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	<title>Digitaler Film &#187; Digitales Fernsehen</title>
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	<description>Film und Fernsehen im digitalen Rauschen.</description>
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		<title>Online Video Logistik: thePlatform</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[TV- und Online Videos zu managen ist eine komplexe logistische Aufgabe. Verschiedene Rechte je Gerät, unterschiedlichste Verwertungsfenster, Partner und Business Modelle müssen in Einklang gebracht werden und für 100.000de Assets verwaltet werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/theplatform_logo.jpg" alt="" title="theplatform_logo" width="250" height="60" class="alignleft size-full wp-image-2628" />
<p>TV- und Online Videos zu managen ist eine komplexe logistische Aufgabe. Verschiedene Rechte je Gerät, unterschiedlichste Verwertungsfenster, Partner und Business Modelle müssen in Einklang gebracht werden und für 100.000de Assets verwaltet werden. Mit all diesen Herausforderungen kämpft <a href="http://theplatform.com/">thePlatform</a> bereits seit 11 Jahren. Die in Seattle, Washington ansässige Firma wurde 2006 von Comcast übernommen, wird jedoch weiterhin von <a href="https://twitter.com/#!/iblaine">Ian Blaine</a>, dem Mitgründer und CEO, als unabhängige Einheit geführt.</p>
<p>Ich hatte die Möglichkeit mit Ian Blaine über thePlatform, die die Herausforderungen der online TV-Distribution und die Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten zu sprechen.</p>
<h3>Distribution als Management komplexer Beziehungen</h3>
<p>Über die letzten Jahre hat sich das Managen von TV-Inhalten für die online Verbreitung gewandelt. Vom Steuern eines Playoutprozesses, dem Transcoding und eines Content Delivery Networks hin zum Managen komplexer Beziehungen von Inhalten, Zuschauern und Business Rules. In Echtzeit müssen je Inhalt, Partner, Gerät und Nutzer die passenden Vermarktungsmodelle, das richtige Format und die Authentifizierung verwaltet werden, so dass Inhalteanbieter die Kontrolle über ihr Geschäft behalten und Gleichzeitig das komplette Potential abschöpfen.
</p>
<p>
Um diesen Ansatz zu verwirklichen integriert und steuert das System von thePlatform viele weitere Technologien und Services und agiert sozusagen als Gehirn, das Entscheidungen trifft. Mit dieser Positionierung bedient thePlatform die großen Namen im US Fernsehen. Vier der fünf großen Kabelnetzbetreiber und Sender wie PBS, NBC, Universal und ESPN nutzen den Service um ihre Assets und deren Distribution zu verwalten. Interessanterweise wird laut Ian Blaine von den Sendern eine immer tiefere Integration des Systems in die Broadcast Abläufe angestrebt, so dass wir schon bald ganze Sender auf Basis eines Internet-Systems arbeiten sehen könnten und die klassische Rundfunkübertragung nur noch ein spezieller Ausspielkanal wäre.
</p>
<h3>Distribution: All IP</h3>
<p>
Schlussendlich sieht Blaine die exklusive TV-Verbreitung über IP als unausweichlich an, wobei er wert darauf legt, dass es noch einige Jahre dauern kann bis es soweit ist. Immerhin müsse das Netz und die Infrastruktur angepasst werden. Das halte jedoch niemanden davon ab schon heute IP dazu zu verwenden um das Broadcastsignal effektiver zu managen. Indem IP zur Steuerung der klassischen Verbreitung verwendet wird kann man deutlich mehr aus der Kabel- und Satelliten-Verbreitung herausholen. Auch sieht er vorerst keine Gefahr der Disruption von etablierten Geschäftsmodellen durch den Übergang zu IP. Durch TV Everywhere und die damit einhergehende Authentifizierung der Zuschauer behalten die PayTV-Operators die Fäden in der Hand auch wenn sich die Übertragung verändert.</p>
<h3>Neue Rolle der TV Stationen</h3>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/theplatform_xfinity_service.jpg" alt="" title="theplatform_xfinity_service" width="549" height="156" class="alignleft size-full wp-image-2627" /></p>
<p>
Trotzdem müssen die TV-Sender ihre Rolle überdenken. Nur die wenigsten können darauf vertrauen, dass die Zuschauer sich ihre Inhalte abholen. Die Herausforderung für die meisten TV-Sender ist es ihre Zuschauer dort zu erreichen wo sie sich aufhalten und die dafür notwendige Syndikation zu managen. Dies impliziert eine neue Rolle und ein neues Vorgehen im Netz für TV-Sender. Weg vom Mediatheken-Ansatz hin zu einem komplexen Geflecht an Distributionspartnern.</p>
<h3>Nutzerverhalten im thePlatform Netzwerk</h3>
<p>
Spielekonsolen und das iPad waren die beiden Gerätekategorien mit dem größten Einfluss auf die Bewegtbildnutzung über das Internet in den USA. Die Möglichkeit Videoinhalte am Fernseher zu sehen bedeutet deutlich längere Nutzungszeiten und ein höheres Involvement der Zuschauer. Auf der anderen Seite ist das iPad zwar noch nicht so stark in der Nutzung aber es hat enorm viel Aufmerksamkeit von den Sendern als auch von den Zuschauern erhalten, so dass es viele Veränderungen im online Videomarkt angestoßen hat.
</p>
<p>
Eine Veränderung ist, dass deutlich mehr Katalogtitel gesehen werden, da über bessere Interfaces der Zugriff einfacher wird und die Sichtbarkeit der Inhalte steigt. Das iPad sorgt so laut Blaine für mehr Abrufe von Longtail-Inhalten.</p>
<h3> Chancen im Markt</h3>
<p>Noch offene Probleme und Chancen sieht der thePlatform CEO vor allem in der Discovery, die momentan noch von zu starkem Silo-Denken geprägt sei. Hier fehle es an guten Suchansätzen und neuen Konzepten, wie man einfacher und besser auf Bewegtbildinhalte zugreifen könne. </p>
<p>
Als weiteres Feld sieht er die Business Modelle, die überarbeitet werden müssen. Mit TV Everywhere gäbe es zwar einen guten Ansatz aber man stehe hier erst am Anfang der Entwicklung und müsse noch mehr Forschen um zu funktionierenden Internet Geschäftsmodellen für TV-Sender zu kommen.
</p>
<h3>Expansion nach Europa </h3>
<p>
Als nächstes steht für thePlatform die weitere Europaexpansion an. Diese sieht man in Seattle durchaus realistisch. Europa bestehe aus verschiedenen Teilmärkten mit unterschiedlichen Bedürfnissen und zudem sei es wichtig das langfristige Commitment für den Europäischen Markt zu unterstreichen. Hierbei gelte es den Markt zu entwickeln und den Teilnehmern klar zu machen, dass thePlatform als verlässlicher langfristiger Partner zur Verfügung steht.</p>
<p>
Die Herausforderung für thePlatform ist also einerseits die Internationalisierung und andererseits die Weiterentwicklung des eigenen Produktes, denn wie Ian Blaine so schön sagt:</p>
<blockquote><p>Ultimately software makes everything a commodity. That&#8217;s what it does.</p></blockquote>
<p>Deshalb müssen Softwareunternehmen konstant neue Innovationen vorantreiben um nicht zur Commodity zu werden.
</p>
<h3>Ian Blaine im Interview</h3>
<p>Lest das komplette englische Interview, in dem Ian Blaine auch auf die Konkurrenz, den Vergleich von Europa und den USA und die Gefahr zur einem $0 Service zu werden spricht.</p>
<p><strong>thePlatform isn&#8217;t very well known in Germany could you do a quick intro of you and thePlatform?<br />
</strong>
<p>My name is Ian Blaine I&#8217;m the co-founder and CEO of thePlatform. That&#8217;s a business that&#8217;s been in place for eleven years. We&#8217;re based in Seattle, Washington and we are a cloud based video management system that helps media companies and TV operators to really extend their businesses out to all devices. So we help with the logistics of thinking through the policies and everything you need to do to prepare content so that it lands in a consumer&#8217;s device safely and in a way that honors business models for the customer. We have customers in the United States like 4 of the 5 biggest cable operators. We also deal with media companies like PBS, NBC, Universal, ESPN and others like that. Really the mission is to make it as easy and as efficient as possible to take this valuable content whether it is television or movies or other things and distribute it.</p>
<p><strong>If I look at the US market it&#8217;s quite sophisticated. You have a Hulu. You have a Netflix and big TV operators offering TV everywhere. What consumer needs are still there that need to be addressed?</strong></p>
<p>
I think that there are a few areas that are still fairly nascent and one of them is discovery. There is so much content made available: massive libraries of VoD content, massive numbers of channels on you television and it&#8217;s still pretty hard to find what you&#8217;re looking for. Search is one way that&#8217;s getting better but it&#8217;s not search that operates across all those services you just named so it&#8217;s still very siloed in terms of how you access media. I think there are opportunities there to think about more universal search but I also think a lot can be done to leverage metadata of content to get better results to give me better recommendations and better related items. To me that is really important because there are so many options and it&#8217;s getting harder and harder to find the signal you&#8217;re looking for. That is one.</p>
<p> I would say there are still some things fairly broken around business models. TV Everywhere is a very interesting thing. It&#8217;s an extension of the value proposition for the subscriber to Television and I think there is still a lot of work to be done to figure out how to best monetize it if you should monetize it. So to me we&#8217;re still very much in an exploration mode in a lot of the things you talked about. </p>
<p>
<strong>You talked about thePlatform empowering media on different screens and different devices. I saw the numbers of Netflix and Hulu and they see tremendous usage on Post-PC devices like iPads or Consoles. What are you seeing in the market? What are consumers doing?</strong></p>
<p>
So interestingly the Television still dominates in terms of overall viewing hours. It&#8217;s still the place most people watch. So that hasn&#8217;t changed a whole lot. Domestically Game Consoles and particularly the iPad have been the two devices with a lot of focus recently. Part of that is because Microsoft has announced a new service they&#8217;re going to launch that basically has TV apps in the Kinect environment and there is a lot of them deployed – like 25 Million domestically – that are hooked up to the internet. That is a very big footprint. And so it&#8217;s an interesting one. Then the iPad was very transformative even though the viewing numbers are still nothing besides TV or anywhere close to it. It changed the market. It&#8217;s a new really valid viewing experience. So those domestically are the big ones. We will see with the Android custom devices. I think that&#8217;s bound to come.</p>
<p>
<strong>You talked about the upcoming Microsoft XBox service and about Apple and it&#8217;s alleged that Apple is figuring something out in the TV Space. Most likely it will be IP based. So Microsoft going IP Based on the XBox and Apple going IP based is OTT taking over the traditional Cable distribution?</strong></p>
<p>You know that&#8217;s a big question. I think that&#8217;s an aspiration although if you look at what XBox&#8217;s been doing it has really been done in conjunction with the operators. They are offering these services that authenticate against the billing system of Verizon or Comcast so I think in that case it&#8217;s really just leveraging the device saying &#8220;Hey here is a new way to experience a service you&#8217;re already paying for.&#8221; So I don&#8217;t know if that&#8217;s really as much of an over the top threat as it is a new device metaphor. With Apple I mean there&#8217;s been rumors about them launching a subscription service for a while and I think that would probably be their own service but I can only conjecture on that. </p>
<p>
<strong>So you think we will deliver over IP but the business stays as it is right now just authenticating against a different backend?</strong></p>
<p>
It might be and I think the other big consideration is that high volume distribution over IP has a lot of network considerations that still need to be addressed. There is a huge infrastructure to deliver cable and satellite in the US and that is also true in other countries in the world and it&#8217;s very efficient. That doesn&#8217;t mean you can&#8217;t use IP for modeling everything and managing everything. But once you move to delivery over IP and you think about HD and 500 channels and hundreds of thousands of assets there are some network implications that have to be thought through. They will be. It&#8217;s inevitable but there are maybe a few years of transition at least before IP as pure delivery is mainstream. </p>
<p>
<strong>You manage these vast amounts of content and you deliver the streams. You know what&#8217;s going on. So what are the users doing. Are they watching more, are they watching niche are they changing their habits or is it just more of the same?</strong></p>
<p>
There is more exploration of the library happening on some of the secondary devices and it&#8217;s mostly because the interface is better for discovery. If you think about traditional Television it&#8217;s still pretty limited in terms of finding new things and a lot of the editorial process is focussed on the short tail. very popular content and I think that is not a constraint of your computer or an iPad App. There is still high use of popular content don&#8217;t get me wrong but there is more use in the long part of the tail. More of the library is exercised. Netflix has seen that. They get a pretty high amount of usage across a pretty large amount of their library because they put it in new places and made it accessible. </p>
<p>
<strong>Speaking of putting content in different places. You enable a lot of syndication models with stuff like business rules. How important is syndication to the video ecosystem right now?</strong></p>
<p>
I think it&#8217;s pretty essential. Especially for media companies. Their job is to put content where people are. Because it&#8217;s very hard unless you are a big brand to drive everyone to you and to your site or your brand. So their job is to as efficiently as possible get the content to the places where consumers are and do that in a way that still honors their business model. So they still need to be able to track it to advertise against it or authenticate for the view. That&#8217;s where a lot of the complexity is today. It is managing those relationships because there are the rights that are time based. They maybe geographically based and they may differ on the device and all of that has to be managed and modeled and all done in realtime. It&#8217;s all very dynamic. </p>
<p>
<strong>So that&#8217;s your business? Because as I see it transcoding, video delivery and all the other stuff has been around some time and has very much become a commodity. Everyone like Content Management Systems tries to integrate these features. Do you face the challenge to become a feature and no longer be a business?</strong></p>
<p>
