Breitbandplayer, Quellcodes und Whitelabels
Von Bertram am 28. November 2006. Abgelegt unter Artikel, Internet TV, Technologien, VideohosterIn den letzten Wochen haben sich eine menge Kleinigkeiten angehäuft, die nicht so recht in einen eigene Beitrag passen wollen. Deshalb nun eine bunte Palette an Hinweisen und Tipps.
Dailymotion hat einen Breitbandplayer
Der Breitbandplayer von Dailymotion wurde zwar schon auf dem Burda Videoday vorgestellt, trotzdem dauerte es einige Wochen bis er endlich offiziell verfügbar war. Dailymotion nennt den Player Jukebox und diese kann mit Favoriten, Gruppen-Videos oder den eigenen Videos gefüllt werden. Außerdem können die beliebtesten Videos oder gefeaturete Videos eingebunden werden. Hier ist meine Version im Videolabor (mal sehen wie lange die Simpsons dieses Mal online bleiben).
Mit der Jukebox nimmt Dailymotion eine wichtigen Hürde in Hinblick auf die Programmgestaltung und das Abspielerlebnis bei Internetvideos. Die Bedeutung entsprechender Player habe ich ja bereits mehrfach erklärt. Auch wenn das Befüllen und Erstellen von Playlisten auf Dailymotion noch sehr beschwerlich ist und das Navigieren durch Gruppen ein Graus sehe ich den Player als wichtige Ergänzung und diese Probleme werden hoffentlich bald behoben.
Dailymotion muss allerdings seine Inhalte in Ordnung bringen oder seinen über eine Million Nutzern erklären, was ein Copyright ist. Fox wird wahrscheinlich nicht erfreut sein, wenn Seiten sämtliche Simpsons-Staffeln über Dailymotion zum Abspiel anbieten. Obwohl es natürlich Verlockend wäre mithilfe der Jukebox einen Simpsons-Kanal zu betreiben …
Blinkx Videowall
Auch die Videosuchmaschine Blinkx bietet ein nettes neues Tool an und zwar die Videowall. In der Videowall werden die ersten paar Sekunden von Videos zu einem frei wählbaren Keyword angezeigt.
Sollte die Suche von Blinkx noch besser werden kann man mit diesem Tool ein nettes Landingpage-Plugin schreiben, das immer verwandte Videos in einem Balken oder einer Säule darstellt.
Blick hinter die Kulissen
Wer schon immer einmal in den Quellcode eines Videohosters sehen wollte, hat dank Lulop die Möglichkeit dazu. Auch, wenn Lulop kein klassischer Videohoster, sondern eine Syndikations-Plattform für hauptsächlich sendefähige MPEG-2 Videos ist kann man im Open-Source-Quellcode sicherlich einige nette Funktionen erkennen und sieht das Prinzip und die Komponenten mit denen eine solche Plattform arbeitet.
Prinzipielles wie serverseitiges ffmpeg zum Transkodieren der Videos und das FLV-Tool zum Korrigieren der kaputten FLV-Metadaten (jep das macht ffmpeg) oder spezielles wie die Integration von Bittorrent oder Deep-Tags sind sicher nette Anwendungen für die sich ein Blick die Quellen lohnt.
Wer sich nicht mit dem ganzen Code herumschlagen will oder ihn genausowenig versteht wie ich, kann sich auch einfach mal die Dokumentation ansehen.
Whitelabels
Als ob 300+X Videohoster noch nicht genug wären kommen nun zunehmend Whitelabel-Lösungen. Revver erlaubt schon seit einiger Zeit Videoportale auf Basis der Revver-API zu betreiben. Ich hab dazu auch einen kleinen Test aufgesetzt, bin mir aber noch nicht sicher, ob es sich lohnt das Experiment auf der oftmals wackeligen Revver-Technik weiter zu verfolgen.
Außerdem gibt es mit Videoegg, KickApps, vSocial und neuerdings Ning auch genügend Alternativen. Besonders Ning scheint mit einer soliden Basis und einfachen vorgefertigten Lösungen etwas Fahrt aufzunehmen. Zumindest tauchen erste Videohoster auf Ning-Basis auf, die für sich selbst etwas Aufmerksamkeit bekommen.
Sevenload reload
Zum Schluss noch der Hinweis, dass sevenload wohl bald mit neuen Features aus den Wartungsarbeiten erwacht.
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