.com/t/contentid">analysieren Videos im Detail um zum Beispiel Urheberrechtsverletzungen festzustellen</a> (Tipp: Gespiegelte Videos erkennt das System (noch) nicht).  Zukünftig sollen diese Systeme auch Fragen beantworten können wie <em>Wer ist Teil des Videos?</em> <em>Welche Szenen beinhaltet das Video?</em> und <em>Welche anderen Videos wurden verarbeitet?</em> um darüber die Videosuche akkurater gestalten zu können.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/kinet.jpg" alt="kinet" title="kinet" width="550" height="199" class="alignleft size-full wp-image-1363" />
<p>Auf der anderen Seite ermöglicht die Videoanalyse und -manipulation in Echtzeit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Augmented_reality">augmented Reality</a> Anwendungen. Die Bilddaten werden dazu entweder ergänzt um zusätzliche Informationen oder mit anderen Videobildern kombiniert, so dass sich eine neue Realität ergibt. Echtzeit ist erforderlich damit der User ein flüssiges Erlebnis erhält. Im einfachsten Fall wird die Videoinformation nur durchgeleitet und neue Ebenen auf das Videobild gelegt. Im komplexesten Fall werden die Bildinformationen analysiert und manipuliert.</p>
<p>Im Moment machen vor allem Spiele von diesen Möglichkeiten gebrauch, die auf den neuen Motion Controllern wie <a href="http://www.xbox.com/en-us/kinect">Microsofts Kinect</a> oder <a href="http://us.playstation.com/ps3/playstation-move/">Sonys PS3 Move</a> basieren und den Nutzer durch eine Kamera ins Spiel versetzen. Daneben nutzen auch <a href="http://mashable.com/2009/12/05/augmented-reality-iphone/">erste Handyanwendungen vergleichbare Technologien</a> und matchen Videos mit Umgebungsinformationen.</p>
<p>Video ist in diesen Bereichen nicht mehr der primäre Fokus der Anwendungen sondern nur noch ein Mittel zum Zweck beziehungsweise lediglich ein &#8220;Hintergrund&#8221; auf den Informationen projiziert  werden.</p>
<h3>Videotechnologie als Enabler</h3>
<p>Die vier angesprochenen Bereiche sollen die Spannweite der Entwicklung zeigen. Während das reine Anbieten von Videos immer mehr zu einer Commodity wird ergeben sich interessante Geschäftsfelder sowohl auf Basis von Videos als auch im Technologie-Bereich der Videos zugrunde liegt. Das eine Feld setzt Videotechnologien für die direkte Kommunikation und das Cloud-Computing ein während das andere Geschäftsfeld versucht Videos zu ergänzen, zu manipulieren und zu veredeln. Beide Felder stehen noch am Anfang haben aber vielversprechende Implikationen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-videotechnologien-im-kontext/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin.</a></strong></p>
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		<title>GoogleTV ist zu klein gedacht!</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 17:06:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google hat in den letzten Wochen ganz klar die Schlagzeilen rund um Internet-TV dominiert. GoogleTV und WebM sind sicherlich zwei wichtige Schritte nach vorne, wenn es darum geht Internet und Fernsehen zusammenzubringen und Video im Netz auf die nächste Stufe zu heben. Allerdings fehlt in den Bemühungen eine extrem wichtige Komponente: die Distribution. Meiner Meinung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/media_as_a_service_v09.008-300x225.png" alt="media_as_a_service_v09.008" title="media_as_a_service_v09.008" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-1326" />Google hat in den letzten Wochen ganz klar die Schlagzeilen rund um Internet-TV dominiert. <a href="http://www.google.com/tv/">GoogleTV</a> und <a href="http://www.webmproject.org/">WebM</a> sind sicherlich zwei wichtige Schritte nach vorne, wenn es darum geht Internet und Fernsehen zusammenzubringen und Video im Netz auf die nächste Stufe zu heben. Allerdings fehlt in den Bemühungen eine extrem wichtige Komponente: die Distribution.</p>
<p>Meiner Meinung nach macht Google einen fundamentalen Fehler mit GoogleTV: es verkauft alten Wein in neuen Schläuchen. GoogleTV ist letzten Endes nichts anderes als ein Interface für Fernseher, das den Zugriff auf andere Dienste erlaubt. Während dieses Interface geeignet erscheint zusätzliche Applikationen auf den Fernseher zu bringen löst es keines der existierenden Probleme des Fernsehens und macht den Fernsehkonsum an sich im schlimmsten Fall sogar noch umständlicher. <strong>GoogleTV bringt zwar das Internet und das TV-Gerät zusammen aber nicht das Fernsehen und das Internet.</strong></p>
<p>Fernsehen ist eines der wenigen Medien, das komplett ohne Interface (oder mit einem extrem zurückgenommenen Interface) auskommt. In der Regel bedient der Nutzer seine Fernbedienung und braucht keine weiteres onscreen Interface. Dieses etablierte Bedienparadigma wird durch eine zunehmende Programmvielfalt und immer neue Set-Top-Boxen in Frage gestellt. Doch anstatt dem Nutzer einen wirklichen Mehrwert für seinen TV-Konsum zu bieten fügen die Internet-TV Lösungen in der Regel nur zusätzliche Komplexität hinzu. Das liegt darin begründet, dass niemand das existierende TV-Modell von A-Z hinterfragt sondern lediglich versucht wird on-top einen weitere Services zu etablieren. Ein typisches GoogleTV Setup wird demnach wahrscheinlich so aussehen: <strong>Kabelanschluss > Kabel-Box > DVR > GoogleTV > TV</strong>. Jeder Schritt zwischen Anschluss und TV fügt Komplexität und ein weiteres Interface hinzu.</p>
<p>Während in anderen Bereichen (Software as a Service) versucht wird Logik und offline Ressourcen ins Netz und somit in die Cloud zu verlagern geht Google mit GoogleTV den entgegengesetzten Weg und verlagert die Logik an die Ränder und dezentralisiert den Dienst.</p>
<h3>Hybridmodelle werden scheitern</h3>
<p>Kein <a href="http://www.engadget.com/2010/06/01/steve-jobs-on-tv-no-one-wants-to-buy-a-box/">Wunder also dass Steve Jobs der Meinung ist niemand kaufe sich eine weitere Set-Top-Box</a>. Interessanterweise versucht gerade Apple den entgegengesetzten Ansatz und will TV in die Cloud verlagern. Das neue AppleTV soll dazu auf dem <a href="http://www.engadget.com/2010/05/28/the-next-apple-tv-revealed-cloud-storage-and-iphone-os-on-tap/">iPhone Betriebssystem basieren</a> aber anders als GoogleTV soll die AppleTV Box lediglich die Verbindung zu einem Could-Service herstellen, wo die Inhalte und Abonnements gemanaged werden. Damit greift Apple Google auf einem Feld an das normalerweise zu Googles Kernkompetenzen (Netzinfrastruktur) gehört.</p>
<p>Eine Verbindung von Fernsehen und Internet kann nur funktionieren wenn der komplette Dienst End-to-End neu gedacht wird. Dazu muss die komplette TV-Distribution überdacht und neu gestaltet werden. Hybrid-Modelle (Satellit/Kabel und eine Internet Verbindung) werden es nicht schaffen eine einheitliche Experience zu erzeugen. Nur wenn das Broadcast-Signal über das Internet vertrieben und dort mit weiteren Informationen angereichert wird kann ein entsprechender Dienst von Erfolg gekrönt sein.</p>
<p>Das scheitern von Hybridmodellen liegt in  fehlenden Metadaten und Schnittstellen des Rundfunks begründet.  Schaut man sich heute einmal an, welche <a href="http://www.tvdigital.de/">Metainformationen für TV-Inhalte zur Verfügung</a> stehen sieht es sehr schlecht aus: Titel, Dauer und Startzeit sind die einzigen Informationen die mit Sicherheit für jede Sendung vorliegen. Thumbnail? Beschreibung? Fehlanzeige bei der Mehrzahl der Sendungen. Wüsste Google von jeder Webseite nur den Titel, die Dateigröße und das Datum wäre die Suche längst nicht so akkurat wie sie es heute ist. Solange GoogleTV oder vergleichbare Dienste nur auf diese &#8220;offiziellen&#8221; Metadaten zurück greifen werden sie nie die theoretischen Möglichkeiten ausschöpfen können.</p>
<p>Hinzu kommt, dass es extrem schwierig wird in einem Hybridmodell TV und Internet zu synchronisieren. Dabei kann die Verbindung zwischen Internet und TV in einem solchen Modell immer nur auf dem Endgerät hergestellt werden. Wenn also ein User zum Beispiel auf GoogleTV eine Stelle im TV-Programm kommentiert wäre dieser Kommentar zwar auch im Internet sichtbar aber ohne das dazugehörige Bewegtbild. Letztlich wäre auch eine Deviceshift des Dienstes nicht wirklich möglich. GoogleTV auf dem PC oder dem Handy gibt es nicht in einem Hybridmodell.</p>
<h3>TV neu denken</h3>
<p>Damit GoogleTV und ähnliche Dienste ein Erfolg werden müssen sie tiefer ansetzen. Sie dürfen nicht versuchen lediglich verschiedene lose Enden zusammenzuführen sondern müssen das komplette Problem lösen und das beginnt bei der Auslieferung von Bewegtbild im Internet. <strong>Nur Anbieter, die auch die Distribution der TV-Inhalte über das Netz anbieten werden Erfolg haben.</strong> Internet und TV müssen eins werden und zwar nicht nur im Interface sondern auch in der Distribution. Natürlich bedeutet das eine enorme <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-over-ip-bricht-das-netz-zusammen.html">Herausforderung für das Internet und die Sender</a> aber anders wird es nicht funktionieren.</p>
<h3>Internet und Rundfunk müssen verschmelzen</h3>
<p>Was muss eine entsprechende Lösung leisten? Es gibt bereits erste vielversprechende Ansätze aus ganz anderen Bereichen, die eine Indikation geben. Im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Real-time_web">Realtime- oder Echtzeit-Web</a> wurde die ehemals zeitversetzte Komponente des Netzes ersetzt durch eine Übermittlung von  Daten in Echtzeit. Twitter ist sicherlich der bekannteste Vertreter dieser neuen Generation und ein gutes Beispiel dafür wie man mit TV Streams umgehen könnte.</p>
<p>Twitter schafft es durch die vielen Nutzer quasi einen konstanten Datenstrom zu erzeugen, der in Echtzeit an ein Massenpublikum übertragen wird. Twitter sendet Tweets an über 75 Millionen User und <a href="http://royal.pingdom.com/2010/02/10/twitter-now-more-than-1-billion-tweets-per-month/">verarbeitet pro Sekunde mehr als 440 Tweets</a>. Dieser konstante Strom an Informationen ist vergleichbar mit dem was einen TV-Stream ausmacht. Auch dort werden jede Sekunde Informationen in einer ähnlichen Dimension ausgeliefert.</p>