I think that there are aspects that are very well defined and they may change but it will be small evolutionary steps. Where we sit today is very much as a hub that integrates a lot of other technologies and manages the logistics and I don&#8217;t see that commoditizing soon because that&#8217;s actually the brains of the operation. In fact you see the opposite happen. We&#8217;re seeing a transition to say if we&#8217;re managing this other devices very effectively why don&#8217;t we manage TV that way too? So we&#8217;re actually seeing larger opportunities to take a bigger logistics role for more of the businesses that TV companies are running. Ultimately software makes everything a commodity. That&#8217;s what it does. But I think because we&#8217;re still adding more and more to what we do and tackle the market we got a lot of innovation wrapped and a lot of value.</p>
<p>
<strong>From my perspective I think you compete with Brightcove, Ooyala and Kit digital. Do they challenge you? Is there a fight going on? </strong></p>
<p>
Well there is absolute overlap with those companies you just named. And I think it really is in the media side of the business. The more complex the needs of the company gets I think the better suited we are and the much more competitive we are. So we find ourselves mostly targeted at premium content companies that have complex distribution needs looking at a lot of devices.</p>
<p>  We&#8217;re competitive downstream from that as well but it gets more competitive because that is in some places the sweet spot of Brightcove and Ooyala. And then on the PayTV side we don&#8217;t really see those companies as a competitor. We see Kit digital as competitor there but not really Brightcove or Ooyala yet. And I think a lot of that is because the complexity is much higher if you&#8217;re dealing with authentication. You&#8217;re dealing with subscriptions. You&#8217;re dealing with very complex policy and you have to integrate with back office billing systems, back office identity systems. It&#8217;s little bit of a different challenge. </p>
<p>
<strong>I&#8217;ve observed the Online Video platform space and there were new platforms popping up like flies. In the last year however I&#8217;ve seen a lot of consolidation going on in the market. What&#8217;s your take. How will it pan out?</strong></p>
<p>
I think that the very low end of the market will be commoditizing very quickly. Getting a video on a web page is a pretty solved problem and you can do that pretty much for free these days. And I think it&#8217;s not long before that becomes slightly more sophisticated and the folks that are trying to make money 10 bucks a month or 100 bucks a month head to free pretty quickly. It will be a business based on advertising rev-share or something like that. And folks like Google are simply well positioned to move up the stack a little bit and on the other hand I think there is a certain amount of consolidation based on commoditization or going to free.</p>
<p>  I think you&#8217;re going to see a really interesting landscape emerge around Television like managing Television. Because you&#8217;ve got incumbent companies that manage cable systems or satellite systems and they will not go softly into the night. They want to transform themselves and then you have folks like us who have come from the internet from a world where everything is IP from the beginning and we&#8217;re both headed towards the middle there. Lot&#8217;s of opportunity but it&#8217;s not without heavy competition and I expect as that emerges as a visible opportunity to more and more people there will be more investment made there in around that transformation of Television.</p>
<p>
<strong>You choose to expand to Europe. You hired some people there and you established a presence. What&#8217;s your take on the European market? </strong></p>
<p>
I don&#8217;t even think you can call it the European market is what I&#8217;m learning. That&#8217;s the first thing you have to learn as an American. It&#8217;s not the European market. Actually every country is its own market and there are some similarities across some of them but vast differences across others. So the first step is understanding you have to target a country and you have to understand both sides of the landscape. The PayTV operator landscape and the media landscape and understand the general rules. What&#8217;s free? What people pay for and what devices are popular because it can be different.</p>
<p>  And I think mobile is much more prevalent and usage of video on mobile devices is much more prevalent in many countries in Europe than it is in the US. That&#8217;s one shift and I think game consoles may not be as prevalent.</p>
<p>  So we can&#8217;t just take a cookie color of what we&#8217;ve done in the US and believe that it applies. You have to get in and really understand the market. I would say it&#8217;s different like in the UK with Freeview and YouView making attempts to sort of standardize parts of the market is just radically different than the US. But there is a place for us to play there we can see it. It just takes being flexible and being willing to listen to what the customer there says and shape your offering based on that. That&#8217;s the first barrier the second is I think you have to have a willingness to invest in the long haul. People want to know that you are establishing yourself there. Customers are making fairly big decisions and if they are making a big decision they want to know that you as a  company are there to stay and that is what we have to proof.</p>
<p>
<strong>Is it just different or are there areas where we&#8217;re ahead or lacking?</strong></p>
<p>
So I would say that there are many efforts in IPTV that are actually in advance of what&#8217;s happening in the US. There is more that&#8217;s happened on the set top in Europe than domestically. In general I&#8217;d say transactional models matter more in europe. Like subscription sort of dominates in the US but it feels like there is more of an expectation around transactional payments in Europe and that&#8217;s got implications around how you&#8217;re going and sell things.</p>
<p>  I think someone like Sky has done some really interesting things that are very advanced. Just around how they think about TV Everywhere. How they package their content and breaking apart and bundling things differently. I&#8217;d say there are lessons to be learned for the folks in the US. </p>
<p>
<strong>So for thePlatform what are your next steps. Are you focused on your move to Europe, are you working on your product what are your upcoming targets?</strong></p>
<p>We have to do both. We have to expand internationally and Europe as a generality is a very important market for us. Because there is a lot of transition happening there now like there is in the United States. It is not necessarily the same but there is change which means there is opportunity and so getting ourself established there is very important but that can&#8217;t happen without continuing investing into the product. Because the opportunities really are around how to help people transition to modern infrastructure for their television services. We have a great offering now but it&#8217;s has to continue to evolve. So our feeling is we can never stop innovating we&#8217;ll never be done. The market is evolving so rapidly so we have to invest in both. </p>
<p>
<strong>Thank you very much!</strong></p>
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		<title>Videotrends in 2011 und 2012</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:55:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwischen den Jahren ist die beste Zeit ein Resümee des vergangenen Jahres zu zeihen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Im online Videomarkt hat sich viel getan wobei 2011 nicht das Jahr der großen Ereignisse war. Statt dessen gab es viele kleine Verbesserungen, Startups und Initiativen, die in 2011 den Markt voranbrachten. Als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/2011_2012.jpg" alt="online video trends 2011 und 2012" title="2011_2012" width="250" height="204" class="alignleft size-full wp-image-2540" />
<p>Zwischen den Jahren ist die beste Zeit ein Resümee des vergangenen Jahres zu zeihen und einen Ausblick auf das kommende  Jahr zu geben. Im online Videomarkt hat sich viel getan wobei 2011 nicht das Jahr der großen Ereignisse war. Statt dessen gab es viele kleine Verbesserungen, Startups und Initiativen, die in 2011 den Markt voranbrachten.</p>
<p>Als Startpunkt für ein Resümee bieten sich meine <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2010/videotrends-in-2010-und-2011.html">fünf Prognosen aus dem letzten Jahr an</a>. Damals hatte ich die folgenden fünf Trends zusammengetragen.</p>
<h3>Twitter als Interaktive TV Plattform.</h3>
<blockquote><p>Im nächsten Jahr wird sich Twitter als interaktive TV-Plattform etablieren. Im nächsten Jahr werden Tweets Teil verschiedener Shows werden und als natürliche Erweiterung des TV-Programms dienen. </p></blockquote>
<p><embed src="http://media.mtvnservices.com/mgid:cms:video:thedailyshow.com:393257" width="512" height="288" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" base="." flashVars=""></embed></p>
<p>Twitter wurde 2011 immer tiefer in <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/social-tv.html">TV-Sendungen integriert</a>. Kaum eine Serie, Show oder Event das nicht von Hashtags im Bild begleitet wurde. Viele Nachrichten und Reportagen haben zudem Twitter als Kanal genutzt um darüber das Zuschauerfeedback zur Sendung oder ein Stimmungsbild einzufangen. Während wir in Deutschland zwar <a href="https://twitter.com/#!/huwendiek">Social Media Redakteure</a> haben und auch einige Shows, die massiv auf Twitter und Facebook diskutiert werden, ist Deutschland bei der onair Integration noch deutlich hinter den USA und UK. Dafür haben wir mit <a href="http://www.couchfunk.de/">Couchfunk</a> einen dezidierten Twitter-Client für TV-Inhalte.</p>
<h3>Erste Killer-Applikationen für den Fernseher.</h3>
<blockquote><p>Nächstes Jahr werden wir erste Applikationen sehen, die nicht nur existierende Inhalte neu verpacken sondern das Medium geschickt nutzen und dabei nicht primär auf Video zurückgreifen. </p></blockquote>
<p>Es hat sich 2011 zwar gezeigt, dass man auf dem TV deutlich mehr machen kann als fernsehen, doch bis jetzt hat sich <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/die-suche-nach-der-tv-killerapp.html">keine Killerapplikation jenseits des Bewegtbildkonsums auf dem Fernseher etabliert</a>. Für die meisten <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/boxee-hilft-beim-finden-abspielen-und-teilen-von-videos.html">Anbieter ist Video die Killerapplikation</a> und je weiter sich der Usecase davon entfernt umso schwieriger wird es diesen zu vermitteln. Daran ändern auch neuartige Fernbedienungen, wie sie Roku für Angry Birds bereit stellt, nichts.</p>
<h3>Der Browser als TV-Plattform</h3>
<blockquote><p>Nächstes Jahr werden wir viele neue HTML5 Video-Anwendungen sehen und für die Connected Devices wird sich zeigen, dass alle profitieren, wenn sie sich auf einen gemeinsamen Standard einigen und so wird sich letzen Endes auf diesen Geräten auch der Bowser durchsetzen.</p></blockquote>
<p>Diese Prognose hat sich lediglich zur Hälfte bewahrheitet. Während HTML5 erwachsen wurde und dank iOS und moderner Browser eine weite Verbreitung erfahren hat, fehlt für Connected Devices immer noch ein gemeinsamer Standard. HTML5 hat es mittels besserer Performanz und nativer JS-Anbindung geschafft ein elementarer Teil der großen Videoangebote von YouTube bis Vimeo zu werden und das obwohl einige technologische Hürden weiterhin bestehen (Livestreaming, Codecs, DRM).</p>
<p>Auf der anderen Seite hat die Fragmentation der Plattformen 2011 nur noch weiter zugenommen. Mit HbbTV existiert zwar in Deutschland ein Standard doch die Implementationen unterscheidet sich noch deutlich von Hersteller zu Hersteller. Zur bereits fragmentierten Landschaft gesellten sich 2011 zudem noch verschiedene Versionen der jeweiligen Plattformen, die untereinander nicht kompatibel sind, so dass nun zum Debuggen ein wahrer Gerätepark notwendig ist. Hoffnung gibt lediglich die neue GoogleTV Version, die auf Android basiert und sich eventuell als OS durchsetzen könnte.</p>
<h3>TV Angebote der großen Player</h3>
<blockquote><p>Google und Apple haben es dieses Jahr [2010] versucht und nicht geschafft aber 2011 lassen sie nicht noch einmal verstreichen ohne ein eigenes TV Angebot zu lancieren. </p></blockquote>
<p>Google und Apple haben beide massiv in Inhalte investiert und ihre VoD-Angebote ausgebaut. Zudem hat Google neue originäre YouTube Channels in Auftrag gegeben. Die wirklich innovativen TV-Angebote der großen Player kamen jedoch nicht von Google oder Apple sondern von Microsoft, Amazon und HBO. Microsoft hat mit der XBox 360, der Kinect und dem neuen XBox-Live-Release ein Angebot, dass alles beinhaltet, was man sich von Apple wünscht (intuitives Interface, Gesten- und Sprachsteuerung, OTT-Inhalte, übergreifende Suche). Amazon hat mit Prime Video den Subscription-Kanal, den man eigentlich von Google erwartet hätte, und HBO bietet mit HBO go seinen Abonnenten einen wirklichen Mehrwert und ein umfassendes Angebot im Netz.</p>
<h3>Cross Screen Video</h3>
<blockquote><p>Apples Airplay und GoogleTVs Fling deuten an, was kommen wird. Videos werden in Zukunft zwischen Geräten nahtlos hin und hergeschoben. Ein Video Angebot, dass nur noch auf dem PC, dem Handy oder dem Fernseher existiert wird es in 2011 sehr schwer haben. </p></blockquote>
<p>Ende 2010 noch mit Cross Screen Video titulier, hat das Thema 2011 unter den Namen Multiscreen und Secondscreen enorm an Momentum gewonnen. Das iPad als teilzeit TV-Ersatz genauso wie <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/tv-first-multi-plattform-strategie-zur-videodistribution.html">Spielekonsolen sind wichtige Plattformen</a> für den Videokonsum und aus dem Distributionsmix nur noch schwer wegzudenken. Interaktive Zusatzdienste, Empfehlungs- und <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/ipad-als-tv-ersatz.html">Sammeldienste auf Smartphones und Tablets sind weitere Entwicklungen</a>, die mit verschiedenen Screens und Bewegtbild spielen und sich 2011 etabliert haben.</p>
<h3>Prognosen für 2012</h3>
<p>Nach den gemischten Ergebnissen für 2011 folgen nun 5 Prognosen für 2012, die hoffentlich eine bessere Trefferquote aufweisen.</p>
<h4>Livestreaming im Netz wird allgegenwärtig</h4>
<p>2012 wird YouTube sein livestreaming Angebot für die breite Masse ausrollen. In Kombination mit Google Hangouts werden sie damit den etablierten livestreaming Anbietern mächtig Konkurrenz machen. Gerade Hangouts ermöglichen ganz neue Formate und Shows, die für ein live Publikum sehr attraktiv sind.</p>
<p>Zudem werden wir 2012 kaum noch ein Event, ein Ereignis oder ein TV-Programm ohne Livestream im Internet erleben. Nachdem nun klar ist, dass <a href="http://siliconfilter.com/super-bowl-to-be-streamed-live-for-the-1st-time/">2012 der Super Bowl live gestream wird</a>, gibt es keine Ausrede mehr für andere Events nicht dasselbe zu tun. Zudem werden die Sender ihre Livestream-Blockadepolitik aufgeben und eigene Streams anbieten und diese auch bei Anbietern wir Zattoo und Co. verfügbar machen.</p>
