Revver und Brightcove nehmen Fahrt auf. Erste größere Videoeinnahmen für Amateure.

Lange Zeit hat YouTube die Schlagzeile rund um Internetvideos bestimmt. Jetzt werden solangsam auch andere Unternehmen wahrgenommen. Besonders Unternehmen, die es den Filmemachern erlauben mit ihren Videos Geld zu verdienen, stehen jetzt im Fokus.

Zu diesen Unternehmen gehört Brightcove, die gerade eine Kooperation nach der anderen abschließen. Bei der Neusten liefert Brightcove den Player und die Plattform für den neuen Sony Dienst MusicBox Video. Durch die Kooperation ist es auch für Dritte möglich die Musikvideos auf ihren Seiten einzubinden. Ob allerdings Sony so frei ist und die Werbeinnahmen, die über den Player generiert werden, auch mit den unabhängigen Seiten teilt bleibt offen. Es ist zumindest ein erster Anfang, die Inhalte aus den alten Paketen (MTV, Musikfernsehen) zu lösen und neue zu arrangieren. Das Konzept die Inhalte frei zur Verfügung zu stellen und diese über die feste Kombination mit Werbung zu finanzieren scheint nun also auch bei den Großen angekommen zu sein.

Im kleineren Stil macht das Revver schon seit längerem. Revver fügt an Videos am Ende eine Werbung an. Diese Werbung ist fest mit dem Clip verbunden. Die Vorgehensweise erlaubt es, dass die Clips sowohl heruntergeladen als auch auf anderen Seiten eingebunden werden können, ohne dass die Werbung verloren geht. Die Produzenten und Werbenden profitieren also auch von einer Viralen-Verbreitung.

Nun sah es lange Zeit so aus als ob Revver aufgrund der Übermächtigen Konkurrenz von YouTube und anderer Dienste höchstens ein Nieschendasein fristen wird. Doch Dank Diät Cola und Mentos mit denen man wundersame Explosionen produzieren kann wurde erstmals ein Revver-Clip 2,5 Millionen Mal gesehen. Die Popularität des Clips hat Revver Werbeeinnahmen in Höhe von $30 000 gebracht, wovon die Produzenten immerhin die Hälfte erhalten. Bei einem Filmbudget von $300 sicher kein schlechtes Geschäft. Auch Videoblogger setzen vermehrt auf Revver um einnahmen zu generieren. Ze Frank, ein seit Gestern noch bekannterer Videoblogger mit ca. 10 000 Zuschauern am Tag, hostet alle seine Videobeiträge auf Revver.

Interessanterwiese verbietet Ze Frank das hochladen seiner Clips zu anderen Diensten (please DO NOT upload these movies to youtube or any other vid hosting site). Dieses Vorgehen der Produzenten ist verständlich, denn wenn die Clips transcodiert werden geht die Werbung verloren und sowohl Revver als auch die Produzenten leer aus.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. An das Thema Werbung und User Generated Video glaub ich nur bedingt. Schliesslich landen die teuren Werbeclips in einer praktisch unkontrollierbaren Umgebung (wenn alle Clips mit Werbung belegt werden). Und sollen’s nur ausgewählte sein, wird der händische Verwaltungsaufwand immens.

  2. In der Masse glaub ich auch nicht dran, wenn dann wird es nur für sehr ambitionierte Amateure wie Ze Frank funktionieren. Gerade diese Produzenten, die etwas bessere Qualität liefern, scheint YouTube an Revver oder Brightcove zu verlieren.
    Im Prinzip lassen sich die normalen User Generated Videos nur über AdSense oder ein ähnlich breit gestreutes Äquivalent für Videos mit Werbung bestücken. Sprich es werben nicht nur die Großen sondern auch die Kleinen und das sehr billig. Aber ob das funktioiert wage ich zu bezweifeln.

  3. Pingback: Basic Thinking Blog » Videohoster Revver.com: Durchbruch als Einnahmemodell für Videoamateure

  4. Pingback: Digitaler Film » Werbung und User-Generated Videos brauchen ein Werbenetzwerk 2.0

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