<p>Jeder dieser Tweets besteht zwar sichtbar nur aus 140 Zeichen aber darunter <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/this_is_what_a_tweet_looks_like.php">liegen sehr viel mehr Informationen</a>. Twitter weiß zum Beispiel von wo ich den Tweet gesendet habe und welches Programm ich dafür genutzt habe. Zudem hat jeder Tweet eine eindeutige ID und eine eigene URL. Darüber hinaus gibt es natürlich noch jede Menge weiterer Metadaten und es geht sogar soweit, dass man mittels <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/what_twitter_annotations_mean.php">Twitter Annotations</a> selbst weitere Felder ergänzen kann. All diese Informationen macht Twitter für Partner in echtzeit zugänglich, so dass sich Twitter von einem <a href="http://blog.twitter.com/2010/05/twitter-platform.html">Dienst hin zu einer Plattform entwickelt hat</a>.</p>
<p>Dieser kleine Exkurs illustriert was dem Rundfunk im Internet fehlt. Während für 140 Zeichen auf all diese Informationen und Möglichkeiten zurückgegriffen werden kann sind Rundfunkinhalte immer noch nicht im Web angekommen. Ja, mittlerweile wurden einige Sendungen im Web platziert aber darum geht es nicht, <strong>der Echtzeitstream des Fernsehens bleibt dem Web im Moment verschlossen. Ein Äquivalent zu <a href="http://techcrunch.com/2010/03/01/twitter-firehose-realtime-search-startups/">Twitters Firehorse</a> oder <a href="http://graph.facebook.com/">Facebooks Graph API</a> fehlt dem Fernsehen komplett</strong>.</p>
<p>Wenn man also TV aus dieser Black-Box befreien will um die Verschmelzung von Internet und Rundfunk voranzutreiben, dann müssen nicht nur die Fernsehstreams ins Internet wandern sondern diese müssen in eine Plattform integriert werden, die zumindest die folgenden drei Kriterien erfüllt:</p>
<ol>
<li><strong>Die Inhalte müssen programmierbar sein.</strong> Das bedeutet andere können über definierte Schnittstellen darauf zugreifen, Inhalte filtern, abrufen und darauf aufbauend Neues erstellen.</li>
<li><strong>Die Inhalte müssen für alle zugänglich sein.</strong> eigentlich sollte jede Sekunde einer Rundfunkübertragung über eine Internetadresse verfügen, denn nur so können andere genau auf diese Sekunde zugreifen, diese Sekunde weiterleiten und anderen Mitteilen.</li>
<li><strong>Müssen die Inhalte über ein Syndikationsmodell verfügen.</strong> Es hilft ja nichts, wenn die Inhalte programmierbar und zugänglich sind aber über juristische Schranken verfügen, die die Verbreitung verhindern.</li>
</ol>
<h3>Fernsehen als gleichberechtigter Teil des Webs</h3>
<p>Wir bewegen uns weg von einem festen Rahmen, der dem Nutzer vorgibt, wann und wie er einen Inhalt zu konsumieren hat. Statt dessen verwenden Nutzer zunehmen <strong>das gerade zur Verfügung stehende Gerät um ihr Konsumbedürfnis zu befriedigen</strong>. Sie sehen den Inhalt den sie wollen, wann immer sie wollen und das <a href="http://www.businessinsider.com/jim-louderback-future-of-cable-tv-2010-4#ixzz0mmo7WfvC">mit dem Geräte das sie gerade JETZT zur Verfügung haben</a>. Das bedeutet letztlich, dass jede Initiative, die nur darauf abzielt Internet und das TV-Gerät zusammenzubringen zu kurz springt.</p>
<p> Die Nutzer wollen die gleiche TV-Experience und die gleichen Möglichkeiten auf dem Handy, dem iPad oder dem Notebook. Sprich Rundfunk und Internet müssen zwangsläufig verschmelzen sonst wird dies nicht funktionieren. Somit sollte es das Ziel sein eine umfassende und fesselnde Experience über alle Geräte hinweg zu erschaffen. <strong>Dazu bedarf es einer WebTV Plattform und nicht einer weiteren Box im Wohnzimmer.</strong></p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-googletv-ist-zu-klein-gedacht/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin.</a></strong></p>
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		<item>
		<title>TV over IP: Bricht das Netz zusammen?</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-over-ip-bricht-das-netz-zusammen.html</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 06:28:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche hatte ich überlegt, wie Google mit Hilfe der Kabelnetzbetreiber den Telcos das Leben schwer machen könnte. Kerngedanke dabei war es das Fernsehen komplett auf IP umzustellen. Dazu kam natürlich der Einwand: Das Internet wurde nicht für Fernsehen gemacht und kann die benötigten Datenmengen nicht bedienen. Dieses Argument möchte ich einmal näher betrachten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hatte ich überlegt, wie <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/what-would-gugel-do-disrupt-the-telcos.html"> Google mit Hilfe der Kabelnetzbetreiber den Telcos das Leben schwer machen könnte</a>. Kerngedanke dabei war es das Fernsehen komplett auf IP umzustellen. Dazu kam natürlich der Einwand: <em>Das Internet wurde nicht für Fernsehen gemacht und kann die benötigten Datenmengen nicht bedienen</em>. Dieses Argument möchte ich einmal näher betrachten und analysieren, was überhaupt an Bandbreite und Traffic benötigt würde, wenn Fernsehen auf IP umgestellt würde. Dazu gibt es drei Bereiche, die zu betrachten sind: <strong>1) Die Bandbreite auf der Last Mile, 2) die Bandbreite im Backbone und 3) die Kosten</strong>.</p>
<h3>Es gibt nicht genügen Bandbreite auf der &#8220;Last Mile&#8221;.</h3>
<p><a href="http://mediarise.wordpress.com/">Ralf Becker</a> hat zu hat richtigerweise <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/what-would-gugel-do-disrupt-the-telcos.html#comment-86762">folgenden Einwand</a> zum Thema Bandbreite auf der letzten Meile angeführt:</p>
<blockquote><p>Die Annahme, man könne die Kabel-TV-Leitungen wie beim IPTV der Telcos einfach auf IP umstellen funktioniert leider nicht – das ist der Todesstoß für das beschriebene Szenario. Einfacher Grund: im Gegensatz zur Telco-Line sind TV-Kabel shared medium, d.h. das Mehrfamilienhaus (und das ist das Groß der Anschlüsse) hat einmal die x Mbit oder eben das GBit, muss sich diese Bandbreite aber mit allen Parteien teilen.</p></blockquote>
<p>Das Problem beim Kabel liegt daran, dass die Anschlüsse aufgesplittet und dann einzeln mit dem Backbone verbunden werden müssen, sobald die benötigte Bandbreite eines Kabelstrangs die verfügbare Kabelbandbreite überschreitet. Um zu beantworten, wann dies der Fall ist muss man zuerst betrachten, wieviel Bandbreite das Kabel überhaupt bereitstellen kann um dann daraus abzuleiten wieviele Haushalte ein Kabel bedienen kann.</p>
<p>Normalerweise stellt das Kabel zwischen 550 und 700 MHz an Spektrum bereit. Mit dem neuen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DOCSIS">Data Over Cable Service Interface Specification</a> (DOCSIS) 3.0 Standard können beliebig viele Kabelkanäle (6 MHz in den USA und 8 MHz in Europa) für die Datenübertragung verwendet werden. Ein 6 MHz Kabelkanal stellt nach DOCSIS einen Downstream von 42,88 Mbps zur Verfügung. Würden die Kabelnetzbetreiber das komplette Spektrum für den Datenverkehr öffnen könnten sie somit eine <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DOCSIS">Bandbreite zwischen 3,9 Gbps und 5 Gbps mit DOCSIS 3.0</a> erzielen.  Die Kabelnetzbetreiber sind darüber hinaus gerade dabei neue Standards und Wege der Datenübertragung über Kabel jenseits von DOCSIS zu erforschen uns sind <a href="http://www.multichannel.com/article/451860-CableLabs_Next_Gen_Broadband_Project_Envisions_Multigigabit_Speeds.php">sehr optimistisch, dass damit noch deutlich mehr als 5 Gbps möglich sind</a>. Sprich ein Kabel könnte – stand heute – auf jeden Fall mindestens 4-5 Haushalte versorgen, ohne gesplittet zu werden, damit ist es gar nicht mehr so unrealistisch auch Mehrfamilienhäuser damit abzudecken.</p>
<p>Neben den Restriktionen des Kabels wird gerne angeführt, dass die Bandbreite für HD nicht ausreichen würden, vor allem <a href="http://blogmaverick.com/2006/12/24/how-the-broadcast-networks-are-missing-the-hdtv-opportunity/">Marc Cuban wird nicht müde auf diese Probleme hinzuweisen</a>:</p>
<blockquote><p>Deal with it. Internet bandwidth to the home places a cap on the quality and simplicity of video delivery to the home, and to HDTVs in particular. Not only does internet capacity create an issue, but the complexity of moving HDTV streams around the home and tp the HDTV is pretty much a deal killer itself.</p></blockquote>
<p>HD-Streams für digitales Kabel über <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DVB-C#Technical_description_of_the_DVB-C_transmitter">DVB-C können maximal mit 64 Mbps codiert werden</a>. Angenommen man wäre so vermessen und würde im Internet keine Codec-Optimierung betreiben und die Maximalstreams 1:1 gleich codiert ausliefern, könnte man mit 1 Gbps immer noch 15 HD-Streams parallel ausliefern, was für so ziemlich jeden Haushalt ausreichen sollte. Wahrscheinlich würden für die Mehrzahl der Haushalten bereits 500 Mbps oder weniger ausreichen.</p>
<h3>Es gibt nicht genügend Bandbreite im Backbone.</h3>
<p>Marc Cuban betont ebenfalls des öfteren, <a href="http://blogmaverick.com/2010/03/13/dont-waste-the-internet-on-tv-protect-the-future-of-the-internet/">dass man das Internet bitte nicht mit Video- und TV-Traffic überlasten solle</a>:</p>
<blockquote><p>Of course the internet can support video, but it cant do it as well as the current digital cable and satellite distributors can, nor is there a profit model that would ever incent content providers to switch their content from the internet to TV. [...] In the event some form of ubiquitous entertainment comes first ,  takes over the net and saturates it, how is the FCC going to solve the bandwidth traffic jam ? They wont ever be able to put the bandwidth genie back in the bottle. Screaming at broadband providers to spend the money wont work any better than screaming to expand highways helps to alleviate rush hour traffic.</p></blockquote>
<p>Die Antwort auf diese Herausforderung ist deutlich schwieriger. Denn, wie groß ist der Bandbreitenbedarf wirklich? Was kostet es im Vergleich zu den traditionellen Übertragungswegen, und wieviel Traffic kann das Netz verkraften?</p>
<p><iframe width='550' height='600' frameborder='0' src='http://spreadsheets.google.com/pub?key=0AlWbWi9hDX3KdFY2Q202b2F5ZWVEN2pBbGhNYzZwWVE&#038;hl=en&#038;single=true&#038;gid=0&#038;output=html&#038;widget=true'></iframe></p>