<h4>Deutscher online Videomarkt wird heiß umkämpft – erste signifikante Summen für online Videorechte</h4>
<p>2012 wird der Kampf um den deutschen online Videomarkt Fahrt aufnehmen. Lovefilm wird seine Bemühungen weiter intensivieren genauso wie die BBC und Google. Germany&#8217;s Gold und Hulu werden an den Start gehen und auch die privaten Sender und wahrscheinlich noch ein, zwei weitere Anbieter werden versuchen eine zweite große Videoplattform neben YouTube in Deutschland zu etablieren.</p>
<p> Außerdem werden die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/bundesliga-als-eintrittskarte-zum-paytv-im-internet.html">Webrechte der Fussball Bundesliga heiß begehrt sein</a>. Die Vergabe wird Signalwirkung haben, denn hier werden zum ersten Mal in Deutschland für Internetrechte ansehnliche Summen den Besitzer wechseln.</p>
<h4> Neues Verwertungsfenster: Same Day, NoDRM, Worldwide</h4>
<p>2012 wird sich ein neues Verwertungsfenster etablieren. Anstatt die Verwertung nach verschiedene Territorien, Zeit, Medien und Verbreitungswegen aufzuspalten und jedes Recht separat zu vermarkten wird es für bestimmte Inhalte zur Norm werden sie sofort weltweit ohne Einschränkung verfügbar zu machen um eine maximale Verbreitung der Inhalte zu erreichen.</p>
<p>Dieses neue Verwertungsfenster werden einerseits Künstler und Produzenten wie <a href="https://buy.louisck.net/news">Louis CK</a> popularisieren, da sie darüber Mittelsmänner komplett umgehen können. Andererseits wird es von neuen Web-Studios wie <a href="http://makerstudios.com/">Maker Studios</a> und <a href="http://revision3.com/">Revision3</a> angewendet um ein weltweites Publikum für ihre Shows zu generieren. In diesem Bereich erwarte ich zudem, dass mindestens ein Hollywoodstudio ein online Studio in 2012 aufkaufen wird.</p>
<h4>Hartes Jahr für die Filmindustrie &#8211; DVD-Umsätze brechen ein</h4>
</p>
<p>2012 wird ein hartes Jahr für die Filmindustrie. Während sich das Kino weiterhin einer breiten Beliebtheit erfreut, wird der <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/netflix-dvds-haben-ihren-zenit-ueberschritten.html">DVD Absatz signifikant einbrechen</a>. Diesen Einbruch kann die Filmindustrie 2012 nicht wie bisher durch den Verkauf von Blu-rays oder elektronischer Formate kompensieren. Deshalb wird sich die Filmindustrie 2012 verzweifelt auf die Suche nach dem Nachfolger der DVD machen.</p>
<p> <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/post-dvd-aera-ultraviolet-und-itunes-play.html">UltraViolet wird nur bedingt von den Konsumenten</a> als Nachfolger akzeptiert werden. Erst der Switch zu Formaten ohne DRM und einer weltweiten Distribution nach dem Vorbild der noDRM, sameday und world wide Distribution wird der Filmindustrie wieder Hoffnung geben.</p>
<h4>Die Set-top-Box stirbt – lang lebe der Home media server</h4>
<p>2012 wird die Set-top Box aus dem Vokabular der Telcos und Kabelnetzbetreiber gestrichen. 2012 werden sie nur noch von Home Media Servern sprechen, die nicht nur das TV-Programm empfangen sondern auch lokale Medien speichern und alle Inhalte auf die verschiedensten Geräte im Heimnetzwerk streamen. Nur so können sie iPad, Smartphones und Spielekonsolen sinnvoll anbinden und ihren Brückenkopf im Heim rechtfertigen.</p>
<h3>2012 wird online Video ernst genommen</h3>
<p>Treten diese Prognosen in 2012 ein, werden wir Ende nächstes Jahres eine andere Wahrnehmung des online Videomarktes haben. Die Vergabe der Bundesliga-Rechte sowie die fortgesetzten Bemühungen von Google, Apple, Amazon und Microsoft werden 2012 dazu führen, dass online Video als ein wichtiges Wachstumsfeld wahrgenommen wird, in dem massive Investitionen getätigt werden und enorme Summen umgesetzt werden können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Tweek TV – neuer social TV Guide aus Berlin</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/tweek-tv-neuer-social-tv-guide-aus-berlin.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/tweek-tv-neuer-social-tv-guide-aus-berlin.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 10:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Secondscreen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Monaten arbeitet Tweek TV im Stealthmode am einem TV Guide, der Facebook Daten und hochwertiges Design kombiniert. Diese Kombination soll zu einem neuen Discovery-Layer für Bewegtbildinhalte führen, der den Nutzern bei der Auswahl des Programms und Inhalts hilft und somit dem Nutzer die Qual der Wahl des richtigen Films oder der richtigen Serie erleichtert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/tweek_tv_screen.jpg" alt="" title="tweek_tv_screen" width="250" height="333" class="alignleft size-full wp-image-2486" />
<p>Seit Monaten arbeitet <a href="http://tweek.tv/">Tweek TV</a> im Stealthmode am einem TV Guide, der Facebook Daten und hochwertiges Design kombiniert. Diese Kombination soll zu einem neuen Discovery-Layer für Bewegtbildinhalte führen, der den Nutzern bei der Auswahl des Programms und Inhalts hilft und somit dem Nutzer die Qual der Wahl des richtigen Films oder der richtigen Serie erleichtert.<br />
Gerade hat Tweek TV eine erste Seedfinanzierungsrunde im hohen sechsstelligen Bereich von <a href="http://www.mediainvestors.com/">bmp media investors</a>,  <a href="http://www.catagonia.com/de/home/startseite.html ">CATAGONIA Capital</a> und der Euroserve Media GmbH abgeschlossen. Ein guter Zeitpunkt um mit Marcel Duee, einem der Gründer, über die nächsten Schritte, Tweek TV und den Bewegtbildmarkt im Gesamten zu reden.</p>
<h3>Interview mit Marcel Duee</h3>
<p><strong>Ihr habt gerade eine Seedfinanzierung abgeschlossen. Was ist der Elevator Pitch von Tweek TV?</strong></p>
<p>
Tweek TV macht aus deinem sozialen Graphen einen TV Guide. Das ist der Elevator Pitch, wenn man nur einen Stock fährt. Die Grundidee ist, dass schon sehr viele persönlich relevante Datenpunkte im Socialweb vorhanden sind und dass wir diese benutzen um dir eine sehr schöne first-time Userexperience in unserem Produkt zu bieten. Das Ziel des Produktes ist es mithilfe dieser Daten eine neue Form der Entdeckungsoberfläche für Video- und TV-Inhalte zu etablieren.</p>
<p>Das heißt das Ziel ist im Endeffekt, dass wenn du abends nach Hause kommst und den Fernseher einschaltest du zusätzlich dazu Tweek TV  einschaltest um dich darüber zu informieren was es spannendes gibt. Du bekommst eine besondere Auswahl und diese besondere Auswahl bestimmt sich aus den Interessen und dem Konsumverhalten deiner Freunde und von dir selbst. Wir zeigen dir was deine Freunde toll finden im Fernsehen aber auch an Video on Demand Inhalten und bereiten es auf. Zudem versuchen wir dir für viele der Inhalte einen legalen Zugang zu zeigen je nachdem wo du gerade bist und auf welchem Gerät du unterwegs bist. </p>
<p>
<strong>Letztens habe ich mit Ian Blain dem CEO von thePlatform gesprochen und er meinte Discovery sei das letzte ungelöste Problem in diesem Bereich. Wie viel Potential seht ihr in diesem Bereich? Wie groß kann Tweek TV werden?</strong></p>
<p>
Wir sind sehr enthusiastisch und sehen unglaubliches Potential. Ich habe neulich die <a href="http://www.guardian.co.uk/media/interactive/2011/aug/26/eric-schmidt-mactaggart-lecture-full-text">Rede von Eric Schmidt vor den Medienvertreter in Großbritannien gesehen</a>, wo er relativ drastisch sagt &#8220;&#8216;Content is King&#8217; is over&#8221;. Content ist heute überall. Das ist nicht unsere Message wir versuchen sehr eng mit Content-Anbietern zusammen zu arbeiten und haben auch ein gutes Angebot für sie und glauben, dass wir ein Produkt bauen, das ihren Inhalten hilft.</p>
<p>Aber auch Eric Schmidt meinte das nächste große Problem ist die Discovery. Er brachte dann einen sehr netten Zusatz: Wenn Discovery König ist dann ist Social die Krone. Das passt sehr gut in die Kerbe in die wir schlagen. Wir sehen Discovery als ein extrem ungelöstes Problem und als einen Punkt wo wir sehr gut ansetzen können. Wir sehen es als einen zentralen Aspekt für Tweek TV, denn wenn du den Nutzer in der Discovery gewinnst, dann ist das ein toller Interaktionspunkt mit dem Endnutzer, weil es sich um ein sehr habitualisiertes Konsumverhalten handelt. Wenn Tweek TV diese TV Guide Funktion bei einem Großteil der Nutzer einnimmt, dann kann man da noch ganz viel andere tolle Sachen dazu überlegen. Das wäre dann nicht nur auf die Discovery beschränkt. </p>
<p>
<strong>Also als ersten Schritt ersetzt ihr alle gedruckten TV-Zeitschriften und im zweiten Schritt ersetzt ihr alle Shops und lasst alles über eure Plattform laufen?</strong></p>
<p>
Nein, das wird nicht passieren. Das ist gegen unser Grundverständnis und deshalb meinte ich gerade, dass wir mit den Content-Anbietern zusammenarbeiten möchten und wir auch ein gutes Angebot für sie haben. Wir werden nie vertikal integrieren, das ist nicht die Absicht. Wir werden nicht selber Inhalte verkaufen, oder verleihen oder eine Billing-Infrastruktur aufbauen. Wir linken immer raus zum Inhalteanbieter. Wir bleiben eine dünne Discovery Oberfläche.</p>
<p>
<strong>Ihr seht also einen Bedarf im Web, dass es einen Discovery-Layer braucht. Was ist die Vision zur Zukunft des Bewegtbildmarktes. Gibt es in Zukunft diese Discovery-Layer, einen Shopping-Layer und irgendwo noch die klassischen Fernsehsender? Wie sieht das Ökosystem aus und wie passt ihr dort hinein?</strong></p>
<p>
Wir sehen auch stark den Secondscreen und nicht zwingend nur das Web. Es wird im Ökosystem sowohl vertikale als auch horizontale Integrationsbewegungen geben. Ich glaube schon weiterhin, dass die Content-Anbieter eine sehr starke Position haben, weil es existierende Content-Anbieter gibt, die eine Marke haben die stark und wichtig ist, weil die Nutzer auf die Marke vertrauen. Es gibt aber auch wiederum neue Player. Diese neuen Player schaffen es relativ schnell eine Marke zu entwickeln und da wird es spannend werden wie es zum Beispiel Netflix und Hulu ergehen wird in Europa.</p>
<p> Nichts desto trotz wird es verschiedene Content-Inseln geben. Die Frage ist ob wir es schaffen mit Tweek TV zu der Entdeckungsoberfläche für das Fernsehen zu werden. Fernsehen aber dann nicht mehr in der klassischen Definition Broadcaster, Gerät, Kabelanschluss sondern Fernsehen als leanback Konsum von Highend Content egal durch welchen Distributionskanal.   </p>
<p>
<strong>Als Basis für euer Produkt analysiert ihr die Facebook-Daten auf Filme, Videos und TV-Inhalte. Wenn ihr diese ganzen Daten anseht, was könnt ihr da in Summe für Schlüsse ziehen? Wie aktiv wird Facebook für Bewegtbildinhalte genutzt?</strong></p>
<p>
Insgesamt wird Facebook insbesondere der Facebook Like Button sehr viel für Film- und Serieninhalte genutzt. Knapp 60% aller Like-Daten beziehen sich auf Filme und Serien. Es ist aber nicht trivial Struktur und Sinn in diese Daten zu bringen. Da jeder Webseitenanbieter und jeder Nutzer von Facebook ein neues Objekt anlegen kann und es als Film oder Serie deklarieren und verbreiten kann, entstehen sehr viele Daten die irrelevant sind.</p>
<p> Was man zudem sieht ist, dass es Strömungen gibt in den Like-Daten. Viele Leute klicken den Like-Button aus dem Kontext heraus. Nutzer gehen scheinbar nicht so sehr auf Facebook und suchen sich ihre fünf Filme aus sondern sie sehen, dass ein Freund einen Film geliked hat und denken &#8220;Den mag ich auch&#8221; und liken ihn. Oder die Nutzer surfen zufällig an einem Film oder einer Serie vorbei und liken sie dort und dann sehen es wieder Freunde im Newsstream und liken den Film. Das heißt einzelne Objekte haben ab und zu eine Phase in der sie relativ prominent sind und relativ viel geliked werden.</p>
<p> Für uns ist dann ein  wichtiger Schritt eine Art Interessensgraphen für das Vertical Bewegtbild bzw. Film und Serien aufzubauen. Das heißt wir finden heraus welche andere Nutzer für den einzelnen Nutzer relevant sind. Auf welche Interaktion hin wird ein anderer Nutzer aktiv? Wer beeinflusst wen zum Kauf oder Ausleihen eines Films? Das sind natürlich spannende Daten, die wir aus der Kombination der Facebook Daten und der Daten, die bei uns generiert werden ziehen können.</p>
<p>
<strong>Könnt ihr schon erste Aussagen darüber machen, wie valide es ist wenn ich jetzt von 15 meiner 200 Freunde einen Film empfohlen bekomme? Ist der dann relevant für mich?</strong></p>
<p>
Das Grundverständnis dahinter ist nicht so sehr, dass wir sagen du bist so wie deine Freunde und weil ihr Freunde seid deswegen sind die Inhalte relevanter für dich als wenn ein Algorithmus sie berechnet hätte.</p>
<p> Die Relevanz basiert darauf, dass du eine Projektion machst. Du kennst die Person im realen Leben und kannst dir dadurch eine Vorstellung machen, wie der einzelne Inhalt ist. Du hast zum Beispiel zwei verschiedene Freunde, die sich im wahren Leben gar nicht kennen und die jetzt aber den gleichen Film geliked haben. Das erzeugt dann eine ganz neue Form der Relevanz und du kannst es einordnen. </p>
<p> Wir sagen niemals &#8220;Hey dieser Film ist der most relevant Movie ever, weil 27 deiner Freunde den geliked haben.&#8221; Das ist sowieso mit großer Wahrscheinlichkeit ein Mainstream Objekt wie Pulp Fiction oder Inception. </p>
<p>
<strong>Nun hat YouTube auch Facebook in sein UI integriert. Clicker, MyVideo, Boxee jeder der irgendwas mit Video macht versucht auf die eine oder andere Art entweder Daten aus Facebook abzugreifen oder Daten an Facebook zu schicken. Wie unterscheidet ihr euch von diesen ganzen Diensten, die mir das empfehlen was meine Freunde sehen oder den Facebook Newsstream gefiltert nach Filmen darstellen?</strong></p>
<p>
Da gibt es zwei Hauptaspekte. Zum einen kann ich natürlich auf YouTube gehen und sehen, was meine Freunde zuletzt auf YouTube geguckt haben. Aber wer sagt denn dass ich zwingend etwas auf YouTube gucken will? Mir ist die Pipe oder die Marke der Pipe gar nicht so wichtig. Ich habe ja keine Lust auf all die Seiten der verschiedenen Content-Anbieter zu gehen und um zum Beispiel auf der Netflix Startseite zu schauen was meine Freunde dort geguckt haben und dann noch iTunes und alle anderen Content-Anbieter abzusurfen. Diese Anbieter werden sicherlich nicht so stark integrieren, dass die Inhalte von Netflix auch auf YouTube zu finden sind. Für den Nutzer ist es eigentlich egal in welchem Vertical der Content liegt und deshalb braucht es eine einheitliche Entdeckungsoberfläche. </p>
<p>
Der zweite Hauptunterscheidungspunkt ist contentzentriert. Was wir dir anzeigen ist wo die Inhalte aktuell verfügbar sind je nach Gerät und Rechtsraum in dem du dich befindest und das ist nicht trivial. Zum Beispiel sind nur 4% der Top 500 Filme in den USA auf allen drei großen Content-Anbieterplattformen, die da sind Netflix, Hulu und iTunes. Das heißt auch wenn jeder dieser Anbieter ein Riesenangebot und eine massive große Marke hat, ist der Content trotzdem noch sehr fragmentiert und da versuchen wir die Beschränkung aufzuheben.</p>
<p> Wir sagen du solltest Zugriff auf alle Inhalte haben und der Filter sollte nicht sein welche Inhalte das Unternehmen lizenziert hat, sondern einfach was du gerade schauen möchtest &#8211;  das entdeckst du bei uns über deine Freunde und dann zeigen wir dir wo du es bekommen kannst.</p>
<p>
<strong>Eure Konkurrenz sind also nicht die Plattformen, die Inhalte haben sondern Dienste wie <a href="http://www.matcha.tv/">Matcha</a>, die mir Filme empfehlen? </strong></p>
<p>
Matcha ist sicherlich ein Konkurrenzservice. Davon gibt es einige, die Discoveryoberflächen im Web oder auf Secondscreen Geräten haben. Das ist die eine Gruppe. Die zweite Gruppe wo man noch abwarten muss was passiert sind secondscreen Services. Diese sind relativ mächtig in dem was sie versprechen. Teilweise sagen diese Services, dass sie von der Entdeckung bis zur Interaktion und dem Kauf von weiterführenden Produkten alles auf einem secondscreen Device parallel zum Konsum abfrühstücken. Sofern sie eine sehr gute Entdeckungsoberfläche haben gehen sie dort in unseren Bereich mit rein. Wir sagen dass dies ein sehr großer Anspruch ist in einem sehr weiten Feld, während wir uns lieber erstmal auf einen Fokuspunkt konzentrieren wollen und das ist die Entdeckungsoberfläche. </p>
<p>
<strong> Wenn ihr euch Deutschland anseht, was ist die größte Herausforderung für den Deutschen Markt?</strong>    </p>
<p>
Wir erwarten einen extrem intensivierten Wettbewerb in den nächste 12-18 Monaten. Vor allem im on demand Bereich, da werden noch einige Marktteilnehmer kommen sei es Netflix, Hulu oder Lovefilm und vielleicht auch so etwas wie vdio aus UK. Ich bin gespannt wie die etablierten Marktteilnehmer darauf vorbereitet sind und darauf reagieren. </p>
<p>Wir sehen bislang dass aufgrund der Tatsache, dass hier noch immer die beherrschenden Marktteilnehmer Medienunternehmen sind die technische Zusammenarbeit nicht ganz so leicht ist. Da schlagen die US- und UK-Unternehmen schon eine andere Schlagzahl an und das wird spannend zu beobachten und da sehe ich auch große Probleme. </p>
<p>Die Deutschen Medienunternehmen fürchten überrannt zu werden – aus gutem Grund. Gleichzeitig sieht man auch woran es liegt. Die Unternehmen sind einfach gar nicht darauf vorbereitet. Es ist alles sehr fragmentiert und alle wehren sich dagegen einheitliche Standards durchzusetzen. Dann kommen natürlich irgendwann die Serviceunternehmen, die einfach mit Hammerpreisen und einem coolen webbasierten Service den Markt überrollen und ich glaube das steht dem Deutschen Markt relativ bald bevor.</p>
<p>
<strong>Was sind jetzt die nächsten Schritte für euch?</strong></p>
<p>
<a href="http://jobs.tweek.tv/">Wir suchen tolle Mitarbeiter</a>, die Lust haben auf Berlin, Startup und Film und Fernsehen. Wir bauen unser kleines feines Team weiter aus. Dann ist der nächste Schritt die closed Beta zu erweitern, das heißt man kann auf <a href="http://tweek.tv/">Tweek TV gehen und einen Signup machen</a> und bekommt dann relativ schnell eine Einladung für das aktuelle Produkt, was im Moment ein sozialer Video on Demand Guide ist – speziell für die Märkte USA, UK und Deutschland. Wobei im Moment das Produkt auf Grund der Inhalteanbieter in den USA am besten ist, weil wir dort die meisten Partner haben. Dieses Produkt werden wir jetzt erstmal rund machen, vor allem auch mit Nutzerfeedback. Früh in 2012 wollen wir es dann auf dem iPad launchen und von dort geht es dann weiter. Wir haben einen ambitionierten Rollout Plan für weitere Geräte in 2012 und planen auch eine stärkere Adaption an die lokalen Märkte. </p>
<p>
<strong>Vielen Dank!</strong> </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Herausforderer: Neue TV Services stehen in den Startlöchern</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/die-herausforderer-neue-tv-services-stehen-in-den-startloechern.html</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Apple, Google, Amazon und Co. drängen in den TV-Markt. Es geht um Geld, viel Geld &#8211; mindestens 11 Milliarden Euro Werbegelder in Deutschland, die neu verteilt werden könnten. Jahrzehntelang waren diese Werbegelder den TV-Sendern vorbehalten, doch nun wittern die Internetunternehmen ihre Chance den TV-Markt auf den Kopf zu stellen. Das liegt an zwei Entwicklungen. Erstens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt.html">Apple, Google, Amazon und Co. drängen in den TV-Markt</a>. Es geht um Geld, viel Geld &#8211; mindestens 11 Milliarden Euro Werbegelder in Deutschland, die neu verteilt werden könnten. Jahrzehntelang waren diese Werbegelder den TV-Sendern vorbehalten, doch nun wittern die Internetunternehmen ihre Chance den TV-Markt auf den Kopf zu stellen.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/tv_vs_internet_markt.jpg" alt="" title="tv_vs_internet_markt" width="550" height="380" class="alignleft size-full wp-image-2452" /></p>
<p>Das liegt an zwei Entwicklungen. Erstens wird der Zugang zu TV-Inhalten jederzeit und überall immer wichtiger. </p>
<blockquote><p>&#8220;Anywhere access is most important to disruption in the digital music industry.&#8221;</p></blockquote>
<p><small>David Card, CTO von Pandora </small></p>
<p>Zweitens werden immer mehr Internetinhalte auf den Fernseher verfügbar. Sollten diese beiden Trends weiter voranschreiten, werden wir ein komplett neues Fernsehökosystem erleben. <em>&#8220;<a href="http://gigaom.com/2011/11/10/airbnb-roadmap-2011/">The future is about access, not ownership</a>&#8220;</em> verkündet AirBnB CEO Brian Chesky und gibt damit die Marschroute vor. Diese Devise verfolgen so gut wie alle neuen Wettbewerber, die sich mit unterschiedlichen Strategien im TV-Markt behaupten wollen. Hier ein kleiner Überblick der verschiedenen Ansätze.</p>
<h3>Amazon / Lovefilm</h3>
<p>Amazon entwickelt sich zunehmend zu einem Netflix-Konkurrenten. Dazu wird <a href="http://www.amazon.com/gp/prime">Amazon Prime, nach und nach um den Zugang zu Medien und vor allem Filme und TV-Serien erweitert</a>. In den USA erlaubt der $79 im Jahr teuere Service den Zugriff auf über 10.000 verschiedene Inhalte und die Auswahl wächst schnell. Vor einem Jahr waren es noch nicht einmal halb soviel Inhalte. Zudem ist die Amazon <a href="http://www.amazon.com/gp/video/ontv/ontv">VoD-Applikation bereits in hunderten Geräten integriert</a>. Mit dem <a href="http://www.amazon.com/Kindle-Fire-Amazon-Tablet/dp/B0051VVOB2">Kindle Fire</a> hat Amazon darüber hinaus eine ideale Abspielplattform für alle Prime Videos, die sie selbst kontrollieren und die sich extrem gut verkauft &#8211; es wird davon ausgegangen, dass <a href="http://kindleupdates.com/uncategorized/kindle-fire-cost-vs-price-6-million-kindle-fires-might-sell-in-2011/">allein dieses Jahr 6 Millionen Geräte verkauft werden</a>.</p>
<p>Doch Amazon Prime ist nicht die einzige Initiative innerhalb von Amazon. In Europa wurde <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/9aa7315e-2482-11e0-8c0e-00144feab49a.html">Lovefilm letztlich komplett übernommen</a> und der <a href="http://www.lovefilm.de/">Service</a> betreibt gerade aktiv seinen Wandel vom DVD-Versender hin zum Streaming-Anbieter. Für Deutschland konnte sich Lovefilm kürzlich die exklusiven streaming Rechte für <a href="http://www.streamingmedia.com/Articles/ReadArticle.aspx?ArticleID=78607 ">Paramount Filme sichern</a> und seinen Service auf die PS3 portieren.</p>
<h3>Netflix / Hulu</h3>
<p>Über eine Deutschland Expansion von Netflix und Hulu wird seit Jahren spekuliert. Netflix wird wohl vorerst nicht nach Deutschland kommen, da der Service mit der Internationalisierung nach UK, Kanada, Südamerika und Spanien genügend auf dem Zettel hat und erst wieder in die Profitabilität zurück kehren muss. Hulu hingegen scheint sich vom gescheiterten Verkauf gut erholt zu haben und <a href=" http://gigaom.com/video/hulu-germany/">sondiert einmal mehr den Deutschen Markt</a>. Sollten Hulu allerdings einen Bezahlservice in Deutschland planen könnten sie bei <a href="http: //www.bitbop.de/">bitbop</a> anfragen, wie erfolgreich so ein Service in Deutschland ist. Obwohl Netflix und Hulu in meinen Augen das größte Potential in Deutschland hätten, sehe ich keine Chance für einen erfolgreichen Markteintritt innerhalb des nächsten Jahres, sollten sich die <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt.html">Voraussetzungen nicht ändern</a>.</p>
<h3>Sony</h3>
<p>Sony fühlt sich durch Apple an der Ehre gepackt und stellt fest, dass <a href="http://www.bgr.com/2011/11/10/sony-ceo-were-building-a-different-kind-of-tv-set-just-like-apple/">Apple nicht die einzigen sind, die den Fernseher revolutionieren können.</a> Deshalb arbeitet Sony daran nicht mehr nur Fernseher zu verkaufen sondern diese direkt mit <a href="http://www.macrumors.com/2011/11/16/sony-looking-to-cut-out-cable-providers-with-web-based-tv-service/">attraktiven Services und Inhalten zu koppeln</a>. Dazu steht Sony in Verhandlungen mit den Rechteinhabern zu internetbasierten TV-Kanälen.</p>
<p>Neben den TV Bemühungen hat Sony massiv das eigene Videoportal <a href="http://www.crackle.com/">Crackle</a> ausgebaut und bietet darüber eine Vielzahl von interessanten Inhalten und Filmen an. Crackle wurde auch in die Playstation3 integriert, die <a href="http://www.engadget.com/2011/11/20/playstation-home-lets-friends-watch-free-movies-together-now-us/">nicht nur mehr Videoinhalte erhält sondern auch soziale Features</a>, die den Videokonsum auf der Konsole attraktiver machen, indem Filme virtuell gemeinsam mit Freunden gesehen werden können. </p>
<h3>Microsoft</h3>
<p><iframe width="549" height="279" src="http://www.youtube.com/embed/OOS58Q9mMJo?rel=0&amp;hd=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Microsoft hat eine klare Vision wie das Fernsehen der Zukunft aussehen soll. Über die Kinect wird der Fernseher per Sprache, Gesten oder das Smartphone gesteuert. Die <a href="http://www.microsoft.com/presspass/press/2011/oct11/10-05XBTVPR.mspx">XBox erlaubt den einheitlichen Zugriff auf on demand Inhalte</a>, TV-Programme und Internetkanäle und vereint alles unter einer Oberfläche in der die Kabelnetzbetreiber, Sender oder Plattformen nur noch als Kacheln stattfinden. Zudem bietet der Service interaktive Möglichkeiten, so können ESPN Zuschauer ihr Team anfeuern und gegen andere Fans kleine Spiele spielen. Die Kombination aus Hardware, Software und weitreichenden Partnerschaften bringt Microsoft in eine extrem gute Position. Kaum ein anderer Anbieter hat zur Zeit diese Penetration und kann die Fülle an Services und Inhalten mit einem guten Interface verbinden. </p>
<p>
Zudem darf nicht vergessen werden, dass Microsoft neben den eigenen Anstrengungen mit <a href="http://www.microsoft.com/mediaroom/">Mediaroom</a> immer noch einer der größten Lieferanten für IPTV Lösungen weltweit ist.</p>
<h3>Apple</h3>
<p>Alle warten darauf, was Apple als nächstes tun wird und vergessen dabei, dass Apple die TV-Landschaft bereits heute umkrempelt. iTunes ist der größte VoD-Store <a href="http://www.bgr.com/2011/08/24/airplay-drives-itunes-momentum-in-online-movie-market-share/">Weltweit mit über 65% Marktanteil in den USA</a> &#8211; die Nummer 2 (Microsoft) hat gerade einmal 16%. Sollten sich bezahlte VoDs doch wider erwarten als die Zukunft erweisen ist Apple dafür bestens gerüstet.</p>
<p>Neben iTunes verfügt Apple mit dem iPad über ein Gerät, dass <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/ipad-als-tv-ersatz.html">die Sehgewohnheiten neu definiert und als individuelles Abspielgerät dem Schlafzimmer-Fernseher den Rang abläuft</a>. Dank <a href="http://joehewitt.com/2011/10/25/airplay-tv">AirPlay und Mirroring</a> sind die Inhalte nicht auf das iPhone oder iPad beschränkt sondern finden zunehmend auch ihren Platz auf dem Fernseher im Wohnzimmer.</p>
<p><iframe width="549" height="279" src="http://www.youtube.com/embed/LV-RvzXGH2Y?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>
<p>Ganz nebenbei revolutioniert Apple noch das klassische Storytelling indem Filmemacher statt eines Films eine interaktive App entwickeln, die Bewegtbild als einen Teil der Experience begreift. So hat zum Beispiel Al Gore als Nachfolger von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/An_Inconvenient_Truth">An Inconvenient Truth</a> keinen Film gedreht sondern die <a href="http://pushpoppress.com/ourchoice/">App Our Choice</a> entwickeln lassen.</p>
<p>All diese Entwicklungen verhelfen Apple zu einer komfortablen Ausgangslage. Sie benötigen keinen Fernseher um den Fernsehmarkt zu revolutionieren. Deshalb wird Apple erst einen Fernseher bauen, wenn es ihnen <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/what-would-gugel-do-appletv.html">gelingt alle Inhalte über das Internet auf diesen Fernseher zu bringen</a>. Die <a href="http://www.marco.org/2011/10/23/the-apple-tv-set">Auswirkungen dieses Fernsehers</a> auf die Industrie werden dann allerdings sehr deutlich zu spüren sein.</p>
<h3>Google / YouTube</h3>
<p>Neben Microsoft ist Google das Internetunternehmen mit den umfangreichsten TV-Initiativen. <a href="http://www.google.com/ads/tv/">Google TV Ads</a>, <a href="https://market.android.com/movies?hl=en  ">Android/YouTube Movie Store</a> und <a href="http://www.google.com/support/plus/bin/static.py?page=guide.cs&#038;guide=1257349">Google Hangouts</a> sind ein paar der low profile Aktivitäten. </p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/google_TV_interface.jpg" alt="" title="google_TV_interface" width="550" height="374" class="alignleft size-full wp-image-2415" /></p>
<p>Richtig spannend könnten jedoch die neuen <a href="http://www.youtube.com/creators/original-channels.html">original Channels auf YouTube</a> sowie GoogleTV werden. Mit den neuen YouTube Channels tritt Google nicht mehr nur als Plattformbetreiber sondern auch als Produzent auf. Google will damit den Markt entwickeln und gleichzeitig das Inhalteproblem lösen. Es ist fast unmöglich weltweite Lizenzen für TV- oder Film-Inhalte zu erwerben und falls es doch gelingt sind die Kosten astronomisch. Indem Google exklusiv Inhalte für YouTube produzieren lässt umgehen sie dieses Problem, entwickeln neue Formate, Talente und Studios und überzeugen die Zuschauer von alternativen Inhalten. In diese <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052970203687504577004170200345732.html">Initiative investieren sie erst einmal $100 Millionen</a>. Zudem wird Google zusammen mit <a href="http://www.nytimes.com/2011/11/07/business/media/disney-and-youtube-make-a-video-deal.html?_r=1">Disney für $10-$15 Millionen weitere exklusive Videoserien produzieren</a>. Sollten diese neuen Formate erfolgreich werden stellen sie eine existenziellen Bedrohung für das klassische Fernsehen dar, denn dieses Vorhaben zielt darauf die Relevanz der traditionellen TV-Inhalte zu untergraben und neue Nutzungsmuster zu etablieren.</p>
<p>
<a href="http://www.google.com/tv/">GoogleTV</a> hingegen sichert die Distribution von YouTube und Google auf dem Fernseher. Die <a href="http://www.wired.com/gadgetlab/2011/10/google-tv-android-market/">neuste Version des Betriebssystems</a> ist nichts weiter als ein grafisch angepasstes Android, was die komplette App-Welt auf dem TV verfügbar macht. Die Resonanz auf die neue Version ist zudem sehr positiv und Google konnte mit <a href="http://venturebeat.com/2011/11/21/nexus-tv-samsung-working-with-google-on-new-google-tv-device-rollout/">Samsung</a> und <a href="http://www.businessweek.com/news/2011-11-25/lg-is-said-to-plan-to-debut-google-tv-at-trade-show-in-january.html">LG</a> zwei weitere Partner gewinnen, die eine weite Verbreitung der Geräte sicher stellen sollten. </p>
<h3>Facebook</h3>