<p>Nimmt man die deutschen TV Zuschauer (<a href="http://agf.de/">72,23 Millionen [Alle Zahlen zu Sehern, Haushalten, Sehdauer und Sehbeteiligung kommen von der AGF</a>) und deren Sehdauer auf das Jahr gerechnet, so würde der Fernsehkonsum, wenn jeder einen einzelnen Stream mit 2 Mbps (das entspricht der <a href="http://webvideotechniques.com/123/bigger-and-better-encoding-for-youtube-hd">YouTube HD Bitrate</a>) empfängt, pro Jahr ca.  83.837.361 Terabyte (83,8 Exabyte) an Traffic verursachen. Dahingegen wären es 41.193.243 Terabyte (41,2 Exabyte) pro Jahr, wenn jeder Haushalt nur einen Stream für jeweils diese Sehdauer empfängt. Die korrekte Zahl liegt wohl irgendwo in der Mitte der beiden Extreme. Um die Zahl in Relation zu setzen kann man den gesamten Netz-Traffic betrachten. 2010 soll der <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-481360_ns827_Networking_Solutions_White_Paper.html">globale IP Traffic 256,4 Exabytes sein</a>. Damit würde TV über IP 32% bzw. 16% des gesamten IP-Traffic-Aufkommens 2010 ausmachen.</p>
<p>Die benötigte simultane Bandbreite liegt zwischen 32-65 Terabits pro Sekunde (Tbps), wenn man davon ausgeht, dass 45% der Haushalte und Seher simultan fernsehen. Zum Vergleich Akamais <a href="http://gigaom.com/2010/04/11/akamai-3-4-terabits/">Traffic Peak lag bei 3,45 Tbps</a> und der größte deutsche <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/DE-CIX">Internet Knoten DE-CIX</a> hat bis jetzt einen Peak von <a href="http://www.de-cix.net/content/network.html">2 TBps verzeichnet</a>. Aber es gibt Hoffnung: Cisco hat neue Router vorgestellt. Der CRS-3 <a href="http://videonuze.com/blogs/?2010-03-11/Cisco-s-New-CRS-3-Router-Strengthens-Foundation-for-Online-Video-Delivery/&#038;id=2470">kann 322 Tbps verarbeiten</a>, das ist genügend Bandbreite, um jedem Chinesen einen gleichzeitigen Videoanruf zu ermöglichen.</p>
<h3>Die Kosten</h3>
<p>Doch nun zur wichtigsten Frage: Was würde es Kosten TV über IP zu verbreiten? Angesichts des Volumens ist es schwer einen Vergleichswert zu finden aber angenommen ein Gigabyte kostet <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/akamai-now-the-primary-cdn-for-netflix-but-at-a-very-low-price.html">genau soviel wie Netflix dafür bei Akamai bezahlt (1,5 Cent)</a>, dann würden die Auslieferung jedes Jahr zwischen  617 und 1.257 Millionen Euro kosten. Oder anders ausgedrückt kostet es 17,41 Euro im Jahr einen Zuschauer mit IP Streams zu beliefern, das wären 13% der 130 Euro, die die Sender jedes Jahr pro Zuschauer an Werbung einnehmen (9,39 Mrd. Euro Werbemarkt / 72,2 Mio Zuschauer).</p>
<p>Um die Kosten besser einschätzen zu können, auch hier ein paar Vergleichszahlen. <a href="http://www.ses.com/ses/PDFs/MediaRoom/Financial/SES_Report_2009_ENGLISH.PDF">SES Astra, der Satelliten-Betreiber, macht jedes Jahr mit Deutschen Kunden (PDF)</a> 393,3 Millionen Umsatz. Kabel Deutschland machte <a href="http://www.kabeldeutschland.com/fileadmin/redaktionselemente/investor_relations/dokumente/quartalsberichte/kdg_holding/100210_KDH_Financials_091231.pdf">Q2-Q4 2009 mit seinem Kabelgeschäft 677 Mio. Euro Umsatz (PDF)</a>. <a href="http://www.prosiebensat1.com/imperia/md/content/investor_relations/2010/GB/dt_GB09.pdf">ProSiebenSat.1 hatte 2009 einen Marktanteil von 22% und Vertriebskosten (PDF)</a> in Höhe von 396 Millionen (Unter den Vertriebskosten werden im Wesentlichen Übertragungskosten, Personalaufwendungen sowie Marketingaufwendungen ausgewiesen).</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Betrachtet man die drei Problemfelder sind wohl die Kosten und die Bandbreite auf der letzten Meile weniger das Problem als viel mehr die Backbone Kapazität, die durch die Umstellung von Broadcast auf IP enorm erhöht werden müsste. Im Moment kann das Internet wohl weder den Traffic noch die Peaks bedienen. Allerdings sind die Technologien vorhanden um es möglich zu machen und die erwartete Verfünffachung des <a href="http://www.cisco.com/en/US/solutions/collateral/ns341/ns525/ns537/ns705/ns827/white_paper_c11-481360_ns827_Networking_Solutions_White_Paper.html">Traffics in den nächsten fünf Jahren spricht eine deutliche Sprache wohin die Reise gehen wird</a>. Wie Marc Cuban richtig anmerkte: Man kann den Geist nicht wieder in die Flasche zurückstecken ;)</p>
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		<title>TV as a Service</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/tv-as-a-service.html</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 22:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten beiden Artikeln dieser kleinen Serie hatte ich zuerst die Hardwareplattformen für Internet auf dem Fernseher vorgestellt und dann die verschiedenen Betriebssysteme, die auf dieser Hardware laufen eingeführt. Seit dem letzten Beitrag kam nun heraus, dass Google Android aktiv in Richtung eines TV-Betriebssystems weiterentwickelt. Das Interessante daran ist, dass alle Kommentatoren die größte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten beiden Artikeln dieser kleinen Serie hatte ich zuerst die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/missing-link-internet-auf-dem-fernseher.html">Hardwareplattformen für Internet auf dem Fernseher</a> vorgestellt und dann die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an.html">verschiedenen Betriebssysteme</a>, die auf dieser Hardware laufen eingeführt. Seit dem letzten Beitrag kam nun heraus, dass Google <a href="http://www.nytimes.com/2010/03/18/technology/18webtv.html">Android aktiv in Richtung eines TV-Betriebssystems weiterentwickelt</a>.  Das Interessante daran ist, dass alle Kommentatoren die größte Herausforderung nicht bei der Hardware oder beim Betriebssystem sehen sondern im richtigen Interface und der <a href="http://gizmodo.com/5495856/a-google-tv-set+top-box-is-coming">Aufbereitung der Internetinhalte für den Fernseher</a>:</p>
<blockquote><p>Television is a relatively unexplored frontier for Google. It&#8217;s one of the few spaces left in which the company it is yet to extend its services (as well as its advertising.) But Google TV is far from a sure thing. Many companies have struggled to figure out the right user interface to finally make web on TV make sense. Google&#8217;s interfaces tend toward the functional, rather than the beautiful, but on a big screen, the sexiness factor cannot be ignored.</p></blockquote>
<p>Genau um dieses Puzzlestück dreht sich dieser Artikel, es soll geschaut werden was Services auf dem Fernseher ausmachen und wie sich TV dadurch wandelt.</p>
<p>Die neuen Möglichkeiten der Hard- und Software bedeutet zuerst einmal Eines nämlich der Fernseher im Wohnzimmer wird seiner klassischen Funktion beraubt. In der Vergangenheit waren Fernseher und Fernsehen ein und dasselbe. Dies ist nicht mehr der Fall, wenn das Internet auf dem Fernseher Einzug erhält. Genauso wie Telefonieren heutzutage auf Smartphones nur noch ein Applikation von vielen ist, wird Fernsehen zunehmend zu einem Service neben vielen anderen werden. Dies bedeutet der Fernseher wird zu einem zusätzlichen Screen im Wohnzimmer und damit seiner klaren Funktion beraubt. Auf der anderen Seite bedeutet diese Entwicklung aber auch, dass sich das Fernsehen wandeln muss und sich ein neues Selbstverständnis erarbeiten muss. TV wird zu einem Service und damit stellen sich für das Fernsehen die gleichen Herausforderungen wie z.B. Softwarefirmen, Spielehersteller und Telefonanbieter.</p>
<h3>Was ist TV as a Service?</h3>
<p>TV as a Service hat viele Analogien zu Software as a Service (SaaS) von daher kann man versuchen die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_service#Key_characteristics">Charakteristiken von Software as a Service</a> auf TV as a Service zu mappen. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Software_as_a_service#Key_characteristics">Wikipedia führt folgende Merkmale für SaaS an</a>:<em></p>
<ul>
<li>network-based access to, and management of, commercially available software</li>
<li>activities managed from central locations rather than at each customer&#8217;s site, enabling customers to access applications remotely via the Web</li>
<li>application delivery typically closer to a one-to-many model (single instance, multi-tenant architecture) than to a one-to-one model, including architecture, pricing, partnering, and management characteristics</li>
<li>centralized feature updating, which obviates the need for end-users to download patches and upgrades.</li>
<li>frequent integration into a larger network of communicating software &#8211; either as part of a mashup or as a plugin to a platform as a service.</li>
</ul>
<p></em>
</p>
<p>Diese lassen sich wie folgt für TV as a Service adaptieren:</p>
<ul>
<li>TV as a Service erlaubt den Zugriff auf TV-Inhalte über das Internet. Die Inhalte können zudem über das Internet verwaltet, manipuliert und adaptiert werden.</li>
<li>TV as a Service verwaltet den Zugriff zentral und speichert den letzten Zustand des Services und erlaubt es so dem User von überall und mit beliebigen Geräten auf den Inhalt zuzugreifen.</li>
<li>TV as a Service behält &#8211; zumindest in der Standardkonfiguration &#8211; seine Linearität und das Broadcast one-to-many Modell bei.</li>
<li>TV as a Service Inhalte sind tiefer und erlauben es innerhalb des Frameworks mehr zu erleben als im klassischen TV.</li>
<li>TV as a Service lässt sich nahtlos in andere Web- und Internet-Services integrieren, dazu werden Schnittstellen bereitgestellt.</li>
</ul>
<p>TV as a Service ist somit als Komplement zum klassischen TV zu verstehen. <strong>Wenn das Internet auf den Fernseher wandert, muss das Fernsehen ins Internet wandern um seine Bedeutung zu behalten und weiterhin entsprechende Nutzerzahlen aufweisen zu können.</strong> Anders als zum Beispiel bei Print-Inhalten hat es das Fernsehen im Moment noch relativ gut, denn Fernsehen ist noch kein nativer Teil der Netzes geworden. Somit bietet sich die Chance für die TV-Sender diese Zukunft mitzugestalten.</p>
<h3>Implikationen von TV as a Service</h3>
<p>TV as a Service hat weitreichende Implikationen:</p>
<ol>
<li><strong>Das Fernsehen löst sich von seinen klassischen Übertragungswegen</strong>, wie Kabel, Satellit und Terrestrik und betrachtet das Internet als gleichwertigen Teil des Distributionsmixes.</li>
<li><strong>Die geschlossene Struktur des Fernsehens wird aufgebrochen</strong> und es bilden sich neue Dienste und Integrationsmuster. TV Inhalte könnten über APIs angesprochen, referenziert und geremixed werden.</li>
<li><strong>Linearität ist nur noch eine Option.</strong> Während der lineare live Broadcast weiterhin der Standard für den Konsum für TV-Inhalten bleiben wird, fordert TV as a Service die Option alle Inhalte auch on demand zu sehen und das über Sendergrenzen hinweg.</li>