<p>Facebook ist die Wildcard im gesamten Spiel. Als Kommentar auf <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt.html">meinen letzten Artikel</a> wurde mir gesagt, dass Facebook das eigentliche Trojanische Pferd ist. Facebook positioniert sich als Partner, Retter und Freund der TV-Sender und die Sender fühlen sich geschmeichelt. Keine <a href="http://www.facebook.com/Tatort">Sendung</a>, kein <a href="http://www.facebook.com/ZDF">Sender</a>, kein <a href="http://de-de.facebook.com/f.magath">Promi</a> der nicht bei Facebook ist. Und mit <a href="http://netzwertig.com/2011/11/24/debatte-zu-facebooks-frictionless-sharing-differenzen-uber-die-bedeutung-von-daten/">frictionless Sharing und den ersten Erfolgsgeschichten</a> wird es nicht mehr lange dauern bis wir Fernsehsender sehen, die dies in ihre Apps und vielleicht sogar das Programm einbauen. Nicht zu letzt verkündet Facebook selbstbewusst, dass sie <a href="http://www.lostremote.com/2011/11/16/facebook-pretty-confident-we-can-help-drive-tv-ratings/">TV-Quoten steigern können</a> und bittet im gleichen Zug um <a href="http://blog.mipworld.com/2011/04/liveblog-facebook-on-engaging-passionate-fans/">die EPG-Daten der Sender</a>. Somit positioniert sich Facebook nicht als direkte Konkurrenz sondern mehr als personalisierter TV Guide. Es bleibt jedoch abzuwarten ob Facebook sich nicht doch in absehbarer Zukunft zu einer Plattform für Medien wandelt und dann könnte es ein böses Erwachen geben.</p>
<h3>Startups</h3>
<p>Neben all den großen Playern versuchen unzählige Startups auf die eine oder andere Art in den TV-Markt zu kommen. Einige wie <a href="http://www.vdio.com/">vdio</a> oder <a href="http://www.bitbop.de/">bitbop</a> versuchen dabei mit den existierenden Anbietern zusammen zu abreiten. Andere versuchen ein Geschäftsmodell ohne Lizenzen zu etablieren. Wie viele Startups dabei denken hat gerade der Rechtsstreit zwischen Grooveshark und Universal zu Tage gefördert:</p>
<blockquote><p><a href="http://news.cnet.com/8301-31001_3-57332246-261/grooveshark-email-how-we-built-a-music-service-without-um-paying-for-music/">&#8220;The only thing that I want to add is this: we are achieving all this growth without paying a dime to any of the labels. […] we use the label&#8217;s songs till we get a 100 (million) uniques, by which time we can tell the labels who is listening to their music, where, and then turn around and charge them for the very data we got from them.&#8221;</a> </p></blockquote>
<p>Man versucht schnell ohne Lizenzverträge zu wachsen um danach eine bessere Verhandlungsposition zu haben. Bei YouTube hat dies funktioniert und vielleicht wird es noch einmal bei einem anderen Service funktionieren. Das Problem für die TV-Unternehmen ist, dass es lediglich einmal klappen muss und schon haben sie ein massives Problem.</p>
<h3>Der Markt bewegt sich</h3>
<p>Betrachtet man diese Aktivitäten wird klar, dass zur Zeit viel Geld und Energie in neue TV-Modelle investiert wird. Klare Gewinner sind zwar noch nicht abzusehen, aber dass die TV-Industrie in 5 Jahren noch so aussieht wie heute bezweifle ich angesichts all dieser Projekte stark. Eine Strategie, die davon ausgeht, dass man seinen Markt gegen diesen Ansturm verteidigen kann, greift meiner Einschätzung nach zu kurz. Jeder TV-Sender, Produzent, Kabelnetz- und Satellitenbetreiber muss sich überlegen, welche Rolle er in einem neuen Ökosystem spielen kann und mit welchen Partnern er ins Spiel geht. Denn ähnlich wie in der Smartphone-Industrie wird auch im TV-Bereich das stärkste Ökosystem gewinnen. </p>
<p><em><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-tv-empfangt-das-internet-neue-services-stehen-in-den-startlochern">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></em>
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		<item>
		<title>Deutsche TV Sender gegen den Rest der Welt</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 08:35:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Der TV Markt ist reif für die Disruption – zumindest in den Augen von immer mehr Venture Capitalists, die Geld in immer neue TV Startups investieren. Auch die großen Internetplayer wie Google, Apple, Amazon, Facebook und Co. bringen sich in Position um ein möglichst großes Stück vom TV-Kuchen abzubekommen. Die Ruhe vor dem Sturm Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der TV Markt ist reif für die Disruption – zumindest in den <a href="http://www.bothsidesofthetable.com/2011/11/14/future-of-tv-the-quick-version/">Augen von immer mehr Venture Capitalists</a>, die Geld in immer neue TV Startups investieren. Auch die großen Internetplayer wie Google, Apple, Amazon, Facebook und Co. bringen sich in Position um ein möglichst großes Stück vom TV-Kuchen abzubekommen. </p>
<h3>Die Ruhe vor dem Sturm</h3>
<p>Wenn man den Aussagen und Aktionen der Sender folgt könnte man jedoch meinen, dass uns diese Aktivitäten in Deutschland nicht betreffen werden. Gerade erst haben ProSiebenSat.1 und RTL wiederholt <a href="http://www.dwdl.de/nachrichten/8456/prosiebensat1_kann_mit_quartalszahlen_nicht_berzeugen/page_1.html">solide</a> bis <a href="http://www.wiwo.de/unternehmen/it/quartalszahlen-hoehere-werbeeinnahmen-steigern-rtl-umsatz/5814918.html">gute</a> Quartalszahlen vorgelegt und von einer Krise lässt sich dort nichts erkennen. Auch die Medienforschung erkennt seit Jahren keinen Trend, der auf eine Gefahr für die Deutschen TV Sender durch das Internet hindeuten könnte. </p>
<p>Es verwundert also nicht wenn sich die privaten Sender die Zeit nehmen und <a href="http://www.digitalfernsehen.de/RTL-und-Pro-Sieben-Sat-1-klagen-gegen-Bundeskartellamt.53879.0.html">den vom Kartellamt untersagten Aufbau einer gemeinsame online Plattform vor Gericht durch zusetzten</a> und alle anderen (gemeinsamen) Aktivitäten bis zur Klärung zurück zustellen. Der Weg durch die Instanzen hat schon bei den Programmdaten bestens geklappt. Dort konnten die Sender vor Gericht erwirken, dass <a href="http://meedia.de/internet/erneut-schlappe-fuer-vdz-im-tv-programm-streit/2011/10/27.html">Programmbegleitmaterialien wie Bilder, Trailer und Beschreibungen unter das Leistungsschutzrecht fallen</a> und EPG-Anbieter Lizenzgebühren dafür zu entrichten haben. Bei den Öffentlich Rechtlichen Sendern wiederum versucht man die Produzenten zu befriedigen indem man ihnen ein <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/germany_s_gold_das_geschaeftsmodell">gemeinsames kostenpflichtiges Video on Demand-Portal mit dem schönen Namen Germany&#8217;s Gold beschert</a>. </p>
<p>Alles in Allem haben sich die Sender also eine wunderbare Ausgangsposition erarbeitet. Wenn jemand auf die Idee kommen sollte einen Service, eine App oder eine Plattform mit ihren Programmdaten zu starten wird er zur Kasse gebeten. Sollte ein Anbieter eine gemeinsame Plattform à la Hulu starten wollen wird er mit Hinweis auf das laufende Verfahren –  das natürlich nicht gefährdet werden kann – vertröstet. Und über das VoD Portal Germany&#8217;s Gold werden in Zukunft zusätzlich signifikante digitale Erlöse erwirtschaftet werden – was bisher außer Apple mit iTunes noch keinem Anbieter in Deutschland gelungen ist. </p>
<h3>Sender unter Druck</h3>
<p>Trotzdem scheint es beim ZDF erste Zweifel daran zu geben ob die Position der deutschen TV Sender wirklich so komfortabel ist, wie es gemein hin dargestellt wird. Der Intendant Markus Schächter trommelt gegen Apple und Google und wird vom Handelsblatt wie folgt zitiert: &#8220;<em><a href="http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/schaechter-lehnt-werbeverbot-ab/5880362.html">Wir müssen uns endlich verbünden. Die starren Fronten erinnern mich manchmal an den Stellungskrieg von Verdun.</a></em>&#8220;</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/tvmarkt_unter_Druck.jpg" alt="" title="tvmarkt_unter_Druck" width="550" height="378" class="alignleft size-full wp-image-2437" /></p>
<p>Betrachte ich diese Situation fühle ich mich viel mehr an den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trojanischer_Krieg">Trojanischen Krieg</a> erinnert. Die stolzen Trojaner (TV-Sender) haben sich hinter ihren starken Mauern (Urheberrecht/Leistungschutzrecht) verschanzt und die schöne Helena (Werbegelder/Inhalte) in Sicherheit gebracht. Die übermächtigen Griechen (Apple, Google, Amazon, Facebook, Sony, Netflix, Hulu und duzende Startups) machen sich derweil daran die Stadt zu belagern und stellen sich auf eine längere Auseinandersetzung ein. </p>
<p>Die Wette der Sender ist, dass die Mauern hoch und stark genug sind um dem Ansturm stand zu halten und keiner der neuen Anbieter einen Odysseus in seinen Reihen hat der ein trojanisches Pferd in die Stadt schleust. Diese Wette wird nicht aufgehen. Es geht um zuviel Geld, als dass sich Apple, Sony, Google, Microsoft und Amazon davon abschrecken ließen. Diese Firmen haben die finanziellen Mittel langfristig den Markt zu entwickeln oder sich in den Markt zu kaufen. Was passiert zum Beispiel, wenn <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article13708139/Fussball-Bundesliga-bald-im-Internet-statt-im-Free-TV.html">Google die Bundesliga-Rechte für YouTube kauft</a>? Oder der Kindle Fire zusammen mit Amazon Prime in Deutschland eingeführt wird? Und selbst wenn es keinem der Großen gelingen sollte die Mauern zu durchbrechen gibt es immer noch hunderte Startups, die daran arbeiten den TV-Markt auf den Kopf zu stellen.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/portal_potential_deutschland.jpg" alt="" title="portal_potential_deutschland" width="550" height="380" class="alignleft size-full wp-image-2436" /></p>
<p>Wenn es einem Anbieter erst einmal gelingt ein attraktives Bewegtbildangebot im Netz zu lancieren, wäre die Nutzerakzeptanz und die schnelle Verbreitung des Services in Deutschland sehr wahrscheinlich. Die Sender lassen zur Zeit ein enormes Potential ungenutzt indem sie darauf bestehen, dass die Nutzer Inhalte nur auf ihren Seiten konsumieren können. Obwohl 80% der Internetnutzer Videoportale besuchen und somit bereit sind Videos im Netz zu konsumieren, sehen nur 43% Programme auf den Senderseiten. Es verwundert also nicht weiter, dass <a href="http://www.turi2.de/2011/11/24/heute2-familie-jahr-gruner-jahr-rbb-12212179/">Hulu mal wieder den Deutschen Markt sondiert</a> und versucht einen Partner zu finden. </p>
<p>ZDF-Intendant Schächter hat in einem Punkt Recht, die Sender müssen zusammen arbeiten um nicht überrollt zu werden. Aber die <a href="http://www.golem.de/1111/87968.html">Gefahr liegt nicht bei Apple und Google</a>, diese Unternehmen könnten sich viel mehr als wertvolle Partner erweisen. Die Gefahr liegt viel mehr darin, dass sich die Sender zu sehr abkoppeln und die Entwicklung im Internet anderen überlassen. Indem sie ihre Inhalte wegschließen und jegliche Kooperation untereinander und mit Internetunternehmen vermeiden sorgen sie dafür, dass jeder nach Wegen um die Sender herum sucht. Sie sorgen dafür, dass sie den Wandel nicht gestalten sondern von ihm übergangen werden.</p>
<p><h3>Zentrale Fragen der TV-Sender</h3>
<p>Statt gemeinsam eine Position gegen Apple und Google zu erarbeiten sollten die Sender ihre Energie lieber folgenden Fragen widmen:</p>
<ol>
<li><strong>Was macht einen Fernsehsender im Internet aus? </strong><br />
Das Internet stellt Intermediäre vor große Herausforderungen. Die klassische Rolle als Vermittler zwischen Publikum, Produzenten und Werbetreibenden wandelt sich angesichts der Möglichkeiten zur Personalisierung, zum direkten Vertrieb und des individuellen Abrufs einzelner Inhalte. Hier stellt sich also für Fernsehsender die Sinnfrage. </li>
<li><strong> Wie können die Sender Reichweite für ihre Inhalte im Netz generieren? </strong><br />
Angesichts der Millionen Menschen die jeden Tag im klassischen TV erreicht werden ist die Reichweite der Sender im Netz marginal und das liegt nicht daran, dass über das Internet nicht mehr Nutzer zu erreichen sind. Es ist schlicht utopisch anzunehmen, dass die Nutzer sich die Inhalte jeweils bei einem Sender abholen werden. Die Sender müssen viel mehr ihre Inhalte dorthin vertreiben wo die Nutzer sind.</li>
<li><strong>Was sind adäquate Inhalte für das Internet, wie können diese produziert und vertrieben werden?  </strong><br />
Das Internet ist nicht nur ein Vertriebsmedium für existierende Inhalte, sondern ermöglicht neue Formate jenseits des TVs. Diese Entwicklung wird gerade von <a href="http://www.youtube.com/creators/original-channels.html">Google mit YouTube massiv vorangetrieben</a>. Sobald die neuen Inhalte eine gewisse Popularität erreichen dürfte es schwer werden die Zuschauer wieder für die durchschnittliche Fernsehkost zu begeistern. </li>
</ol>
<h3> Ein erster Schritt</h3>
<p>
Der einfachste Weg um mit den Internetunternehmen ins Gespräch zu kommen und mit ihnen zusammenzuarbeiten läge darin Schnittstellen und klare rechtliche Rahmenbedingungen anzubieten mit deren Hilfe die Unternehmen auf die TV-Inhalte zugreifen können. Statt sich abzuschotten böte eine Öffnung für neuen Services und Plattformen die Möglichkeit mit den Internetunternehmen auf Augenhöhe zu verhandeln und zusammen zu arbeiten. Denn sollte erst einmal eines der Unternehmen die Mauern überwunden haben wird jeder weitere Verhandlung auf ein Diktat von Forderungen hinauslaufen.</p>
<p><em><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-deutsche-tv-sender-gegen-den-rest-der-welt">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></em>
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</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tele Vision 01: Fernseher als Bildschirm</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/tele-vision-01-fernseher-als-bildschirm.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/tele-vision-01-fernseher-als-bildschirm.html#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 14:51:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fernseher wird zum Bildschirm. Das letzte Google TV Update ermöglicht Android Apps auf dem Fernseher. Zudem hat Steve Jobs Biographie die Gerüchte rund um einen Apple Fernseher neu entflammt – auch dort wird es Apps geben. Hinzu kommen starke Verkaufszahlen von Connected TVs, Spielkonsolen und Internet-Boxen, die ihrerseits alternative Inhalte auf dem Fernseher ermöglichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fernseher wird zum Bildschirm. Das letzte <a href="http://googletv.blogspot.com/2011/10/update-on-google-tv.html">Google TV Update ermöglicht Android Apps</a> auf dem Fernseher. Zudem hat Steve Jobs Biographie die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2011/10/27/whats-really-next-for-apple-in-television/">Gerüchte rund um einen Apple Fernseher</a> neu entflammt – auch dort wird es Apps geben. Hinzu kommen <a href="http://www.asymco.com/2011/10/28/assessing-the-smart-tv-opportunity/">starke Verkaufszahlen von Connected TVs</a>, Spielkonsolen und Internet-Boxen, die ihrerseits alternative Inhalte auf dem Fernseher ermöglichen.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/google_TV_interface.jpg" alt="" title="google_TV_interface" width="550" height="374" class="alignleft size-full wp-image-2415" /></p>
<p>Diese Entwicklungen verwandeln den Fernseher zum Bildschirm. Apps, Internet Services und neue Inhalte werden auf dem Fernseher Platz finden und mit den klassischen Rundfunkinhalten um die Zeit der Konsumenten konkurrieren. Momentan sind diese Services noch versteckt hinter Menütasten und Appstores doch <a href="http://www.microsoft.com/presspass/press/2011/oct11/10-05XBTVPR.mspx">Microsoft zeigt mit der XBox wie TV als ein Service unter vielen auf den Bildschirmen der Zukunft aussehen wird</a>.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/xbox_live_tv.jpg" alt="" title="xbox_live_tv" width="550" height="355" class="alignleft size-full wp-image-2414" /></p>
<h3>Der Wandel</h3>
<p>Der Fernsehgerätemarkt ähnelt an vielen Stellen dem frühen Smartphonemarkt. Alle neuen Fernseher haben Internet aber so wirklich weiß noch niemand wieso und was man damit eigentlich anfangen soll. Zudem ist das Internet auf dem Fernseher schwer zu bedienen, die Fernseher sind langsam, haben oft eine schlechte Usability und attraktive Services sind Mangelware.</p>
<p>Der Entwicklung fehlt ein Katalysator, der die Richtung vorgibt und die Konsumenten führt und erzieht. Für diesen Wandel braucht der Gerätemarkt nicht unbedingt einen Apple Fernseher. Betrachtet man die Fortschritte die <a href="http://www.google.com/tv/">Google TV</a>, <a href="http://www.boxee.tv/">Boxee</a>, <a href="http://www.plexapp.com/">Plex</a> und <a href="http://www.roku.com/">Roku</a> in den letzten Monaten gemacht haben könnte auch über Iteration statt Revolution die richtige Mischung gefunden werden.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/tv_zum_bildschirm.jpg" alt="" title="tv_zum_bildschirm" width="550" height="256" class="alignleft size-full wp-image-2422" /></p>
<h3>Die Auswirkungen</h3>
<p>Im ersten Schritt wird die Fernsehnutzung von den neuen Services auf dem TV nicht negativ beeinträchtigt werden, selbst wenn einer der Anbieter den richtigen Mix zur breiten Akzeptanz findet. Viel mehr wird die Zeit, die wir vor dem Fernseher verbringen steigen, ohne dass die Nutzungsdauer von TV-Inhalten sinkt. Zuschauer werden eher Zeit von der PC-Nutzung an den Fernseher verlagern um dort zu spielen, zu kommunizieren oder sich unterhalten zu lassen.</p>
<p>Doch mittelfristig werden die Alternativen einen starken Einfluss auf den Fernsehkonsum haben. Ich bin sehr gespannt darauf, was passiert wenn zum Beispiel ein Fernseher nach dem Einschalten nicht mehr direkt mit dem Fernsehprogramm startet sondern den User erst vor die Wahl stellt: Neuste Facebook Bilder ansehen? Aktuelle Nachrichtenvideos? Angry Birds spielen? Die neue US Serie oder den neuen Hollywood Film sehen? Videokonferenz mit den Freunden? Oder &#8230; fernsehen? Es könnte diese kleine Änderung sein, die zu einem massiven Shift in der Nutzung führt. Das bedeutet nicht, dass die Nutzer kein TV-Programm mehr auf dem Fernseher konsumieren werden, sie werden nur merklich weniger klassisch fernsehen und ihre Zeit auf andere Tätigkeiten am Fernseher verwenden. </p>
<h3>Der Zeitrahmen</h3>
<p>Etwa 4 Jahre nach Einführung des iPhones fängt Apple damit an die SMS überflüssig zu machen indem <a href="http://www.apple.com/ios/features.html#imessage">iMessage die Text-Kommunikation über das Netz komfortabler</a>, einfacher und vor allem günstiger ermöglicht. Mit Facetime und Skype findet zudem ein Angriff auf das klassische Telefonat via Netzbetreiber statt. Auch im Fernsehbereich wird es einige Jahre dauern bis sich die Gerätehersteller an den Kern der TV-Sender und PayTV-Anbieter heranwagen. Bis es dazu kommt werden sie versuchen attraktive Alternativen bereitzustellen, die von Videokonferenzen über neue Videoinhalte bis hin zu interaktiven Applikationen reichen und alles abdecken, was die Sender, Studios und PayTV-Anbieter nicht kontrollieren.</p>
<h3>Die weitere Entwicklung</h3>
<p>Auch wenn sich viele wünschen, dass der TV-Markt kräftig umgekrämpelt wird, ist es utopisch anzunehmen, dass Google, Apple oder Microsoft die TV-Industrie in einem Spiel schlagen können in dem alle Trümpfe (Inhalte) in der Hand der Sender, Studios und PayTV Anbieter liegen. Die Konzerne, Startups und Quereinsteiger werden jedoch sicher versuchen das Spiel zu beenden oder die Regeln zu ändern.</p>
<p><a href="http://twitter.com/#!/umairh/status/20900188893"><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/change_the_game.jpg" alt="" title="change_the_game" width="550" height="222" class="alignleft size-full wp-image-2430" /></a></p>
<p>Deshalb werden sie versuchen Alternativen anzubieten und den Fernseher als Bildschirm zu etablieren auf dem sie Inhalte jenseits der Fernsehprogramme featuren und bereitstellen. Für Microsoft sind dies im ersten Schritt Spiele und Videokonferenzen (Kinect), für Google ist es <a href="http://www.youtube.com/creators/original-channels.html">YouTube mit den neuen originären Channeln</a> und für Apple werden es Apps und <a href="http://joehewitt.com/2011/10/25/airplay-tv">AirPlay</a> sein.</p>
<p>Vor allem Googles Ansatz viel Geld für originäre exklusive YouTube-Inhalte in die Hand zu nehmen, die sie im Anschluss weltweit vertreiben können, sollte die Alarmglocken in jedem Fernsehsender der Welt schrillen lassen.</p>
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		<title>Social TV</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/social-tv.html</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 09:09:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Interaktives TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Fernsehen als soziales Erlebnis ist im offline Kontext eine Selbstverständlichkeit, der Watercooler-Effekt und die Lagerfeueratmosphäre werden zurecht immer wieder als Besonderheiten des Mediums zitiert. Ausgehend von diesen Phänomenen ergeben sich viele Anknüpfungspunkte um das TV-Erlebnis auch im Netz sozialer zu gestalten indem die vorhandenen Social Graphen genutzt werden und gleichzeitig neue Verbindungen hinzugefügt werden. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fernsehen als soziales Erlebnis ist im offline Kontext eine Selbstverständlichkeit, der <a href="http://mediadecoder.blogs.nytimes.com/2010/02/24/water-cooler-talk-about-the-water-cooler-effect/">Watercooler-Effekt</a> und die <a href="http://www.dwdl.de/nachrichten/31736/tvserien_zwischen_livegefhl_und_lagerfeuer/">Lagerfeueratmosphäre</a> werden zurecht immer wieder als Besonderheiten des Mediums zitiert. Ausgehend von diesen Phänomenen ergeben sich viele Anknüpfungspunkte um das TV-Erlebnis auch im Netz sozialer zu gestalten indem die vorhandenen <a href="https://developers.facebook.com/docs/reference/api/">Social</a> <a href="https://dev.twitter.com/">Graphen</a> genutzt werden und gleichzeitig neue Verbindungen hinzugefügt werden. Die Ansatzpunkte die sich diesem Problem widmen und zu Social TV im Netz führen lassen sich grob in vier Bereiche gliedern: Programmauswahl, <a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/interaktives-fernsehen.html">Interaktivität</a>,  sozialer Kontext (aka Lagerfeuer) und Distribution.</p>
<h3>Programmauswahl</h3>
<p>Es gibt verschiedene Ansätze, die versuchen das TV-Programm relevanter für den Nutzer zu gestalten indem sie verschiedene Social Media Quellen integrieren. <a href="http://www.socialguide.com/">SocialGuide</a> rankt Shows und Sendern nach den Social Media Interaktionen der Nutzer. Das Ergebnis sind Programmlisten, die nach Häufigkeit der Interaktion gerankt sind und so dem Nutzer einen anderen Zugang zum TV-Programm versprechen. Um dieses Ergebnis zu erhalten hat SocialGuide im Juli über <a href="http://www.socialguide.com/social100/7-2011">10 Millionen Kommentare zu TV-Shows auf den verschiedenen Plattformen</a> wie Facebook und Twitter  getrackt.</p>
<p>Einen personalisierten Ansatz verfolgt <a href="http://www.clicker.com/">Clicker</a>. Das von CBS für <a href="http://techcrunch.com/2011/03/04/cbs-acquires-clicker-jim-lanzone-named-president-of-cbs-interactive/">$50-100 Millionen gekaufte Startup</a> nutzt Facebook Connect dazu seinen Nutzern TV-Inhalte zu empfehlen, die <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2010/12/15/with-facebook-tie-clicker-wants-to-be-personal-web-tv-guide/">sich aus den Präferenzen der Freunde bedienen</a>. Daraus entsteht ein personalisiertes TV-Programm für jeden Nutzer, das aus Internet und TV-Inhalten besteht. Ähnliche Ansätze verfolgen auch die <a href="http://vodpod.com/">VodPod</a>-Macher mit ihrer iPad App <a href="http://showyou.com/">ShowYou</a>. In dieser App werden alle Videos, die Freunde auf Facebook, Twitter oder VodPod sharen zusammengefasst. Der Weg von dort hin zu einer sinnvollen Erweiterung um TV-Inhalte ist nicht mehr weit. Auch <a href="http://www.boxee.tv/">Boxee</a> möchte die <a href="http://netzwertig.com/2011/08/10/boxee-veroffentlicht-app-multifunktionelle-video-schaltstation-fur-das-ipad/">Programmauswahl mit seiner iPad App</a> neu definieren und bietet deshalb ein sehr ähnliches Spektrum wie ShowYou.</p>
<p>Neben diesen Anwendungen könnte auch Facebook selbst sich in diesem Feld breitmachen, wenn die <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/appsblog/2011/apr/06/facebook-places-tv-industry">Bemühungen von Christian Hernandez Gallardo, Head of International Business Development bei Facebook, Früchte tragen</a>:</p>
<blockquote><p>We’ve talked to broadcasters about putting their whole EPG as events on Facebook, and letting people RSVP to them to get a reminder.</p></blockquote>
<p>Die Ansätze zeigen, wie breit das Spektrum ist von Crowdsourcing über Personalisierung bis hin zur Aggregation von gesharten Inhalten bieten sich viele Möglichkeiten die Programmauswahl durch ein soziales Element neu zu gestalten.</p>
<h3>Interaktivität</h3>
<p>In dieser Kategorie ist die Integration von Social Web Elementen bereits am weitesten fortgeschritten. <a href="http://twitter.com/">Twitter</a> als Treiber ist mittlerweile aus dem Fernsehen nicht mehr wegzudenken, denn die Sender haben erkannt, dass sie über Twitter ihre live Programme gegenüber der ondemand Nutzung aufwerten können &#8211; Interaktion macht nur im live Szenario Sinn.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/hashtags_im_tv_programm.jpg" alt="" title="hashtags_im_tv_programm" width="550" height="181" class="alignleft size-full wp-image-2231" />
<p>Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Sender Hashtags ins Bild aufnehmen. Dies kann  das Tweetvolumen um das <a href="http://media.twitter.com/twitter-tv">zwei- bis zehnfache</a> steigern. Des Weiteren haben die Sender Twitter als Quelle für Nutzermeinungen entdeckt und binden Tweets munter in Nachrichten und Shows ein. Damit die Sender mit Tweets nicht genauso umgehen, wie mit YouTube Videos, die mit <a href="http://videopunks.de/quelle-youtube">Quelle: YouTube</a> gesendet werden, hat Twitter Richtlinien erstellt. Darin wird erklärt, wie <a href="http://support.twitter.com/articles/318867-richtlinien-zur-verwendung-von-tweets-in-rundfunk-und-anderen-offline-medien">Tweets und Inhalte im Fernsehen korrekt eingebunden werden können</a>. </p>
<p>Allerdings schießen manchmal die Redaktionen etwas über das Ziel hinaus. Jon Stewart zeigt in der <a href="http://www.thedailyshow.com/">Daily Show</a> einige Stilblüten, die jeden daran erinnern sollten, dass <a href="http://www.thedailyshow.com/watch/wed-july-27-2011/twitter-pundits">Tweets im live Programm kein Selbstzweck sind</a>.</p>
<p><embed src="http://media.mtvnservices.com/mgid:cms:video:thedailyshow.com:393257" width="512" height="288" type="application/x-shockwave-flash" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" base="." flashVars=""></embed></p>
<p><a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2011/interaktives-fernsehen.html">Welche weiteren Startups und Entwicklungen es rund um interaktives Fernsehen gibt findet sich in diesem Artikel.</a></p>
<h3>Sozialer Kontext</h3>
<p>Wenn es darum geht im Netz die Lagerfeueratmosphäre für ondemand Inhalte herzustellen, wird es bereits schwieriger. Die Couch im Wohnzimmer mit ein paar Freunden lässt sich nicht ohne weiteres ins Netz verlagern &#8211; schon gar nicht immer dann wenn der Nutzer gerade Lust dazu hat. Nichtsdestotrotz gibt es einige Ansätze, die genau das versuchen.</p>
<p><a href="http://chill.com/home">Chill</a> synchronisiert YouTube Videos, so dass mehrere Nutzer gleichzeitig dasselbe Video sehen. Dabei setzt das Startup auf ein <a href="http://netzwertig.com/2011/05/30/turntable-fm-vorsicht-macht-suchtig/">ähnliches Prinzip wie Turntable.FM</a>. Bei Chill können einzelne User den VJ in Lounges spielen und Videos von YouTube vorschlagen, die sie dann gemeinsam mit anderen ansehen und sich über einen Chat dazu austauschen. Zudem existieren ein einfaches Bewertungssystem und ein Kinosaal in dem die Nutzer abgestellt werden.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/chill_screenshot2.jpg" alt="" title="chill_screenshot2" width="550" height="299" class="alignleft size-full wp-image-2242" /> </p>
<p>Einen Schritt weiter zur Couch geht Google mit <a href="http://www.google.com/support/+/bin/static.py?hl=en&#038;page=guide.cs&#038;guide=1257349&#038;rd=1">Hangout</a>. Dort können sich die Nutzer nicht nur spontan zu einer Videokonferenz zusammenschalten sondern über einen kleinen Umweg auch <a href="http://gigaom.com/video/youtube-hangouts-live-stream/">gemeinsam YouTube Videos und Livestreams ansehen</a>. Einige Musiker haben bereits mit Hangout experimentiert um darüber Konzerte live zu streamen in dem die Nutzer das Signal einfach immer weiter verbreiten um so die Hangout-Grenze von 10 Teilnehmern zu umgehen. Wer daran teilnehmen möchte um es zu erleben findet auf <a href="http://hangoutparty.com/">Hangoutparty</a> den nächsten Termin.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/google_hangout.jpg" alt="" title="google_hangout" width="550" height="300" class="alignleft size-full wp-image-2248" /></p>
<p>Hangout und Chill demonstrieren wie eine Lagerfeuerstimmung auch im Netz aufkommen könnte: entweder über Avatare oder über Videopräsenz lässt sich die Anwesenheit anderer Personen simulieren. Das deutlich interessantere an diesen Diensten ist jedoch, dass sie Adhoc Communities rund um den Inhalt schaffen, die nicht unbedingt an Freundesbeziehungen sondern viel mehr an den Inhalt geknüpft sind. Sie werten Inhalte allein dadurch auf, dass der Inhalt gleichzeitig von andere Zuschauern gesehen wird und dem Nutzer dies bewusst gemacht wird (ähnlich wie man eher ein gut besuchtes Restaurant auswählt als ein leeres).</p>
<h3>Distribution</h3>
<p>Wenn es um die Verbreitung von TV-Inhalten über Social Media geht sollte man eigentlich meinen, dass dies eine klare Angelegenheit ist. TV ist ein attraktiver emotionaler Inhalt mit dem Nutzer live Interagieren, die Verbreitung sollte also fast von allein vonstatten gehen. Trotzdem zeigt ein kurzer Vergleich von sozialen Interaktionen Rund um TV-Inhalte (<a href="http://tv.trendrr.com/">mit Trendrr</a>) und YouTube Videos (<a href="http://viralvideochart.unrulymedia.com/">mit Unrulymedia</a>) erstaunliches.</p>
<p><iframe width='550' height='300' frameborder='0' src='https://docs.google.com/spreadsheet/pub?hl=en_US&#038;hl=en_US&#038;key=0AlWbWi9hDX3KdFNnY1JWTVBNWEhNV1J5UW1ZNXZsaHc&#038;single=true&#038;gid=0&#038;output=html&#038;widget=true'></iframe></p>