</ol>
<p>Entwickelt sich TV in diese Richtung könnten sich neue Konsumgewohnheiten ergeben. So gibt es  schon jetzt viele Communities Rund um TV und Twitter ist regelmäßig voll von TV-Tweets aber bis jetzt ist immer ein Medienmix notwendig (PC, Handy und Fernseher) um die beiden Welten zu verbinden. Mit TV as a Service könnten integrierte Lösungen entstehen entweder auf dem Fernseher (Twitter-Applikation, die sich ins TV einhängt), oder im Web und auf Mobilengeräten.</p>
<p>Potential liegt zudem in einer offenen Schnittstelle, die Zugang zu den Inhalten, den Metadaten und im Idealfall auch dem Archiv bietet. Wer würde nicht gerne in seine Tweets zum laufenden Programm einen Link einfügen, der den Nutzer direkt dorthin führt?</p>
<h3>Erste Gehversuche</h3>
<p>Die große Mehrzahl der momentan existierenden Services rund um TV lassen den Kern des Fernsehens (Linearität und Distribution) unangetastet. Sie ergänzen entweder das Programm (MLB), verlängern es (iPlayer) oder konkurrieren mit ihm (YouTube, Netflix). </p>
<h4>BBC iPlayer</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/iPlayer.jpg" alt="iPlayer" title="iPlayer" width="550" height="233" class="alignleft size-full wp-image-1233" /></p>
<p>Die <a href="http://www.bbc.co.uk/">BBC</a> ist wieder einmal Vorreiter, wenn es darum geht das Fernsehen weiterzuentwickeln. Der <a href="http://www.bbc.co.uk/iplayer/">BBC iPlayer</a> war ursprünglich für das 7-Tage Catch-up konzipiert, hat sich aber schnell zu mehr entwickelt.  Mittlerweile stellt der iPlayer die BBC Inhalte auf <a href="http://thenextweb.com/uk/2009/11/27/unmissable-bbc-iplayers-success-numbers/">15 verschiedenen Plattformen sowohl als Stream, live Stream oder als Download</a> bereit und unterstreicht damit den Service-Ansatz. Mit dem iPlayer bleibt es dem Nutzer überlassen, wann er welchen Inhalt in welchem Kontext nutzen möchte sei es auf Symbian, dem iPhone, der PS3 oder der Wii. </p>
<p>Dass sich diese alternativen Plattformen durchaus lohnen können, sieht man an den Nutzungszahlen. Die PS3 ist <a href="http://www.cxo.eu.com/news/john-linwood-iplayer/">für 10% des iPlayer Traffics verantwortlich und weitere 7% der Request kommen über das iPhone</a>.</p>
<p>Neben dem iPlayer stellt die <a href="http://ideas.welcomebackstage.com/">BBC Entwicklern Schnittstellen und Informationen</a> bereit mit denen sie Applikationen rund um die BBC-Inhalte entwickeln können. Die Programminformationen sind dabei genauso<a href="http://ideas.welcomebackstage.com/node/3"> zugänglich wie die Tweets der BBC Mitarbeiter</a>.   </p>
<h4>Netflix Watch Instantly</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/ZZ0A575925.jpg" alt="ZZ0A575925" title="ZZ0A575925" width="550" height="309" class="alignleft size-full wp-image-1234" />
</p>
<p>Während die BBC versucht die eigenen Inhalte zu verlängern, ist <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> dabei mit <a href="http://www.netflix.com/BrowseGenres/Watch_Instantly/">Watch-Instantly</a> die Transformation des eigenen Geschäftsmodells voranzutreiben und den Postversand von DVDs zunehmend durch Streaming zu ersetzen.</p>
<p>Im Zuge dessen ist es für Netflix wichtig seine Filme auf den Fernseher im Wohnzimmer zu schicken. Dazu hat Netflix seine Service-Architektur so aufgesetzt, dass sie mittlerweile auf der XBox, der Wii und der PS3 vertreten sind. Darüber hinaus werden auch mobile Services (<a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-survey-hints-at-iphone-streaming-via-wifi.html">iPhone</a>, <a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-streaming-coming-to-windows-phone-7-series.html">Windows Phone7</a>, <a href="http://www.hackingnetflix.com/2010/03/netflix-seriously-considering-streaming-on-the-nintendo-ds.html">Nintendo DS</a>) evaluiert. Zudem wird die langjährige <a href="http://www.roku.com/netflixplayer/">Partnerschaft mit Roku</a> gepflegt, der Beginn von Netflixs Einzug ins Wohnzimmer.</p>
<p>Netflixs streaming Volumen ist so stark gewachsen, dass selbst <a href="http://www.akamai.de/">Akamai</a> (Akamai ist bekannt für seine Premium-Preise) seine Preise mehr als halbiert hat um Netflix als Kunden zu gewinnen. <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/akamai-now-the-primary-cdn-for-netflix-but-at-a-very-low-price.html">Netflix bezahlt jetzt bei Akamai nur noch 1,5 Cent pro Gigabyte</a>. Somit können selbst HD-Filme für wenige Cents an den Kunden gestreamt werden, was deutlich günstiger sein dürfte als die Lieferung per Post.</p>
<h4>YouTube</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_xl.jpg" alt="youtube_xl" title="youtube_xl" width="550" height="321" class="alignleft size-full wp-image-1235" /></p>
<p>Anders als die BBC und Netflix musste YouTube relativ wenig dafür tun als Service auf möglichst vielen Geräten im Wohnzimmer vertreten zu sein. Die Marke hat eine solche Strahlkraft, dass kein TV- und Boxen-Anbieter es wagt mit einem Angebot auf den Markt zu kommen, das keinen Zugriff auf YouTube erlaubt. Somit reichten die <a href="http://code.google.com/apis/youtube/overview.html">YouTube API</a> und <a href="http://www.youtube.com/xl">YouTube XL</a> um in eine komfortable Lage zu kommen.</p>
<h4>MLB</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/mlb_tv.jpg" alt="mlb_tv" title="mlb_tv" width="550" height="335" class="alignleft size-full wp-image-1236" /></p>
<p><a href="http://mlb.mlb.com/mlb/subscriptions/index.jsp?product=mlbtv&#038;affiliateId=MLBTVREDIRECT">MLB.TV</a> ist ein Paradebeispiel, wenn es darum geht, wie ein TV as a Service Angebot aussehen kann. Schließt man ein MLB.TV Abo ab, kann man nicht nur auf dem Fernseher MLB.TV sehen, sondern auch auf dem PC, dem iPhone oder der <a href="http://www.roku.com/mlb-partner">Roku-Box</a>. Dabei sind die online Dienste deutlich umfangreicher als das Fernsehangebot. Der User kann sich interaktive Statistiken zum Spiel einblenden, mehrere Spiele gleichzeitig sehen, Szenen wiederholen, Highlights abspielen und vieles mehr. Natürlich kann er auch das aktuelle Spiel live und in HD über das Netz sehen.</p>
<p>Gerade haben <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/03/espn-to-use-mlb-to-stream-all-their-events-drops-support-for-move-networks.html">ESPN und MLBAM</a> (die Firma hinter MLB.TV) bekanntgegeben, dass ESPN auf die Technologie von MLB.TV für die eigene Seite zurückgreifen wird, was wohl ESPN-Kunden in Kürze auch die Möglichkeit geben wird ihren Sport-Kanal als Service auf allen möglichen Geräten zu nutzen. Diese Vereinbarung zeigt zudem, dass sich ein Sender mehr erarbeitet als nur weitere Zuschauer, wenn er den Weg in die TV as a Service Zukunft konsequent verfolgt.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Die Implementation eines TV as a Service Modells von allen Sendern könnte die Entwicklung, die YouTube begonnen hat, zu einem versöhnlichen Abschluss für alle Beteiligten bringen.  Für Fernsehsender bietet sich hier eine einmalige Chance direkte Kundenbeziehungen zu erarbeiten und zusätzliche Nutzer für das eigene Programm zu gewinnen. Daneben bietet sich natürlich für Fremdanbieter die Chance den TV-Sendern ihr Publikum auf dem TV-Screen streitig zu machen und diese Nutzer mit Casual-Games, Video-on-Demand und Kommunikationsdiensten statt TV zu unterhalten.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-tv-as-a-service/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong>
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		<item>
		<title>YouTube Redesign: vollends assimiliert</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/youtube-redesign-vollends-assimiliert.html</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 17:44:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
		<category><![CDATA[Videohoster]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast vier Jahre sind vergangen seit der Übernahme von YouTube durch Google, doch mit dem momentan stattfindenden Redesign hat es Google endlich geschafft YouTube fast vollständig zu assimilieren. Der Zeitpunkt passt gut, denn es wird erwartet, dass YouTube dieses Jahr zum ersten Mal schwarze Zahlen schreibt. 2011 wird dann sogar über eine Milliarde Dollar Umsatz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast vier Jahre sind vergangen seit der <a href="http://www.google.com/press/pressrel/google_youtube.html">Übernahme von YouTube durch Google</a>, doch mit dem <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2010/01/video-page-gets-makeover.html">momentan stattfindenden Redesign</a> hat es Google endlich geschafft YouTube fast vollständig zu assimilieren.</p>
<p>Der Zeitpunkt passt gut, denn es wird erwartet, dass YouTube dieses Jahr <a href="http://www.broadbandtvnews.com/2010/03/05/youtube-profitable-in-2010/">zum ersten Mal schwarze Zahlen schreibt</a>. 2011 wird dann sogar über eine <a href="http://newteevee.com/2010/03/05/citi-youtube-to-top-1b-in-revenues-in-2011/">Milliarde Dollar Umsatz erwartet</a>.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_vs_google.jpg" alt="youtube_vs_google" title="youtube_vs_google" width="550" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1196" /></p>
<p>Vorbei die Zeiten, in denen YouTube bunte, unaufgeräumte Video-Seiten hatte oder der User auf Hauptnavigation und Kategorien hingewiesen wurde. Das neue Design stellt ganz klar die Suche in den Vordergrund. Zudem wird die Playlist zum Standard, das heißt es spielt in Zukunft fast immer das nächste Video, wenn das momentane zu Ende geht. Wobei sich die Playlist aus dem Kanal, dem Suchergebnis oder verwandten Videos jeweils automatisch ergibt.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_screenshot.jpg" alt="youtube_screenshot" title="youtube_screenshot" width="550" height="330" class="alignleft size-full wp-image-1200" /></p>
<p>Ich hatte letztes Jahr b<a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2009/wandel-in-der-navigationskonzepte.html">ereits auf den Wandel der Navigationskonzepte rund um Internet Videos</a> hingewiesen. Dieses Redesign ist der nächste Schritt in diese Richtung und komplettiert die Reihe.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_navigation.jpg" alt="youtube_navigation" title="youtube_navigation" width="553" height="462" class="alignleft size-full wp-image-1199" />
<p> Viel mehr kann YouTube ja auch nicht mehr weglassen ;)</p>
<h3>Erweiterte Playerfunktionalität</h3>