<p>Die Top-YouTube Videos erzielen zum Teil eine bessere Reichweite in Social Networks als dies die TV-Inhalte tun. Vor allem Blogs und Facebook sind bei YouTube Videos deutlich stärker vertreten als bei den TV Shows. Natürlich ist es ein wenig Äpfel mit Birnen verglichen, ich bin jedoch der Meinung, dass TV-Shows hier deutlich unter ihrem Potential bleiben. Sie könnten, was die Distribution über Social Media anbelangt, eine deutlich breitere Verbreitung erreichen als sie es momentan tun. Allein die Tatsache, dass so gut wie kein Tweet über eine TV-Sendung auch einen Link zu dieser beinhaltet spricht Bände. Ein Tweet zu einem YouTube Video ohne Link zu YouTube ist hingegen undenkbar.</p>
<p>Das Problem könnte darin liegen, dass die TV-Inhalte nicht (einfach) verlinkbar oder die Inhalte zu fragmentiert sind. Worauf sollen die Nutzer verlinken? Auf die Programmankündigung, die Showseite oder doch lieber auf das eventuell vorhandene Video in der Mediathek?</p>
<p>Während es für die anderen Bereiche viele Startups gibt, die versuchen die Probleme zu lösen liegt der Ball bei der Distribution bei den Sendern. Doch die sind eher damit beschäftigt die <a href="http://torrentfreak.com/foxs-8-day-delay-on-hulu-triggers-piracy-surge-110822/">Piraterie vor dem Aussterben zu bewahren</a> indem sie wie Fox ihre Inhalte hinter <a href="http://www.hulu.com/plus">Paywalls</a> verstecken als zu versuchen ihre Inhalte möglichst weit zu verbreiten. </p>
<h3>Social TV</h3>
<p>Um das Fernseherlebnis im Netz wirklich sozial zu gestalten und sowohl den Watercooler Effekt als auch die Lagerfeueratmosphäre zu transportieren müssen die vier Bereiche zusammenarbeiten. Idealerweise hilft ein personalisierte Programmführer, den Nutzern bei der Auswahl der Inhalte. Während des Konsums wird der soziale Kontext durch die Simultanität hergestellt &#8211; auch wenn das Video ondemand gesehen wird &#8211; und natürlich können die Nutzer dabei mit anderen Zuschauern interagieren. Letztlich wird es spannend werden ob sich Plattformen wie Facebook, Google+ oder Twitter weiterentwickelt um alle diese Bedürfnisse zu befriedigen oder ob sich für jeden Bereich separate Lösungen etablieren werden, die lediglich Basisdaten von den großen Plattformen beziehen.</p>
<p><em><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-social-tv">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></em></p>
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		<title>Hulu am Ende? Der Lack ist ab.</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/hulu-am-ende-der-lack-ist-ab.html</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 15:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Distribution]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Jede Woche hört man neue Gerüchte und Wasserstandsmeldungen zum Hulu-Verkauf. Bis jetzt gibt es allerdings lediglich die Aussage von Disney Chef Bob Iger zur Verkaufsabsicht als handfeste Bestätigung für den Prozess. Bereits seit Mitte 2010 kursieren Gerüchte darum, dass die Hulu-Eigentümer Disney, NBCUniversal, Fox und Providence Equity Partners die Firma auf eigene Beine stellen möchten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Woche hört man neue <a href="http://videonuze.com/blogs/?2011-07-25/Hulu-Sale-Process-Has-Become-One-Big-Leak-a-thon/&#038;id=3152">Gerüchte und Wasserstandsmeldungen zum Hulu-Verkauf</a>. Bis jetzt gibt es allerdings lediglich die Aussage von Disney Chef Bob Iger zur Verkaufsabsicht als handfeste Bestätigung für den Prozess. Bereits seit <a href="http://gigaom.com/video/hulu-eyeing-an-ipo/">Mitte 2010 kursieren Gerüchte</a> darum, dass die Hulu-Eigentümer Disney, NBCUniversal, Fox und Providence Equity Partners die Firma auf eigene Beine stellen möchten. Damals war noch ein Börsengang das Ziel, dieser hat sich jedoch aufgrund der ungeklärten <a href="http://www.zdnet.com/blog/home-theater/hulu-yanks-ipo-mulls-other-subscription-plans/4540">Verlängerung der Lizenzverträge zerschlagen</a>.</p>
<p>Nachdem der IPO nicht realisiert werden konnte konzentrieren sich die Bemühungen nun auf einen direkten Verkauf. Im Moment scheinen sich die Internetgrößen die Klinke bei Hulu in die Hand zu geben. Microsoft, Apple, Amazon, Yahoo! und Google haben sich zumindest einmal schlau gemacht, was Hulu zu bieten hat. Doch es dürfte nicht ganz einfach sein Hulu an den Mann zu bringen, denn nach vier Jahren ist der Lack ab und größere Probleme und Herausforderungen werden ersichtlich.</p>
<h3>Hulus Herausforderungen</h3>
<h4>Stagnierendes Wachstum</h4>
<p>Hangelte sich Hulu in den ersten Jahren noch von einem Rekordmonat zum nächsten konnte Hulu in den letzten Monaten lediglich noch das Werbevolumen steigern. Hulus Unique Viewers liegen zur Zeit sogar um fast  20 Millionen unter den Höchstwerten vom Mai 2010 und Dezember 2009. Zudem kann sich Hulu nicht mehr deutlich von den Reichweiten vieler TV-Sender absetzen, was andeutet, dass es Hulu nicht (mehr) schafft mehr zu bieten als die Summe seiner Teile.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/hulu_unique_viewers.jpg" alt="" title="hulu_unique_viewers" width="550" height="308" class="alignleft size-full wp-image-2087" /><br />
<small><a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases">Zahlen auf Basis der Comscore Videometrix 2.0</a></small> </p>
<p>Betrachtet man die Viewing Sessions erkennt man, dass sich das Nutzungsverhalten auf Hulu verändert hat. Da die Anzahl der Sessions relativ stabil bleibt kann man daraus schließen, dass es Hulu geschafft hat sich ein Stammpublikum zu erarbeiten, dass den Dienst intensiv nutzt. Jeder dieser Nutzer sieht auf der Seite im Monat ca. <a href="http://blog.nielsen.com/nielsenwire/online_mobile/june-2011-top-u-s-online-destinations-for-video/">3:42 Stunden Videos</a> damit ist Hulu die Nummer zwei hinter Netflix mit 8:34 Stunden. Es scheint fast so als ob Hulu sein Publikum gefunden hätte es jedoch nicht recht gelingt die Userbasis auszuweiten und viele User, die Aufgrund von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1m71m-LBqFQ">TV-Werbung</a> auf den Service aufmerksam wurden nicht gehalten werden konnten.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/hulu_viewing_sessions.jpg" alt="" title="hulu_viewing_sessions" width="550" height="311" class="alignleft size-full wp-image-2088" /><br />
<small><a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases">Zahlen auf Basis der Comscore Videometrix 2.0</a></small> </p>
<h4>Starke Konkurrenz</h4>
<p>Zu Beginn konnte sich Hulu durch eine überlegene Usability, das Interface und einen klaren Fokus auf Bewegtbild von anderen Angeboten abgrenzen. Nirgends sonst standen TV-Inhalte so im Fokus und war es so einfach diese zu sehen. Doch die TV-Sender und andere Portale haben schnell gelernt und mittlerweile kann sich Hulu nicht mehr über diese Merkmale differenzieren.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/hulu_vs_fox_abc_nbc_cbs.jpg" alt="" title="hulu_vs_fox_abc_nbc_cbs" width="550" height="583" class="alignleft size-full wp-image-2094" />
<p>Neben der Konkurrenz durch Portale und TV-Sender hat sich vor allem Netflix als Hulu Konkurrent hervorgetan. Die Kräfteverhältnisse zeigen sich hier nicht nur in der Sehdauer, die bei Netflix mehr als doppelt so hoch ist, sondern auch beim Wachstum der beiden Subscription-Dienste. Während <a href="http://www.hulu.com/plus">Hulu plus</a> wohl bis <a href="http://blog.hulu.com/2011/07/06/q2/">Ende Q3 die 1 Million Abonnenten Grenze</a> überschreiten wird kratzt <a href="http://allthingsd.com/20110725/netflix-q2-light-on-revenue-beats-earnings/">Netflix an der 10 Millionen Grenze</a> für <a href="https://signup.netflix.com/global">Streaming only Kunden</a> und das obwohl Netflix das Angebot <a href="http://www.insideredbox.com/netflix-introduces-streaming-only-plan-price-changes/">5 Monate</a> <a href="http://adage.com/article/digital/hulu-introduces-9-99-subscriptions-hulu/144729/">nach Hulu plus</a> eingeführt hat. Es zeigt sich, dass die Mehrzahl an Kunden Netflix Hulu plus vorzieht. </p>
<h4>Content Rechte</h4>
<p>Netflix und Hulu (plus) unterscheiden sich maßgeblich bei den Inhalten. Während Hulu exklusiven Zugriff auf aktuelle Serien und TV-Inhalte hat bietet Netflix einen breiten Katalog an Inhalten von Filmen über TV-Serien bis hin zu Dokumentationen. Hier treffen zwei Philosophien aufeinander. Hulu positioniert sich als TV-Chatchup Service, der Zugriff auf verpasste Inhalte bietet. Hulu ist damit noch zu einem großen Teil abhängig vom Sendeplan der TV-Stationen. Netflix positioniert sich hingegen als vollumfängliches Unterhaltungsangebot das losgelöst vom TV angeboten wird und Zugriff auf einen breiten Katalog erlaubt.</p>
<p>Hulu ist mit dieser Ausrichtung extrem davon Abhängig, dass es die Inhalte von den großen Sendern exklusiv erhält. Damit steht und fällt das Angebot mit den Content-Verträgen zwischen Hulu und seinen Besitzern. Was für negative Auswirkungen diese Abhängigkeit haben kann zeigt Fox. Der Sender führt ein neues <a href="http://paidcontent.org/article/419-fox-switches-to-authentication-for-new-shows-online-dish-gets-first-cra/">online Pay-Fenster ein in dem Inhalte 8 Tage nach Ausstrahlung</a> nur für Pay-TV Kunden und Hulu plus Abonnenten zu sehen sind. Hulu muss diese Änderung einfach an seine Kunden durchreichen und wird damit eines USPs beraubt.</p>
<p><small>
<p>Für einen Verkauf ist die Zusicherung dass der Käufer die Inhalte auf <a href="http://www.bloomberg.com/news/2011-07-18/hulu-s-owners-are-said-to-offer-bidders-five-year-program-access-guarantee.html">zwei Jahre exklusiv und für mindestens 5 Jahre</a> erhält essentiell. Doch die Netflix-Situation illustriert, dass die <a href="http://www.nytimes.com/2011/07/24/business/media/hulu-billed-as-tomorrows-tv-looks-boxed-in-today.html?_r=2&#038;partner=rss&#038;emc=rss">Hulu-Rechte sehr wahrscheinlich nicht ausreichen um Hulu zu weiterem Wachstum zu verhelfen.</a> </p>
<p></small></p>
<h4>Geringe Marge</h4>
<p>Hulu als Joint Venture der großen TV-Sender in den USA war von Anfang an auf die Bedürfnisse der Eigentümer zugeschnitten. Jason Kilar hat es zwar geschafft Zugeständnisse in manchen Bereichen zu erkämpfen aber trotzdem war Hulu immer so aufgestellt, dass die Eigentümer nur gewinnen konnten. Um das zu gewährleisten sind die Lizenz so gestrickt, dass Hulu <a href="http://computingtipz.com/youtube-and-hollywood-getting-online-tv-moving/">70% der Umsätze an die Contentinhaber</a> abführen muss. Zählt man die 10% hinzu, die Partner für Traffic erhalten bleiben Hulu lediglich 20% um daraus alle anfallenden Kosten wie Personal, Traffic, Hosting etc. zu bezahlen.</p>
<p>Hulus Marge ist also sehr gering und wird es auch nach einer Übernahme bleiben. Die Eigentümer sehen Hulu als Vehikel um eine neue Revenue-Share zu etablieren, der weg geht von den bekannten 50:50 Splits. Netflix wendet hingegen im Moment gerade einmal 40% der Umsätze für Inhalte auf &#8211; es wird zwar damit gerechnet dass diese Zahl auf 50% steigt aber trotzdem wäre der eine oder andere Käufer wohl besser beraten direkt Deals zu verhandeln statt einfach Hulu zu übernehmen.</p>
<h3>Mögliche Käufer</h3>
<p>Angesichts dieser Liste an Herausforderungen stellt sich die Frage, welcher Käufer am besten damit umgehen kann und am meisten von den Hulu-Assets profitiert.</p>
<p><strong>Apple</strong> kann man meiner Meinung nach ausschließen. Hulu bietet wenig, das Apple nicht selbst erreichen könnte. Apple hat viel Erfahrung darin Content-Deals auszuhandeln. Nicht zuletzt ist es ihnen gelungen alle Major Labels unter einen Hut zu bekommen, was sowohl Amazon als auch Google verwehrt blieb. Des Weiteren ist Steve Jobs der größte Disney-Aktionär von daher haben sie definitiv einen Fuß in der Tür, wenn es um TV- und Filmrechte geht. Will Apple einen TV-Dienst starten werden sie meiner Meinung nach direkt mit den Contentinhabern verhandeln.</p>
<p><strong>Yahoo!</strong> würde sicherlich Hulu gerne kaufen und vom Profil würden die beiden Unternehmen sicherlich gut zusammen passen. Allerdings stellt sich Angesicht der internen Probleme bei Yahoo! die Frage ob dadurch nicht mehr Baustellen bei Hulu aufgerissen werden als geschlossen werden.</p>
<p><strong>Microsoft</strong> wäre ein interessanter Partner. Hulu würde XBox live deutlich aufwerten und auch um TV-Inhalte auf Windows Phone 7 zu bekommen würde sich der Kauf eignen. Allerdings waren bis jetzt alle Content-Angebote von Microsoft nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Microsofts Stärken liegen darin eine Plattform bereit zu stellen – nicht die Inhalte.</p>
<p><strong>Amazon</strong> könnte sehr stark von Hulu pofitieren und durch die Integration von Hulu in Prime Instant Videos das Angebot deutlich attraktiver machen und so schneller zu Netflix aufschließen. Hulu wäre außerdem ein weiterer attraktiver Inhalt für die kolportierten Android Tablets von Amazon. Zusammen mit der <a href="http://www.imdb.com/">IMDB</a>, <a href="http://www.lovefilm.de/">Lovefilm</a>, <a href="http://www.amazon.com/b?ie=UTF8&#038;node=2676882011">Prime Instant Videos</a> und <a href="http://www.amazon.com/gp/video/ontv/start">Amazon VoD</a> hätte Amazon so ein umfassendes Film und TV-Angebot, das es mit jedem Konkurrenten aufnehmen könnte.</p>
<p><strong>Google</strong> ist wohl der Käufer der am direktesten von Hulu profitieren würde. Mit YouTube kann Google bereits den Löwenanteil des Online Videomarktes für sich beanspruchen. Durch Hulu käme eine weitere Dimension an Inhalten hinzu, die über YouTube an ein noch breiteres Publikum vertrieben werden könnten. Mit Hulu hätte Google den werbefinanzierten Online Videomarkt fest im Griff und es würde für alle anderen sehr schwer werden noch einen Fuß in die Tür zu bekommen. Allerdings könnte genau dieser Umstand gegen Google sprechen, wenn die Hulu-Eigentümer die Gefahr für sich als zu groß einstufen.</p>
<p><strong>Bonus: Walmart</strong> hat gerade Vudu als VoD-Store auf der eigenen Seite freigeschalten. Als größter Kunde Hollywoods für DVDs hat Walmart natürlich ein starkes Interesse daran diese Position auch im Internet zu erreichen. Hulu könnte hierbei helfen.</p>
<p><strong>Bonus: Samsung</strong> wird es wohl bald schaffen mehr Telefone als Apple zu verkaufen. Ein Ökosystem hat der Elektronikhersteller jedoch noch nicht geschaffen. Hulu würde Samsung Handys und Fernseher deutlich gegenüber der Konkurrenz aufwerten.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Obwohl Hulu eine attraktive Firma darstellt, ist der Verkauf nicht ganz trivial einerseits weil Hulu selbst einige Herausforderungen zu meistern hat andererseits, weil der Käufer wohl nicht nur genügend Geld auf den Tisch legen muss sondern zudem noch glaubhaft darlegen muss, dass er keine Gefahr für das Kerngeschäft der jetzigen Eigentümer darstellt. Diesen Test könnten einige Interessenten nicht überstehen.</p>