<p>Während YouTube auf der einen Seite viel Arbeit in die Reduktion der Elemente auf der Seite investiert, sind sie auf der anderen Seite fleißig dabei die Playerfunktionalität weiter auszubauen und diesen mit weiteren Features vollzupacken. Das schlägt sich natürlich auch im Playerdesign nieder, der 2008 auf seinem reduziertesten Stand war. Zu dieser Zeit hatte YouTube zum einzigen Mal auch keine zwei verschiedene Player für Embed-Videos und Videos auf der Seite.</p>
<p>Nach 2008 wächst die Funktionalität rapide und damit auch die Buttons und Elemente im Player. Das jüngst <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2010/03/future-will-be-captioned-improving.html">bekannt gegebene Auto-Captioning</a>, will genauso untergebracht werden wie das Vergößern, der Fullscreeen oder die Auswahl der Videoqualität. Wobei gerade letzteres die Frage aufwirft warum YouTube immer noch keine <a href="http://blog.streamingmedia.com/the_business_of_online_vi/2010/01/why-cant-youtubes-player-autodetect-when-a-user-should-get-hd-quality.html">automatische Bandbreiten Erkennung durchführt</a> um dem User immer die bestmögliche Qualität anzubieten.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/03/youtube_player_design_06_10_v2.jpg" alt="youtube_player_design_06_10_v2" title="youtube_player_design_06_10_v2" width="550" height="794" class="alignleft size-full wp-image-1197" /> </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist es schlau von YouTube so viel Funktionalität wie möglich im Player zu verankern, ist er doch die kleinstmögliche Einheit mit deren Hilfe YouTube Videos abgespielt werden können. Gerade Embed-Videos können nicht auf Funktionen der Hauptseite zurückgreifen.</p>
<p>Ich bin auf jeden Fall gespannt was dieses Redesign in Bezug auf die Nutzungsdauer bedeutet und könnte mir sehr gut vorstellen, dass diese durch die Playlisten und den Stream an Videos in die Höhe schießen wird.</p>
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		<item>
		<title>Welches Betriebssystem treibt die Fernseher von Morgen an?</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an.html</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 19:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Im letzten Beitrag hatte ich die verschiedene Hardware-Lösungen vorgestellt, die es ermöglichen Internet ins Wohnzimmer auf den Fernseher zu bringen. Allerdings ist die Hardware nur die halbe Miete, das hat Apple mit dem iPhone eindrucksvoll bewiesen, deshalb möchte ich im zweiten Teil dieser kleinen Serie darauf eingehen, welche Software-Plattformen in diesem Feld konkurrieren und was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im letzten <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/missing-link-internet-auf-dem-fernseher.html">Beitrag hatte ich die verschiedene Hardware-Lösungen vorgestellt, die es ermöglichen Internet ins Wohnzimmer auf den Fernseher zu bringen</a>. Allerdings ist die Hardware nur die halbe Miete, das hat Apple mit dem iPhone eindrucksvoll bewiesen, deshalb möchte ich im zweiten Teil dieser kleinen Serie darauf eingehen, welche Software-Plattformen in diesem Feld konkurrieren und was ihre jeweiligen Stärken und Schwächen sind.</p>
<p>Je nach Plattform sind unterschiedliche Schichten und Features bereits implementiert. Prinzipiell kann man bei den Softwareplattformen grob folgende Layer unterschieden:</p>
<ol>
<li><strong>Kernel:</strong> Er erlaubt die Ansprache der Hardware, der Videobeschleunigung und übernimmt das Speichermanagement.</li>
<li><strong>Application-Framework:</strong> Dieser Teil stellt Entwicklern Schnittstellen und Treiber zur Verfügung mit deren Hilfe sie eigene Applikationen für die Plattform entwickeln können. Im Idealfall bietet die Plattform ein Software Developer Kid (SDK), das den Entwicklern die Arbeit erleichtert.</li>
<li><strong>Presentation-Layer:</strong> Dort werden die Inhalte gerendert und dargestelt. Je nach Plattform erlaubt dieser Layer unterschiedliche Freiheitsgrade.</li>
<li><strong>Payment (optional):</strong> Natürlich ist es verlockend als Plattformanbieter auch gleich eine Payment-Schnittstelle anzubieten. Diese ist oftmals direkt in Appstores eingebunden und erlaubt es Entwicklern und Content Anbietern Geld für Applikationen und Inhalte zu verlangen.</li>
<li><strong>Digital Rights Management (DRM) (optional):</strong> Auch wenn ein DRM mittlerweile antiquiert erscheint, hat gerade die Film- und Fernsehindustrie noch Vorbehalte ihre Inhalte ohne DRM anzubieten, deshalb kann eine entsprechende Integration durchaus Sinn machen.</li>
<li><strong>Social Graph (optional):</strong> Eine Verknüpfung der Box mit Social Networks bzw. ein separater Login auf der Box eröffnen eine Vielzahl von Personalisierungsmöglichkeiten, von Favoriten über Empfehlungen bis hin zum persönlichen Programm.</li>
</ol>
<h3>Verhärtete Fronten</h3>
<p>Es ist abzusehen, dass sich der momentan <a href="http://mossblog.allthingsd.com/20090410/the-smartphone-wars/">tobende Plattformkrieg bei den Smartphones</a> auf die Internetboxen ausweiten wird. Erste <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cFHfGuI3VTk">Android Set-Top-Boxen</a> sind bereits in der Mache und die <a href="http://www.cultofmac.com/apple-source-adobes-flash-is-too-buggy-for-the-ipad/28540">Differenzen von Adobe und Apple über Flash</a> könnten auf diesen Geräten noch einmal eine ganz neue Dimension bekommen. Zudem wird nun auch Samsung auf der Party erwartet, denn der <a href="http://www.samsung.com/us/news/newsRead.do?news_seq=16458&#038;page=1">angekündigte Appstore für Fernseher und Blu-Ray Player</a> wird auf lange Sicht  sicherlich mit <a href="http://www.connectedinternet.co.uk/2009/11/13/samsung-joins-smartphone-platform-war-unveils-bada/">einem Handy-Appstore verschmelzen</a>.</p>
<p>Neben der Diskussion um die richtige Softwareplattform gibt es in letzter Zeit eine angeregte Diskussion <a href="http://techcrunch.com/2009/07/06/html-5-ogg-theora-vs-h264-in-the-battle-for-a-web-video-standard/">über den richtigen Videocodec</a>. Gerade erst hat das <a href="http://www.webmonkey.com/blog/Royalty_Deadline_for_HDOT264_Extended__But_It_s_Still_Bad_for_the_Web">MPEG LA die Gebühren für H.264 AVC</a> bis Ende 2016 weiter ausgesetzt, doch die Sorge bleibt, dass es sich hierbei um einen &#8220;<a href="http://newteevee.com/2008/04/29/velocix-takes-drug-dealer-approach/">Drugsdealer Approach</a>&#8221; handelt. Erst den Codec umsonst hergeben, so dass er sich möglichst weit verbreitet um dann im zweiten Schritt horrende Preise dafür zu verlangen.</p>
<p>Leider gibt es im Moment kaum Alternativen zu H.264, denn <a href="http://www.theora.org/">Ogg Theora</a> ist lange nicht so effektiv in der Kompression. Eine Alternative wäre auf den ersten Blick <a href="http://www.on2.com/index.php?599">On2s VP8</a>. Nachdem <a href="http://newteevee.com/2010/02/18/on2-shareholders-finally-agree-to-google-deal-now-what/">Google On2 endgültig gekauft hat</a>, könnten sie wie von der <a href="http://www.fsf.org/blogs/community/google-free-on2-vp8-for-youtube">Free Software Foundation gefordert</a> den Codec als Open Source veröffentlichen. Allerdings stellt dieser Codec im Moment gerade für die Internet-TV-Boxen und Fernseher keine Alternative dar. Fast alle Boxen haben eine eingebaute H.264 Hardwarebeschleuningung, die selbst HD in 1080p ruckelfreie abspielt. Fehlt die Hardwarebeschleuningung wie bei VP8 ist nicht mal mehr ein SD Stream ruckel frei zu sehen.</p>
<h3>Konkurrierende Plattformen</h3>
<h4>Adobe Flash</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ4CB7AF47.jpg" alt="ZZ4CB7AF47" title="ZZ4CB7AF47" width="250" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1175" />Adobe Flash ist mit über <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8287239.stm">75% der ausgelieferten Videos</a>, die dominante Videoplattform im Internet. Mit einer <a href="http://www.adobe.com/products/player_census/flashplayer/version_penetration.html">Plugin-Penetration von >98%</a> kann Adobe auf allen Betriebssystemen und in allen Browsern Videos abspielen.</p>
<p>Woran es bisher gehapert hat war der Flashsupport auf Mobiltelefonen und vor allem auf den CE Geräten. Für diese Geräte hatte Adobe <a href="http://www.adobe.com/products/flashlite/">Flash Lite</a> vorgesehen, allerdings konnte Flash Lite nie an den Erfolg des Browserplugins anknüpfen.</p>
<p>Mit <a href="http://labs.adobe.com/technologies/flashplayer10/">Flash 10.1</a> soll das nun besser werden. Flash 10.1 bietet eine Runtime für alle Geräte und Hardwareplattformen, doch damit nicht genug. Adobe kooperiert mit Intel so dass <a href="http://www.geek.com/articles/chips/intel-atom-ce4100-bringing-flash-3d-and-widgets-to-tv-20090925/">Flash 10.1 nativ auf Intels CE Atom Chips</a> läuft, was den Intel-Chip wiederum mit der ebenfalls integrierten HD Videobeschleunigung zu einem idealen Herzstück für Internet-Link Boxen und Fernseher macht. Zudem Versucht Adobe mit dem <a href="http://www.openscreenproject.org/">Open Screen Project</a> Device übergreifende Applikationen und Funktionen zu forcieren.</p>
<p>Schafft es Adobe Flash 10.1 endlich zur Marktreife zu bringen öffnen sich die Schleusentore auf dem Fernseher. Flash, Adobe AIR und Videoapplikationen laufen mit geringen Interface Anpassungen plötzlich auf dem TV. <small>Genau diese Schleusentore möchte <a href="http://www.cultofmac.com/adobe-theres-no-flash-on-ipad-because-apple-is-protecting-content-revenue/28564">Apple natürlich nicht für das iPhone und das iPad öffnen</a> verdient man doch so gut am Appstore. Deshalb wird Apple wohl weiterhin der einzige Smartphonehersteller ohne Flash Support bleiben.</small></p>
<h4>Apples iPhone OS X</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ6992CED0.jpg" alt="ZZ6992CED0" title="ZZ6992CED0" width="250" height="177" class="alignleft size-full wp-image-1178" /></p>
<p>Das <a href="http://www.apple.com/ipad/">iPad</a> hat gezeigt, dass Apple größere Ambitionen mit dem <a href="http://www.apple.com/iphone/softwareupdate/">iPhone OS</a> hat als nur Handys damit zu bestücken. Auf dem <a href="http://www.apple.com/appletv/">AppleTV</a> läuft es zwar noch nicht aber ich gehe stark davon aus, dass dies nicht mehr lange so sein wird. Momentan handelt es sich beim AppleTV um ein geschlossenes System, für das der User lediglich Inhalte kaufen oder über iTunes einspielen kann.</p>