<p>Eines erscheint mir sicher: Hulu in seiner jetzigen Form ist am Ende. Die großen TV-Konzerne sind nicht mehr bereit ihre Zukunft mit Hulu selbst zu gestalten. Hätten sie ein Interesse daran würden sie Hulu nicht verkaufen sondern weiter massiv in Hulu investieren um es auf die nächste Stufe zu heben.  Das Traurige ist, dass Jason Kilar und Hulu aus vielen Schlachten mit den Eigentümern siegreich hervorgegangen sind und jetzt trotzdem den Krieg verlieren. Es bleibt zu hoffen, dass einer der potentiellen Käufer Hulus Potential realisiert und die Herausforderungen meistert. Allein bei den Problemen die Hulu schon jetzt mit den Rechteinhabern hat fehlt mir der Glaube daran.</p>
<p><em><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/hulu-am-ende-der-lack-ist-ab/">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></em></p>
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		<title>iPad als TV-Ersatz</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/ipad-als-tv-ersatz.html</link>
		<comments>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/ipad-als-tv-ersatz.html#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 May 2011 11:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[HBO hat gerade verkündet, dass ihre neue iPad Applikation HBOgo in der ersten Woche 1 Million Mal herunter geladen wurde. HBOgo bietet Zugriff auf alle HBO Inhalte und ist HBOs Antwort auf Netflix und Hulu Plus. Damit zeigt sich einmal mehr wie gut sich ein iPad als Fernseherersatz eignet. Das iPad wird natürlich nicht den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>HBO hat gerade verkündet, dass ihre neue <a href="https://twitter.com/#!/hbogo/status/67966627324506112">iPad Applikation HBOgo</a> in der ersten Woche 1 Million Mal herunter geladen wurde.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/tweet_hbo_go.png" alt="" title="tweet_hbo_go" width="550" height="159" class="alignleft size-full wp-image-1940" /></p>
<p> <a href="http://itunes.apple.com/us/app/hbo/id343753047?mt=8">HBOgo</a> bietet Zugriff auf alle HBO Inhalte und ist <a href="http://www.videonuze.com/blogs/?2011-05-02/HBO-GO-Launches-on-iOS-and-Android-Devices-A-Necessary-But-Insufficient-Step/&#038;id=3061">HBOs Antwort auf Netflix und Hulu Plus</a>. Damit zeigt sich <a href="http://blog.mefeedia.com/2010-mobile-video">einmal mehr</a> wie gut sich ein iPad als Fernseherersatz eignet. Das iPad wird natürlich nicht den Fernseher im Wohnzimmer ablösen aber das Potential den Fernseher im Schlafzimmer abzulösen hat es allemal. Die Nutzungspeaks auf dem iPad zeigen deutlich in diese Richtung.</p>
<p><img src="http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/ipad_streaming_applikationen.jpg" alt="iPad Streaming Applikationen" title="ipad_streaming_applikationen" width="550" height="301" class="alignleft size-full wp-image-1928" /></p>
<p>HBO befindet sich mit seiner App in guter Gesellschaft <a href="http://itunes.apple.com/us/app/twcable-tv/id420455839?mt=8">Time Warner Cable</a>, <a href="http://itunes.apple.com/us/app/xfinity-mobile/id320788270?mt=8">Comcast</a>, <a href="http://itunes.apple.com/us/app/optimum-for-ipad/id424612367?mt=8">CableVision</a> und <a href="http://itunes.apple.com/us/app/dish-remote-access/id327125649?mt=8">DISH</a> bieten alle ihren Abonnenten streaming Applikationen für das iPad. <a href="http://gigaom.com/apple/cable-company-ipad-apps-are-killing-it/">CableVision kam auf 50.000 Installationen in fünf Tagen und Time Warner Cable benötigte lediglich einen Monat für 360.000 Downloads</a>. Eine streaming Applikation für iPad und iPhone anzubieten ist also nicht mehr nur ein nettes Zusatzfeature. Die Zahlen legen viel mehr Nahe, dass es die Abonnenten von ihren TV-Anbietern erwarten.</p>
<p>Umso problematischer ist es, dass die TV-Sender wiederum versuchen die Verbreitung ihrer Kanäle über mobile Geräte zu verhindern, solange sie dafür nicht zusätzlich vergütet werden. Dieser Disput führte dazu, dass Time Warner Cable Kanäle von  Viacom, Fox und Discovery <a href="http://www.videonuze.com/blogs/?2011-03-17/Will-Cable-TV-Networks-Kill-Their-Golden-Goose-/&#038;id=2988">wieder aus der Applikation entfernen musste</a>. Das Vorgehen der Sender schadet in diesem Fall <a href="http://www.videonuze.com/blogs/?2011-03-17/Will-Cable-TV-Networks-Kill-Their-Golden-Goose-/&#038;id=2988">der Attraktivität der Kabel- und Satellitenbetreiber und schränkt ihrer Konkurrenzfähigkeit gegenüber Hulu und Netflix ein</a>.</p>
<p>Mit der <a href="http://www.tvdigital.de/entertainment/technik-trends/zattoo-und-tv-digital">Kooperation von TV Digital und Zattoo</a> gibt es auch in Deutschland eine Lösung um eine eingeschränkte TV-Sender-Auswahl auf dem iPad zu sehen. Es wird sich zeigen ob diese App auch so populär wird wie ihre US-Counterparts.</p>
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		<title>What would Gugel do? AppleTV</title>
		<link>http://www.gugelproductions.de/blog/2011/what-would-gugel-do-appletv.html</link>
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		<pubDate>Mon, 02 May 2011 09:48:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bertram</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Business]]></category>
		<category><![CDATA[Digitales Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet TV]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Jahren spekulieren Analysten darüber, ob Apple einen eigenen Fernseher auf den Markt bringt. Vor kurzem hat ein Report von Brian White über Indizien in diese Richtung von Apple Zulieferern, die Debatte auf ein Neues entfacht. Angesichts eines $100 Mrd. Marktes, der zudem noch bei der Userexperience deutliche Defizite hat ist es verständlich, dass viele [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.appleinsider.com/articles/10/03/23/apple_positioned_to_introduce_connected_hdtv_within_2_4_years.html">Seit Jahren spekulieren Analysten</a> darüber, ob Apple einen eigenen Fernseher auf den Markt bringt. Vor kurzem hat ein Report von Brian White über Indizien in diese Richtung <a href="http://www.appleinsider.com/articles/11/04/13/evidence_points_toward_apple_releasing_hdtv_this_year_report.html">von Apple Zulieferern</a>, die Debatte auf ein Neues entfacht. Angesichts eines $100 Mrd. Marktes, der zudem noch bei der Userexperience deutliche Defizite hat ist es verständlich, dass viele eine lukrative Chance in einem Markteintritt Apples sehen. Die Lager sind jedoch gespalten und so entsteht eine hitzige Debatte. Auf der einen Seite die Skeptiker, die folgende Argumente ins Feld führen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.marco.org/2011/04/16/rumored-apple-hdtv">Der TV-Markt bietet nur geringe Margen und ist hart umkämpft</a>. Der Marktanteil den Apple erzielen könnte wäre zu klein und nicht attraktiv genug.</li>
<li>TV Geräte werden selten ersetzt und haben eine lange Lebensdauer. Nachdem in den letzten Jahren der Flatscreenmarkt mit <a href="http://www.nytimes.com/2011/01/06/technology/06sets.html?_r=2&#038;hp">20% pro Jahr gewachsen ist hat sich 2010 eine Sättigung eingestellt</a>. Die meisten Kunden haben ihre TV-Geräte durch neue Flatscreens ersetzt und selbst <a href="http://money.blogs.time.com/2011/01/06/why-consumers-arent-buying-new-tvs/">3D und Appstores haben es schwer Kunden davon zu überzeugen neue Geräte zu kaufen</a>.</li>
<li><a href="http://mrgan.tumblr.com/post/4703572943/apples-tv">Die Konsumenten wollen keine intelligenten Fernseher</a>. Ein iPhone oder iPad ist ok aber der Fernseher soll so einfach und simple bleiben wie er ist.</li>
<li><a href="http://www.tightwind.net/2011/04/thats-why-its-called-apple-tv/">Ein Fernseher bietet Apple keinen Vorteil gegenüber dem existierenden AppleTV</a>. Es gibt nichts, was Apple nicht mit AppleTV machen könnte, was den Wechsel zum TV-Gerät rechtfertigen könnte.
</li>
</ul>
<p>Neben den genannten Problemen gibt es noch ein großes weiteres Problem das Steve Jobs selbst angesprochen hat. Es gibt keine gute <a href="http://www.appleinsider.com/articles/10/06/02/jobs_apple_tv_a_hobby_because_theres_no_market.html">Goto Market Strategie für den TV-Markt</a>, da die Satelliten- und Kabelnetzbetreiber ihren Kunden bereits subventionierte Set-Top Boxen zur Verfügung stellen. Die Probleme im Markt liegen demnach nicht in der Technologie sondern viel mehr an den beteiligten Parteien.</p>
<p>Genau mit diesem Problem hat Google auch gerade zu kämpfen. GoogleTV verkauft sich lange nicht so gut wie erhofft. Logitech blieb mit seiner GoogleTV Box deutlich hinter den Erwartungen zurück und konnte im letzten <a href="http://gigaom.com/video/logitech-google-tv-earnings/">Quartal lediglich $5 Millionen umsetzen</a>.</p>
<h3>Apple und Fernsehen</h3>
<p>Interessanterweise hat sich Apple bis jetzt noch nicht mit Fernsehen beschäftigt. Anders als Microsoft oder Google hat Apple noch nie ein TV-Produkt angeboten &#8211; lediglich TV-Inhalte.  Wer auf einem Mac fernsehen will muss sich einen Tuner und eine entsprechende Software zusätzlich kaufen, während bei den meisten PCs heutzutage TV-Tuner bereits integriert sind. Gerade für den Mac Mini hätte es sich angeboten, wenn Apple einen Tuner ab Werk einbaut. Doch Apple wollte wohl einerseits die Beziehungen zu den Contentanbietern nicht belasten und andererseits die Komplexität der verschiedenen Sendestandards umgehen (<a href="http://www.elgato.com/elgato/int/mainmenu/products.de.html">allein für Deutschland braucht man mindestens drei verschiedene Ausführungen</a>).</p>
<p>Natürlich gibt es auch gute Gründe dafür, dass Apple in den TV Markt eintritt. Neben dem Marktvolumen spricht dafür vor allem, dass der Markt im Moment unter einer extrem fragmentierten Landschaft leidet und auf neue Impulse wartet. <a href="http://parislemon.com/post/4675190960/on-apples-must-see-tv">Auf dem Fernseher treffen bis zu 4-5 verschiedene Interfaces zusammen ganz zu schweigen von den zahllosen Fernbedienungen, die auf dem Couchtisch herumliegen</a>. Das klingt nach einem Problem, das Apple einfach lösen könnte.</p>
<p>Auch die Parallele zum iPhone macht Mut. Bevor Apple das iPhone heraus brachte gab es ähnliche Prognosen, die alle aufzeigten, wie schwierig der Markt ist, wie hart umkämpft und dass es definitiv keine hohen Margen zu verdienen gibt. <a href="http://cdixon.org/2011/04/17/apple-and-the-tv-industry/">Chris Dixon zeigt wie falsch die meisten Experten in diesen Punkten 2007 lagen</a> und kommt zum Schluss, dass diese Probleme Apple definitiv nicht aufhalten würden.</p>
<h3>Was macht ein AppleTV aus?</h3>
<p>Angesichts dessen erscheint es schon eher so also ob Steve Jobs eine Anleitung dafür gegeben hat, wie Apple den Markt angehen könnte als er 2010 über die  Eintrittsbarrieren sprach:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.appleinsider.com/articles/10/06/02/jobs_apple_tv_a_hobby_because_theres_no_market.html">&#8220;The only way that&#8217;s ever going to change,&#8221; Jobs said, &#8220;is if you can really go back to square one, tear up the set top box, redesign it from scratch with a consistent UI across all these different functions, and get it to consumers in a way that they&#8217;re willing to pay for it. And right now there&#8217;s no way to do that.&#8221;</a></p></blockquote>
<p>Wenn Apple einen Fernseher herausbringt, dann ist das größte Problem, das gelöst werden muss wie Inhalte auf den Fernseher kommen. Der Fernseher darf auf der einen Seite nicht auf eine Set-Top Box eines Kabelnetz- oder Satellitenbetreiber angewiesen sein auf der anderen Seite ist es nicht ökonomisch für jeden Betreiber eine eigene Version des Fernsehers auf den Markt zu bringen und die verschiedenen Standards zu implementieren. Apple müsste also wirklich hergehen und alle Kabel und Boxen rund um den Fernseher neu erfinden und neben dem Fernseher auch die komplette Distribution von TV-Signalen überdenken.</p>
<h3>AppleTV: Fernsehen über das Internet</h3>
<p>Der einzig konsequente Weg, den Apple verfolgen könnte wäre den Fernseher nur mit einem Kabel auszustatten: dem Stromkabel. Alle anderen Inhalte müssten wie beim jetzigen AppleTV über die wireless Verbindung übertragen werden. Das wiederum bedeutet, dass Apple nicht nur den Fernseher herstellen müsste sondern gleichzeitig zum TV-Plattformanbieter werden müsste, denn nur so kann Apple sicher stellen, dass die Inhalte über das Internet auch auf dem Fernseher ankommen und das in einer annehmbaren Qualität. Schon jetzt können AppleTV Nutzer NBA und MLB Spiele live verfolgen, dieses Angebot müsste Apple massiv ausbauen, so dass sie mit den klassischen TV-Anbietern konkurrieren könnten. Dass Apple über einen entsprechenden TV-Dienst nachdenkt ist wahrscheinlich &#8211; immerhin deuten <a href="http://gigaom.com/apple/apples-next-new-device-category-could-be-cloud-based-tv/">entsprechende Gerüchte der letzten Monate darauf hin</a>. <a href="http://mediamemo.allthingsd.com/20091102/apples-itunes-pitch-tv-for-30-a-month/?reflink=ATD_yahoo_ticker">Außerdem wurde bereits Ende 2009 berichtet</a>, dass Apple versucht die TV-Networks für einen $30/Monat iTunes streaming Dienst zu gewinnen.</p>
<p>Mit über <a href="http://www.techradar.com/news/computing/apple/new-apple-tv-box-racks-up-2-million-sales-944898">2 Millionen verkauften AppleTV Boxen</a> und weiterhin starker Nachfrage könnte Apple bald die nötigen Kundenzahlen zusammen haben um den Sendern in Rechteverhandlungen auch ein ausreichend großes Publikum zu versprechen und wieder Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen bringen. Doch anders als im Telekommunikationssektor würde der Markteintritt Apples im TV-Bereich nicht nur existierende Fernsehhersteller herausfordern sondern vor allem auch die Kabelnetz- und Satellitenbetreiber, denn ein Szenario in dem Apple mit ihnen zusammen einen Fernseher auf den Markt bringt kann ich mir nicht vorstellen.</p>
<h3>Baut Apple einen Fernseher?</h3>
<p>Nach diesen Überlegungen bekommt die Debatte um einen Fernseher von Apple eine ganz neue Dimension. Es geht nicht mehr darum ob Apple einen besseren Fernseher als Sony oder LG bauen kann sonder darum ob Apple eine bessere Fernsehexperience gewährleisten kann als Sony und Comcast oder LG und Verizon. Dies kann Apple erst, wenn sie neben der Hardware auch die TV-Plattform und die entsprechenden Rechte der Sender für die Auslieferung der Inhalte darüber haben. Von daher würde ich einen Fernseher von Apple erst dann erwarten, wenn die anderen beiden Komponenten auch bereit sind und das kann noch etwas dauern.</p>
<p><em><a href="http://evideo.htw-berlin.de/weblog/kolumnen/gugel/gugel-kolumne-what-would-gugel-do-appletv/">Dieser Beitrag erschien im Rahmen der Gugel-Kolumne für das Blog des eVideo-Projektes der HTW Berlin. eVideo beschäftigt sich in ESF-geförderten, informalisierten Weiterbildungskursen mit verschiedenen Themen, um die Durchschlagskraft des Web 2.0 für die moderne Kommunikation zu erkunden.</a></em></p>
<div class="tw_button" style=";float:left;margin-right:10px;"><a href="http://twitter.com/share?url=http%3A%2F%2Fbit.ly%2Fk1SXsd&amp;via=digitalerfilm&amp;text=What%20would%20Gugel%20do%3F%20AppleTV&amp;related=digitalerfilm&amp;lang=en&amp;count=none&amp;counturl=http%3A%2F%2Fwww.gugelproductions.de%2Fblog%2F2011%2Fwhat-would-gugel-do-appletv.html"  class="twitter-share-button" target="_blank" style="width:55px;height:22px;background:transparent url('http://www.gugelproductions.de/blog/wp-content/plugins/wp-tweet-button/tweetn.png') no-repeat  0 0;text-align:left;text-indent:-9999px;display:block;">Tweet</a></div>
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