<p>Da sich alle anderen Angebote zunehmend für Applikationen und Drittanbieter öffnen, fällt das <a href="http://arstechnica.com/apple/news/2010/02/three-years-later-apple-tv-remains-a-hobby.ars">notorisch unerfolgreiche AppleTV</a> noch weiter hinter der Konkurrenz zurück. Dem könnte Apple entgegen wirken indem sie das iPhone OS auf AppleTV portieren und so dem User Zugang zu hunderttausenden Applikationen geben. Gleichzeitig profitieren tausende von Entwicklern von einem weiteren Ausgabegerät. Apple müsste nicht mehr verschiedene Codebasen warten und weiterentwickeln und könnte sich zudem ähnlich wie Adobe mit Flash Gedanken machen, wie sie den Device-Shift am besten lösen – ein Problem, das immer akuter wird.</p>
<h4>Android</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ5F2A9D87.jpg" alt="ZZ5F2A9D87" title="ZZ5F2A9D87" width="250" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1186" /></p>
<p>Was bei Apple noch pure Spekulation ist, ist bei Android bereits Realität. Es existieren <a href="http://www.youtube.com/watch?v=cFHfGuI3VTk">erste</a> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vniBJfzdU5A">Set-Top-Boxen</a>, die auf Googles Handy Betriebssystem zurückgreifen. Auch hier erschließt sich den User neben dem Videokonsum gleich noch ein ganzes Universum an weiteren Applikationen, die plötzlich über den Fernseher genutzt werden können.</p>
<p>Android hat seine stärken sicherlich im Google Support und im SDK und erlaubt es so schnell und relativ einfach Boxen auf den Markt zu bringen.</p>
<h4>DivX TV</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ41910970.jpg" alt="ZZ41910970" title="ZZ41910970" width="250" class="alignleft size-full wp-image-1174" /></p>
<p>Als Codec ist DivX heutzutage in fast allen CE-Geräten präsent, so dass DivX Videos auch auf dem Heimischen DVD-Player oder Festplattenrecorder abgespielt werden können. Nachdem das Experiment mit dem Videohosting über <a href="http://www.divx.com/stage6/">Stage6</a>gescheitert ist, will sich DivX nun als Plattform positionieren, die nicht nur den Codec bietet sondern auch gleich <a href="http://www.divx.com/en/electronics/divx-tv/oems">Logik, Billing, Inhalte und Applikationen mitbringt</a>. Während dieser Ansatz sicherlich für die großen CE-Hersteller nicht in Frage kommt könnte das rundum sorglos Paket bei kleineren Anbietern durchaus auf Gegenliebe stoßen.</p>
<h4>XBMC</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/02/ZZ36F7AB10.jpg" alt="ZZ36F7AB10" title="ZZ36F7AB10" width="250" height="134" class="alignleft size-full wp-image-1176" /></p>
<p>Die aus dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/XBMC">XBox Media Center Projekt</a> hervorgegangene Software <a href="http://xbmc.org/">XBMC</a> ist mittlerweile die Grundlage für verschiedene Media Center Lösungen von <a href="http://www.boxee.tv/">Boxee</a> über <a href="http://www.plexapp.com/">Plex</a> bis hin zu <a href="http://www.voddler.com/">Voddler</a>. Dass man auch Boxen mit der Software ausliefern kann, zeigt die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee-Box</a>.</p>
<p>Je nach Derivat der Software sind noch zusätzliche Schichten eingezogen, wie z.B. das Payment und der Social Graph bei Boxee. Diese Schichten sollen den User an den jeweiligen Anbieter binden.</p>
<p>Anders als bei den bisher vorgestellten Plattformen steht hinter XMBC die Open Source Community, ohne dass direkt Konzerninteressen verfolgt werden, wie dies z.B. bei Android der Fall ist. Somit ist auch nicht zu befürchten, dass die Applikationen und Schnittstellen in Zukunft beschnitten oder durch Approval-Prozesse beschränkt werden.</p>
<h4>Browser und CE-HTML</h4>
<p>Mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/CE-HTML">CE-HTML</a> gibt es einen HTML Standard mit dessen Hilfe Applikations- und Webseitenentwickler ihre Produkte für den Fernseher optimieren können. Auf der Geräte Seite muss dafür lediglich ein entsprechender Browser integriert werden, der die Webseiten korrekt darstellt. Mit der breiten Adaption dieses Standards ließe sich eine Abkopplung der Applikationen auf dem Fernseher von den Applikationen im Netz vermeiden.</p>
<p>Der Nutzer erhielte über den entsprechenden Browser einfach Zugriff auf das &#8220;normale&#8221; Internet und die jeweiligen Anbieter dort können entscheiden ob sie ihre Seiten für diese Nutzer mit CE-HTML optimieren möchten oder nicht. In meinen Augen ist dies eine der charmantesten Lösungen, allerdings gibt sie natürlich den Hardwareherstellern auch die geringste Kontrolle über das was über ihre Boxen passiert. Aber neben der Schaffung eines künstlichen Walled-Gardens kann ein Hersteller jedoch auch über andere Funktionen einen Login erzeugen. So könnte er z.B. eine ausgefeilte Startseite bereitstellen, die dem User direkt gute Inhalte aus dem Netz vorschlägt oder ähnliche Services anbieten, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten (Mehr zu den Services im nächsten Post).</p>
<h4>Proprietäre Systeme</h4>
<p>Inspiriert von Apples Appstore Erfolg haben sich verschiedenste Anbieter aufgemacht und für ihre Plattformen ebenfalls SDKs herausgebracht. Roku hat sein ehemals geschlossenes System geöffnet und ermutigt nun <a href="http://www.roku.com/developer">Entwickler Applikationen für die Box zu schreiben</a>. Ähnlich ist Vudu verfahren auch dort können Entwickler <a href="http://www.vudu.com/vuduapps.html">Applikationen für die Plattform bereitstellen</a>. Beide Anbieter leiden leider etwas unter ihrer mangelnden Reichweite, denn warum sollte ein Entwickler eine Vudu App schreiben, wenn er statt dessen eine Android, iPhone oder Flash-Applikation entwickeln kann? Natürlich wird es einige Flagship Applikationen für diese Systeme geben, allerdings wird wohl die breite Masse an Entwicklern ausbleiben.</p>
<p>Interessant könnte es rund um <a href="http://www.samsung.com/us/news/newsRead.do?news_seq=16458&#038;page=1">Samsungs Appstore</a> werden, denn über diesen erhalten Entwickler Zugang auf Millionen verkaufter Fernseher und Blu-Ray-Player. Erweitert Samsung das Konzept noch um einen gleich gestrickten Handy Appstore hätte der Hersteller ein sehr interessantes Ökosystem. Ein anderer spannender Aspekt wird zudem an Samsungs Initiative zu beobachten sein. Wenn Samsung mit seinen Appstore Fernsehern in den Markt kommt wird es interessant welchen Appstore die Konsumenten nutzen, wenn sie die Wahl zwischen einem Appstore, der direkt in den Fernseher integriert ist, und einem, der in einer Box oder einem anderen Zusatzgerät steckt, haben.</p>
<h3>Wer gewinnt?</h3>
<p>Anders als bei der Hardware ist das Bild bei der Software nicht so einfach zu deuten. Es wird spannend in welche Waagschale Google seine Ressourcen werfen wird, zwar sind sie immer für ein offenes Internet (Browser&#038;CE-HTML) aber wenn es um die Wahl zwischen dem offenen Internet und Android geht bin ich mir da nicht mehr so sicher. Apples Impact hängt stark davon ab, wie sie mit AppleTV weiter vorgehen. In seiner momentanen Inkarnation wird es keine Rolle spielen, aber das muss nicht so bleiben, sollten sie das iPhone OS auf die Box portieren.</p>
<p>Flash wird definitiv einen großen Einfluss auf die Geräte haben, zum einen bietet es Zugriff auf Millionen Inhalte und Applikationen zum anderen ist die Software für die Box einfach handelbar. Der Erfolg von XBMC wird sehr stark davon abhängen, wie gut es den Startups (Boxee etc.) geht, die auf diese Software setzen. Auf sich alleine gestellt wird XBMC ein Nischenphänomen bleiben. Bei den proprietären Systemen wird definitiv das offenste gewinnen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/gugel/gugel-kolumne-welches-betriebssystem-treibt-die-fernseher-von-morgen-an/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong>
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</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Missing Link: Internet auf dem Fernseher?</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2010/missing-link-internet-auf-dem-fernseher.html</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 11:51:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Technologien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die CES in Las Vegas, hatte neben Tablet-Computern und 3D Fernsehern ein großes Thema: Die Verbindung zwischen TV Geräten und dem Internet. Die Ankündigungen von Samsung über DivX TV und die Boxee Box waren vielfältig und zeigen in der Summe den Weg auf, den die Branche nehmen wird. Schließlich wird es für die Gerätehersteller immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.cesweb.org/">CES in Las Vegas</a>, hatte neben Tablet-Computern und 3D Fernsehern ein großes Thema: Die Verbindung zwischen <a href="http://lastgadgetstanding.com/">TV Geräten und dem Internet</a>. Die Ankündigungen von <a href="http://www.techradar.com/news/internet/samsung-launches-connected-tv-app-store-661891">Samsung</a> über <a href="http://www.divx.com/en/electronics/divx-tv">DivX TV</a> und die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee Box</a> waren vielfältig und zeigen in der Summe den Weg auf, den die Branche nehmen wird. Schließlich wird es für die Gerätehersteller immer schwieriger sich ohne Zusatzfeatures zu differenzieren und für Content Anbieter wird es immer wichtiger auf weiteren Geräten neben dem PC vertreten zu sein.</p>
<p>Der Trend sich über Medien zu differenzieren, zeigt sich nicht nur bei den Fernsehern sondern fängt bei <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/festplatten-nas/multimedia-tv-festplatten/empfehlungen.html">externen Festplatten</a> an und hört bei Blu-Ray Playern noch längst nicht auf. Angetrieben werden diese Geräteklassen von zunehmend leistungsfähigen Chips, wie dem <a href="http://www.nvidia.com/object/tegra_250.html">NVidia Tegra 2</a> oder <a href="http://www.geek.com/articles/chips/intel-atom-ce4100-bringing-flash-3d-and-widgets-to-tv-20090925/">Intels Atoms</a>, die bereits auf <a href="http://www.broadcom.com/press/release.php?id=s387266">Chipebene wichtige Codecs für den Videokonsum</a> unterstützen und so für ein flüssiges Videoerlebnis sorgen.</p>
<p>Doch damit der TV Screen im Wohnzimmer auch wirklich für andere Dinge als das klassische Fernsehen genutzt werden kann, bedarf es mehr als eines leistungsfähiger Chips. Man kann die Komponenten grob in drei Kategorien gliedern, die das Videoerlebnis komplettieren.
<ol>
<li>Hardware, die den Zugang zum Internet bereitstellt. </li>
<li>Software, die die Inhalte aufbereitet und zugänglich macht. </li>
<li>Services, die Inhalte für die neuen Hardware und Softwareplattformen bereitstellen.</li>
</ol>
<p>Alle drei Felder stellen eine Erweiterung des bisherigen Internet Video Marktes dar, der es bisher kaum über den PC hinaus geschafft hat. In 2010 werden aber zunehmend alternative Abspielgeräte an Bedeutung gewinnen, so dass es sich anbietet die oben genannten Felder in einer Artikelserie näher zu betrachten. Deshalb hier eine Vorstellung der verschiedenen Hardware Player.</p>
<h3>Hardware: Geräteklassen</h3>
<h4>Internet enabled TV Sets</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ0F1B55B4.jpg" alt="ZZ0F1B55B4" title="ZZ0F1B55B4" width="550" height="103" class="alignnone size-full wp-image-1141" /></p>
<p>Die einfachste Möglichkeit das Internet auf den Fernseher zu bringen ist, die direkte Integration in den Fernseher. Alle großen Hersteller bieten mittlerweile entsprechende Modelle an. Besonders erwähnenswert sind hier die neueren Geräte, wie z.B. <a href="http://vizio.com/vf552xvt.html">Vizios Internet Apps</a>, denn diese benötigen keine Kabelverbindung mehr sondern klinken sich per Wlan direkt ins Heimnetz, somit dürften die 2 1/2 Wände zwischen Internetanschluss und Fernseher zunehmend kein Problem mehr darstellen.</p>
<h4>Spielekonsolen</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ686A4466.jpg" alt="ZZ686A4466" title="ZZ686A4466" width="550" height="147" class="alignnone size-full wp-image-1146" /></p>
<p>Im Moment dominieren, jedoch Spielekonsolen den Zugang zum Web im Wohnzimmer. Mit <a href="http://vgchartz.com/">134,7 Millionen verkauften internetfähigen Konsolen</a>, (Wii, XBox 360 und PS3), eröffnen sich hier Möglichkeiten, die oft noch unterschätzt werden. Gerade zu einer Zeit in der sich die Konsolen zunehmend öffnen und Fremdanbieter mit Services zulassen, sollte jeder Inhalteanbieter einen Strategie haben, wie er mit diesen Geräten umgeht.</p>
<p>In Deutschland gibt es im Moment knapp 6 Millionen Konsolen, die leider noch nicht von Drittanbietern bedient werden. Lediglich Sony konnte mit VidZone das Potential kurz anreißen, indem sie <a href="http://www.ps3attitude.com/new/2009/08/vidzone-top-100-million/">100 Millionen Musik-Videoabrufe innerhalb der ersten 8 Wochen</a> erzielten. Es bleibt abzuwarten, wer dieses Potential als erstes voll ausschöpft. <a href="http://skyplayer.sky.com/watch/xbox360/">Sky</a> und die <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8357777.stm">BBC</a> sind in England bereits auf vielen Konsolen vertreten, vielleicht schwappt davon etwas über den Kanal.</p>
<h4>Mediacenter-Boxen</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ5B652687.jpg" alt="ZZ5B652687" title="ZZ5B652687" width="554" height="80" class="alignnone size-full wp-image-1140" /></p>
<p>Die <a href="http://www.boxee.tv/box">Boxee Box von D-Link</a> hat in Las Vegas für einiges Aufsehen gesorgt, mit Flash 10.1, H.264, WiFi und allen Verbindungen, die man sich nur wünschen kann, ist sie für $200 sicherlich ein attraktives Angebot. Die Boxee Box ist damit das Paradebeispiel einer Gerätekategorie, die drei Dinge tut: 1) Internet und Videoservices auf den Fernseher bringen 2) Externe Festplatten und Speichermedien mit dem Fernseher verbinden und 3) den PC mit dem Fernseher koppeln.</p>
<p>Dabei waren Boxee und D-Link trotz all des Rummels bei weitem nicht die ersten, die dies ermöglichen. Für $79 bekommt man seit 2008 eine <a href="http://www.roku.com/">Roku Box</a>, mit ähnlichem Umfang und Diensten und für etwas mehr die <a href="http://www.vudu.com/">Vudu Box</a>, die ebenfalls Filme, Serien und weitere Applikationen aus dem Internet auf den Fernseher streamt. Und natürlich gehört auch das chronisch vernachlässigte <a href="http://www.apple.com/appletv/">AppleTV</a> in diese Kategorie.</p>
<p>Alle vier Boxen kommen mit einem aufpolierten Interface und einem ausgefeilten Hardwaredesign, und versuchen es so in den Heimvideo-Stack zu schaffen. Zusätzlich zur Box bieten Vudu und Apple auch gleich noch den passenden Content an, den man sich leihen oder kaufen kann. Roku und Boxee hingegen beschränken sich auf die technische Plattform und überlassen das bereitstellen des Contents anderen wie zum Beispiel <a href="http://www.netflix.com/">Netflix</a> oder der <a href="http://mlb.mlb.com/index.jsp">MLB</a>.</p>
<h4>Mediacenter PCs</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ5142518E.jpg" alt="ZZ5142518E" title="ZZ5142518E" width="550" height="126" class="alignnone size-full wp-image-1148" /></p>
<p>Seit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Front_Row_(software)">Front Row</a> und <a href="http://www.microsoft.com/windows/windows-media-center/get-started/default.aspx">Windows Media Center Edition</a> stellt sich immer öfter auch die Frage, ob man nicht besser gleich einen ganzen PC ins Wohnzimmer stellt. Der Mac Mini hat mittlerweile in der <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/pc-systeme/mini-pcs/liste.html">PC Welt viele Cousins</a> bekommen und so erhält der User für einen kleinen Aufpreis gegenüber den Boxen gleich einen kompletten PC mit Fernbedienung und ohne Lüfter. Diese PCs sind zum Teil bereits darauf ausgelegt auf der Rückseite eines Flachbildschirms oder LCD Fernsehers montiert zu werden.</p>
<h4>Externe Festplatten und Router</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ29B77867.jpg" alt="ZZ29B77867" title="ZZ29B77867" width="550" height="143" class="alignnone size-full wp-image-1145" /></p>
<p>Nähern sich die PC Hersteller dem Markt von oben, tun es die <a href="http://www.avm.de/de/Produkte/FRITZ_Media/FRITZ_Media_8040/index.php">Router</a>- und <a href="http://www.cyberport.de/pc-hardware/festplatten-nas/multimedia-tv-festplatten/empfehlungen.html">Festplattenhersteller</a> von unten. Sie versuchen ihre Produkte durch die Möglichkeit zur Medienwiedergabe aufzuwerten und so entstehen Router mit Medienservern und Festplatten mit Videoplayern und eingebauten Mediatheken, die jeweils direkt an den Fernseher angeschlossen werden können. Entsprechende Lösungen gibt es mittlerweile von von AVM, Netgear, Wester Digital, LaCie und weiteren. Im Gegensatz zu den Mediacenter-Boxen fehlt den Herstellern aber oftmals noch das Gespür für ein gutes Interface und ein gelungenes Hardwaredesign. Des Weiteren sind die Geräte noch nicht primär für die neue Nutzungsszenarien ausgelegt, was man ihnen zum Teil deutlich anmerkt.</p>
<h4>Blu-Ray Player, Reciever und DVRs</h4>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2010/01/ZZ6B4247FD.jpg" alt="ZZ6B4247FD" title="ZZ6B4247FD" width="550" height="51" class="alignnone size-full wp-image-1149" /></p>
<p>Zu guter Letzt sind natürlich auch die Hersteller von Digitalen Videorecordern (DVR), Recievern und Blu-Ray Playern nicht untätig. Sie alle versuchen ebenfalls das Internet und Zusatzservices in ihre Geräte zu integrieren. <a href="http://www.videoweb.de/">Videoweb</a> hat eine entsprechende Sat-Reciever Lösung für Deutschland im Angebot. Auch die DVRs und Blu-Ray Player bieten zunehmend die Möglichkeit auf das Internet zuzugreifen. Es liegt ja auch nahe, wenn Sony, Samsung, Philipps, Panasonic und LG ihre Internet-TV Lösungen auch in andere Geräte integrieren und sich nicht künstlich auf die integrierten TV-Lösungen beschränken. Im Gegensatz zu fast allen anderen Geräten in dieser Liste haben Reciever, DVRs und Blu-Ray Player sich bereits einen festen Platz im Heimvideo-Stack erkämpft. Ihre Daseinsberechtigung müssen sie dem Konsumenten also nicht erst aufwendig erklären.</p>
<h3>Die Schlacht ums Wohnzimmer</h3>
<p>Wie man an der Bandbreite der Geräte erkennen kann, bringen sich gerade viele Hardwarehersteller in Stellung für den Kampf ums Wohnzimmer. Nicht zuletzt geht es hierbei um einen bedeutenden Markt, bei dem es nicht allein um die Hardware geht sondern auch um die Kontrolle von Zugangspunkten, für die  damit einhergehenden Software und Services.</p>
<p>Will man den Kampf ums Wohnzimmer gewinnen, geht es vor allem darum akute Probleme der Konsumenten, wie die wachsende Komplexität, zu lösen. Ein weiteres allgegenwärtiges Problem ist die Heimverkabelung. In der Regel sind zwischen dem Internetanschluss und dem Fernseher im Wohnzimmer mehrere Meter und mehrere Wände, so dass es nicht ganz einfach ist, die Verkabelung sicherzustellen.</p>
<p>In diesem Umfeld kann es nur wenige Gewinner geben, denn moderne Fernseher haben zwar mehrere HDMI Eingänge aber in den seltensten Fällen sind es mehr als drei, was die Anzahl an Geräten stark einschränkt, die im Wohnzimmer neben dem Fernseher Platz finden werden.</p>
<h3>Wer gewinnt?</h3>
<p>Betrachtet man die verschiedenen Geräteklassen und die Rahmenbedingungen haben die Spielekonsolen im Moment einen deutlichen Vorteil, der sie kurzfristig zum wichtigsten Enabler des Internets auf dem Fernseher macht. Ich gehe jedoch davon aus, dass sich die Konsolenhersteller mittelfristig selbst im Weg stehen werden, indem sie ihre Plattformen nicht schnell und weit genug öffnen um Drittanbietern einfachen und umfangreichen Zugang zu bieten und eine Win-Win Situation zu schaffen.</p>
<p>Mittelfristig werden somit die offenen Mediacenter Boxen (Roku, Boxee), den Konsolen den Rang ablaufen. Der Konsument profitiert sowohl von der offenen Architektur als auch dem wachsenden Ökosystem um diese Geräte. Zudem sorgt der geringe Preis dieser Boxen für ein low-risk Investment auf Seiten der Konsumenten.</p>
<p>Auf lange Sicht werden die TV- und Router-Hersteller jedoch den Markt dominieren. Beide Anbietergruppen haben momentan noch mit langsamer Hardware, walled-gardens und fehlenden Standards zu kämpfen. Doch das sind alles Punkte, die sich in den nächsten Jahren lösen lassen, so dass in Zukunft nur noch die absolut notwendigen Geräte im Wohnzimmer stehen werden und das ist zum einen der Fernseher selbst und zum anderen der Router, der das Internet überhaupt erst verfügbar macht. Jeder Haushalt wird sich je nach Bedarf und Geldbeutel für einen der beiden Zugangspunkte entscheiden. Die anderen Geräte zwischen Router und Fernseher werden verschwinden, sobald entsprechende Services auf den Routern/Fernsehern sie obsolet machen.</p>
<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/gugel/gugel-kolumne-der-missing-link-internet-auf-dem-fernseher/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong>
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		<title>HD Videos im Internet</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2009/hd-videos-im-internet.html</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Oct 2009 20:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Technologien]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin. HD ist nicht gleich HD. Diese Aussage wird in nächster Zeit immer öfter zu hören sein, denn spätestens seit jeder Internetvideo-Dienst über einen HD-Button verfügt müssen sich die etablierten HD-Anbieter abgrenzen. Fernsehsender, Kabelnetzbetreiber, Satellitenanbieter und Blu-Ray/HD DVD-Player-Hersteller müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/gugel/gugel-kolumne-hd-videos-im-internet/">Dieser Beitrag erscheint im Rahmen der monatlichen Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo Projekts der HTW Berlin</a>.</strong></p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/hd_inhalte1.jpg" alt="hd_inhalte" title="hd_inhalte" width="89" height="42" class="alignleft size-full wp-image-941" />HD ist nicht gleich HD. Diese Aussage wird in nächster Zeit immer öfter zu hören sein, denn spätestens seit jeder Internetvideo-Dienst über einen HD-Button verfügt müssen sich die etablierten HD-Anbieter abgrenzen. Fernsehsender, Kabelnetzbetreiber, Satellitenanbieter und Blu-Ray/HD DVD-Player-Hersteller müssen plötzlich erklären warum ihr HD besser ist als &#8220;Internet-HD&#8221;, denn zuerst wird HD über die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/High-definition_television">angezeigten Bildpunkte definiert</a>, die sich nicht unterscheidet.</p>
<blockquote><p>High-definition television (or HDTV) is a digital television broadcasting system with higher resolution than traditional television systems</p></blockquote>
<p>Natürlich ist die Auflösung des Bildes nur die halbe Wahrheit, denn am Ende ist ein bis zur Unkenntlichkeit komprimiertes HD-Bild auch kein Spass. Nichts desto trotz wird dies eine sehr interessante Diskussion werden, vor allem in einem Land, wie Deutschland in dem der &#8220;normale&#8221; Zuschauer noch gar nicht weiß, wie HD eigentlich aussieht, da sich die FreeTV-Sender bisher lediglich auf vereinzelte Tests eingelassen haben. Wer aus dieser schwierigen Diskussion am Ende als Sieger hervorgehen wird, ist nicht abzusehen.</p>
<p>Natürlich können HD-Videos im Internet (noch) nicht mit den momentan für HD eingesetzten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bitrate">Bitraten</a> konkurrieren. Die Bitraten für HD liegen in der Regel zwischen 10 (<a href="http://www.digitalbitrate.com/dbr.php?link=1&#038;sat=1&#038;mux=&#038;pid=&#038;live=&#038;note=0&#038;lang=en">Satellit</a>) und 40 (<a href="http://blogs.zdnet.com/Ou/?p=959">Blu-Ray</a>) Mbps. Dem stehen im Internet typischerweise Bitraten zwischen <a href="http://www.youtube.com">1,5</a> und <a href="http://www.apple.com/">4</a> Mbps gegenüber.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheint die Angelegenheit damit klar, doch nicht immer bedeutet eine höhere Bitrate auch eine bessere Qualität. Zum einen werden oftmals Codecs von unterschiedlicher Qualität (MPEG-2 vs. H.264) verwendete, zum anderen gibt es auch bei gleichen Codecs durchaus viel Potential, das durch die richtigen Encoder Einstellungen gehoben werden kann und schließlich ist auch ein 40 Mbps HD Video im Vergleich zur Original (ca. 3000 Mbps) im Verhältnis 1:75 komprimiert.</p>
<p><a href="http://www.progettosinergia.com/flashvideo/comparison.htm"><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2009/10/h264_encoding_comparisson.jpg" alt="h264_encoding_comparisson" title="h264_encoding_comparisson" width="550" height="109" class="alignnone size-full wp-image-948" /></a> </p>
<p>Dass man bei einem Viertel der Bandbreite (<a href="http://www.progettosinergia.com/flashvideo/comparison.htm">500 Kbps vs. 2 Mbps</a>) trotzdem eine bessere Bildqualität erzielen kann, wenn man das Video richtig encodiert zeigt <a href="http://www.progettosinergia.com/flashvideo/flashvideoblog.htm">Fabio Sonnati</a> sehr eindrucksvoll in <a href="http://www.progettosinergia.com/flashvideo/comparison.htm">obigem Beispiel</a>. Überhaupt loht es sich sein Blog zu besuchen, wenn man verstehen will wie man Codecs ans Limit führt &#8211; eine schöne Einführung liefert auch sein Vortrag auf der <a href="http://tv.adobe.com/watch/max-2009-develop/encoding-best-practices-for-h264-video-using-flash/">MAX Conference</a>.</p>
<p>Ausgehend vom Spannungsfeld bessere Codecs und Encodierung vs. höhere Datenraten gibt es drei Gründe, die stark dafür sprechen, dass HD-Videos im Internet funktionieren werden:</p>
<ol>
<li><strong>Die Codecs werden besser.</strong><br /> Die Möglichkeiten von H.264 bei der Kompression sind noch bei weitem nicht ausgeschöpft und darüber hinaus gibt es bereits <a href="http://www.on2.com/index.php?599">Bemühungen</a> den <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/H.265">nächsten Schritt zu machen</a>. Wir werden also zunehmend besser encodierte Videos mit geringeren Bitraten sehen.</li>
<li><strong>Die Bandbreiten werden höher.</strong><br /> In Deutschland haben <a href="http://www.akamai.com/stateoftheinternet/">laut Akamai</a> 15% der End-User Breitbandverbindungen mit mehr als 5 Mbps und 78% der User haben über 2 Mbps zur Verfügung. Dies sind Bandbreiten, die durchaus HD-Streams ermöglichen. Damit nicht genug, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetdienstanbieter">ISPs</a> versuchen sich (immer noch) über Geschwindigkeit zu differenzieren, doch Breitbandverbindungen von <a href="http://www.kabeldeutschland.de/internet-telefon/internet-und-telefon-angebote.html">32</a>-<a href="http://www.netcologne.de/privatkunden/privatkunden/glasfaser-dsl/glasfaser-dsl/glasfaser-dsl.html">100</a> Mbps wird der durchschnittliche Internetuser nur für HD-Video benötigen. Es liegt also im Ureigenen Interesse der Anbieter hier eine Nachfrage zu schaffen.</li>
<li><strong>Die Fehlertoleranz wird größer.</strong><br /> <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2009/tv-serien-im-netz-herausforderung-und-chance.html">Adaptive Streaming</a> löst die größten Probleme bei der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quality_of_Service">Quality of Service</a>, denn mit adaptive Streaming bricht der Stream nicht ab, wenn der Mitbewohner plötzlich anfängt massiv Dateien herunterzuladen. Der Server reagiert intelligent auf sich verändernde Bandbreiten und liefert einen alternativen Streams mit geringerer oder größerer Bandbreite. Damit erreicht man zwar nicht immer Broadcast HD-Qualität, doch die Qualität reicht bei weitem aus um dem User einen guten und bequemen Bewegtbildkonsum zu ermöglichen und oftmals ist <a href="http://www.wired.com/gadgets/miscellaneous/magazine/17-09/ff_goodenough">Good enough</a> eben genau das: gut genug. YouTube hat schließlich mit der Optimierung der <a href="http://youtube-global.blogspot.com/2009/10/y000000000utube.html">Time to first Bit</a> enorme Erfolge erzielt.</li>
</ol>
<p>Schließlich bleibt die Frage ob HD in einer 40 Mbps Ausprägung wirklich notwendig ist oder ob das Netz &#8211; ähnlich wie bei MP3 &#8211;  Qualität der einfacheren Handhabe der Datenmenge opfert:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.wired.com/gadgets/miscellaneous/magazine/17-09/ff_goodenough?currentPage=2">MP3s entered at the bottom of the market, were ignored, and then turned the music business upside down. [...] better-sounding options have hardly gained any ground on the lo-fi MP3. The big advance—the one that had all the impact—was the move to easier-to-manage bits. Compared with that, improved sound quality just doesn&#8217;t move the needle.</a></p></blockquote>
<p>All diese Puzzelteile werden meiner Ansicht nach dazu führen, dass wir in Zukunft immer mehr HD Inhalte over the top sehen werden und die User sich an die Internet HD-Qualität als Referenz gewöhnen werden.</p>
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</p>]]></content:encoded>
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